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Erbse (Pisum sativum ssp. sativum)

Wichtige Hülsenfrucht ohne besondere Ansprüche; alte Kulturpflanze.

  • Standort: nährstoffreicher, mittelschwerer Boden; Sonne
  • Aussaatzeit: Ende März bis Juni
  • Höhe: je nach Sorte von 30 cm bis 1,4 m
  • Blütezeit: Mai–Juli
  • Erntezeit: von Mitte Juni bis August
  • Vermehrung: durch Aussaat

Die Erbse ist eine alte Kulturpflanze, gehört zur Familie der Wickengewächse (Viciaceae) und stammt aus dem Orient. Heute wird sie fast überall angebaut, in Mitteleuropa bereits seit dem Mittelalter. Sie findet Verwendung nicht nur als Nahrungsmittel für Suppen und Gemüsegerichte, sondern eignet sich auch in geringen Mengen als Grünfutter. Früher wurde die Erbse auch in der Volksmedizin eingesetzt, z. B. in Form von Umschlägen aus Erbsenmehl bei Wunden und Entzündungen oder gegen Wassersucht und Gelbsucht sowie als Mittel gegen Pocken. Bekannt wurde die Erbse auch durch die Erforschung der Vererbungslehre der Genetik durch G. Mendel und andere Wissenschaftler, denen sie als Kreuzungsmaterial diente.

Erbse (Pisum sativum ssp. sativum)​

Die Erbse ist eine einjährige Pflanze. Die Blätter sind eiförmig bis breit elliptisch und laufen in Ranken aus, mit denen sich die Pflanze an einer Stütze festhält. Die Blütenstände bestehen in der Regel aus weißen Blüten in ein- bis dreiblütigen Trauben. Die etwa 5–10 cm langen Hülsen sind zunächst flach, später fast rund und enthalten 5–10 Samen, oft von bunter Farbe.

Zuckererbse (Pisum sativum ssp. sativum convar. axiphium)

  • Aussaatzeit: von Ende März bis Juni
  • Saattiefe: 3–5 cm

Wenn die Sämlinge eine Höhe von etwa 15 cm erreicht haben, empfiehlt es sich, sie mit Erde anzuhäufeln. Hohe Sorten benötigen eine Stütze. Die Ernte erfolgt von Mitte Juni bis August. Im Gegensatz zur Gartenerbse können die ganzen Hülsen verzehrt werden, die geerntet werden müssen, solange sie noch saftig sind.

Da die Erbse den Boden mit Stickstoff anreichert, ist eine Stickstoffdüngung kaum erforderlich. Nach der Ernte sollte eine Pause von 4–5 Jahren eingehalten werden, in der keine anderen Hülsenfrüchte als Folgekulturen auf der Fläche ausgesät werden dürfen.

Sorten der Zuckererbse:

  • ‚Zuga‘ – niedrig
  • ‚Denise‘ – niedrig
  • ‚Rheinische Zucker‘ – mittelhochwüchsig
  • ‚Edula‘ – hoch
  • ‚Schweizer Riesen‘ – hoch
Pisum sativum ssp. sativum convar. axiphium

Markerbse (Pisum sativum ssp. sativum convar. medullare)

  • Aussaatzeit: von April bis Mitte Juni
  • Saattiefe: 5 cm

Wenn die Sämlinge eine Höhe von etwa 15 cm erreicht haben, empfiehlt es sich, sie anzuhäufeln. Hohe Sorten benötigen eine Stütze in Form von Drahtgeflecht, Ästen o. ä.

Da die Erbse den Boden mit Stickstoff anreichert, ist keine Stickstoffdüngung mehr erforderlich.

Markerbse (Pisum sativum ssp. sativum convar. medullare)​