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Eonium (aeonium)

Sukkulente niedrige Pflanzen oder Sträucher für die Zimmerhaltung
  • Standort: im Sommer draußen im Schatten, sonst im Zimmer an einem hellen Fenster
  • Höhe: je nach Art bis zu 1 m
  • Blütezeit: spätes Frühjahr
  • Vermehrung: durch Aussaat, einige Arten durch Kopf- oder Blattstecklinge

Die Gattung Eonium (Aeonium) aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) ist mit mehr als 30 Arten auf den Kanarischen und Kapverdischen Inseln, auf Madeira, in Nordafrika und im Mittelmeerraum verbreitet. Die Blattrosetten liegen entweder direkt auf dem Untergrund oder wachsen an den Enden der Äste. Nach der Samenreife stirbt die gesamte Pflanze oder nur die einzelnen samentragenden Äste ab. Die Arten der Gattung Eonium (Aeonium) sind auch ohne Blüten attraktiv, und einige von ihnen wirken als Solitärpflanzen besonders eindrucksvoll.

Pflege und Anbau

Die Pflege ist einfach, jedoch sind Temperaturen unter 10 °C gefährlich. Im Sommer sollten die Pflanzen vor der Mittagssonne geschützt werden. Während der Blütezeit ist der Bedarf an Wasser und Nährstoffen hoch. Die Töpfe sollten eher größer als kleiner sein. Arten, die niedrige Rosetten bilden, können nur durch Samen vermehrt werden; Arten mit strauchigem Wuchs lassen sich auch durch Stecklinge vermehren.

Geeignete Arten sind:

Baum-Eonium (Aeonium arboreum)

In Kultur eine bis zu 1 m hohe Pflanze, die an locker verzweigten Trieben flache, bis zu 20 cm breite Rosetten bildet. Die Blätter sind spatelig, kurz zugespitzt und am Rand weiß bewimpert; der Blütenstand aus gelben Blüten ist 25–30 cm hoch.

Besonders schöne Mutationen sind:

    • A. arboreum ‚Atropurpureum‘ (dunkel purpurrote Blätter)

    • A. arboreum ‚Albovariegatum‘ (weiß gefleckte Blätter)

    • A. arboreum ‚Luteovariegatum‘ (gelb gefleckte Blätter)
Baumförmige Aeonium (Aeonium arboreum)
Aeonium arboreum bildet dekorative Rosetten und Blütenstände mit goldgelben Blüten.

Kanarisches Eonium (Aeonium canariense)

Es bildet große trichterförmige Rosetten fast ohne Stängel, die sich aus löffelförmigen dunkelgrünen Blättern mit dichter weißer Behaarung auf beiden Seiten zusammensetzen. Der bis zu 80 cm hohe Blütenstand trägt in einer verzweigten Rispe blassgrüne Blüten. Nach der Samenreife stirbt die Pflanze ab.

Kanarisches Aeonium (Aeonium canariense)

Eonium Haworths (Aeonium haworthii)

Es bildet verzweigte Sträucher bis zu 60 cm Höhe. Auf den dünnen Ästen sitzen Rosetten mit einem Durchmesser von 6–8 cm dicht beieinander. Die bläulich grünen Blätter haben rotbraune, schwach gezähnte Ränder und sind auf der Unterseite gekielt. Die Blüten sind weiß bis blassgelb.

Haworths Aeonium (Aeonium haworthii)
Aeonium haworthii trägt hübsche blaugrüne Rosetten an dünnen Ästen.

Eonium flachblättriges (Aeonium tabuliforme)

Es ist die auffälligste Art. Auf Teneriffa ist es eine charakteristische Pflanze der feuchten Schluchten aus steilen Lavawänden (Barrancos). Die flachen, tellerförmigen Rosetten wachsen bis zu einem Durchmesser von 50 cm heran. Die grasgrünen, spatelförmigen Blätter überlappen sich gegenseitig wie Dachziegel, und ihre Ränder sind fein bewimpert. Ältere Rosetten bilden bis zu 60 cm hohe Blütenstände mit schwefelgelben Blüten.

Tellerförmige Aeonium (Aeonium tabuliforme)
Typische Blattrosette der Art Aeonium tabuliforme.