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Echinacea (Purpur-Sonnenhut – Echinacea purpurea)

Purpur-Sonnenhut im Garten: der richtige Standort, Aussaat aus Samen, Vermehrung durch Teilung und maßvolles Düngen. Winterhart und auch für den Kübel.

Echinacea purpurea – Purpur-Sonnenhut mit purpurfarbenen Zungenblüten

Gartenstaude mit langer Blütezeit und anmutigen großen Blüten; zugleich eine Heilpflanze

  • Standort: sonnig bis halbschattig; Boden nicht zu schwer
  • Höhe: 1–1,2 m
  • Blütezeit: Juli–September
  • Vermehrung: durch Teilung und Aussaat

Diese robuste, widerstandsfähige Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) stammt aus Nordamerika. Sie hat anmutige Blüten und wird deshalb schon seit Langem als Zierpflanze in Gärten kultiviert — sie gehört zu den dankbarsten Stauden und zugleich zu den kultivierten Heilkräutern.

Sie ist zwar anspruchslos, verwildert aber nur selten. Verankert wird die Pflanze von einer Pfahlwurzel mit zahlreichen Seitenwurzeln. Stängel und Blätter sind rau behaart, die lanzettlichen Blätter stehen am Stängel gegenständig. Die großen Blütenkörbe mit einem Kranz leicht geneigter purpurfarbener Zungenblüten sitzen an den Stängelenden. Der gewölbte Diskus in der Mitte des Korbes besteht aus rotbraunen Röhrenblüten.

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) mit seinen purpurfarbenen Blüten ist mit dem bekannten Gelben Sonnenhut (Rudbeckia) verwandt, doch wegen der unterschiedlichen Merkmale werden die beiden Stauden nicht derselben Gattung zugeordnet.

Blütenkorb der Echinacea mit gewölbtem Diskus aus Röhrenblüten

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist nicht nur eine dekorative Staude für Beet und Schnitt, sondern auch eine bedeutende Heilpflanze. Lange bevor 1950 die antibakterielle Wirkung der Pflanze wissenschaftlich nachgewiesen wurde, nutzten die nordamerikanischen Indianer Wurzeln und Blätter zur Wundheilung. Heute werden Echinacea-Präparate zur Behandlung kleiner Verletzungen, zur Stärkung des Immunsystems und zur Behandlung leichterer Atemwegsinfekte angeboten.

Für den Garten wurden mehrere Sorten gezüchtet; erwähnt seien vor allem zwei ältere Sorten – ‚Bressingham Hybrids‘ und ‚The King‘.

Echinacea anbauen — Standort, Gießen und Düngen

Die Echinacea ist eine anspruchslose Staude, die auch Anfänger belohnt. Sie möchte einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort und einen Boden, der nicht zu schwer und vor allem nicht staunass ist — die Pfahlwurzel fault in dauerhafter Nässe. In schweren Lehmboden arbeitet man vor dem Pflanzen Sand oder feinen Kies ein.

Gegossen wird durchdringend, aber nicht häufig. Sobald die Pflanze eingewurzelt ist, verträgt sie trockenere Perioden besser als die meisten Beetstauden. Sie blüht von Juli bis September; das Entfernen verblühter Körbe verlängert die Blüte. Die letzten Körbe lässt man dagegen besser über den Winter an der Pflanze — sie sind dekorativ, und die Samen picken die Vögel heraus. Die trockenen Stängel werden erst zeitig im Frühjahr geschnitten.

Die Echinacea ist winterhart und braucht bei uns keinen Winterschutz. Mit dem Düngen sollte man es nicht übertreiben: Ein Stickstoffüberschuss treibt die Pflanze in weiche Stängel, die sich unter den Blüten legen. Es genügt eine Gabe Universaldünger zu Beginn der Vegetation und eine zweite vor dem Ansetzen der Knospen — der perfekte Naturdünger DÜNGEE wird mit dem Messbecher dosiert, die genaue Menge finden Sie auf der Seite Dosierung.

Aussaat der Echinacea aus Samen und Vermehrung durch Teilung

Aus Samen: ausgesät wird von Februar bis April in eine Schale mit durchlässigem Substrat, die Samen werden nur leicht bedeckt. Die Keimung verläuft gleichmäßiger, wenn die Samen zuvor zwei bis vier Wochen in feuchtem Substrat im Kühlschrank verbringen (Kaltstratifikation). Bei 18–22 °C laufen sie in zwei bis drei Wochen auf. Pflanzen aus der Frühjahrsaussaat blühen meist erst im zweiten Jahr. Direkt ins Beet kann man im Mai säen, nach dem Ende der Spätfröste.

Durch Teilung des Horstes: die einfachste Art, die Echinacea zu vermehren und sie zugleich zu verjüngen. Der Horst wird im Frühjahr ausgegraben, mit Spaten oder Messer in Teile mit zwei bis drei Augen zerteilt und sofort wieder gepflanzt. Wiederholt wird das etwa alle drei bis vier Jahre — ältere Horste verkahlen von innen und blühen schlechter.

Häufige Fragen zur Echinacea

Wie zieht man Echinacea aus Samen?

Säen Sie von Februar bis April in eine Schale mit durchlässigem Substrat und bedecken Sie die Samen nur leicht. Die Keimung verläuft gleichmäßiger nach zwei bis vier Wochen Kaltstratifikation im Kühlschrank. Bei 18–22 °C laufen die Samen in zwei bis drei Wochen auf; Pflanzen aus der Frühjahrsaussaat blühen meist erst im zweiten Jahr.

Wohin pflanzt man die Echinacea?

An einen sonnigen bis leicht halbschattigen Platz in durchlässigen, nicht zu schweren Boden. Staunässe verträgt die Echinacea nicht — die Pfahlwurzel fault darin. In Lehmboden arbeiten Sie vor dem Pflanzen Sand oder feinen Kies ein.

Lässt sich Echinacea im Topf kultivieren?

Ja, aber das Gefäß muss tief sein — wegen der Pfahlwurzel mindestens 30 cm und rund 10 Liter Volumen, mit Drainageschicht und Abzugsloch. Im Topf trocknet die Pflanze schneller aus und braucht deshalb regelmäßigeres Gießen; über den Winter rücken Sie das Gefäß besser an die Hauswand und packen es ein, damit der Wurzelballen nicht komplett durchfriert.

Wann und wie vermehrt man Echinacea durch Teilung?

Im Frühjahr, etwa alle drei bis vier Jahre. Graben Sie den Horst aus, teilen Sie ihn in Stücke mit zwei bis drei Augen und pflanzen Sie sie sofort wieder ein. Ältere Horste verkahlen von innen und blühen schlechter — die Teilung ist also zugleich eine Verjüngung.

Womit düngt man Echinacea?

Maßvoll. Ein Stickstoffüberschuss treibt die Pflanze in weiche Stängel, die sich unter den Blüten legen. Es genügt eine Gabe zu Beginn der Vegetation und eine zweite vor dem Ansetzen der Knospen — der perfekte Naturdünger DÜNGEE wird mit dem Messbecher dosiert, die genaue Menge finden Sie auf der Seite Dosierung.

Ist Echinacea dasselbe wie der Sonnenhut?

Umgangssprachlich werden beide oft gleichgesetzt — Echinacea purpurea heißt auf Deutsch Purpur-Sonnenhut und wird häufig einfach Sonnenhut genannt. Botanisch ist sie jedoch von der Gattung Rudbeckia (Gelber Sonnenhut) zu unterscheiden: Wegen der unterschiedlichen Merkmale werden die beiden Stauden nicht derselben Gattung zugeordnet.