Fächerblume
Sommerblume aus Australien mit fächerförmigen Blüten. Sie blüht von Mai bis Oktober und braucht kein Ausputzen der verblühten Blüten.
Sommerblume mit fächerförmigen Blüten – hängend im Balkonkasten wie flächendeckend im Beet
- Standort: sonnig, geschützt, durchlässiger und mäßig trockener Boden
- Höhe: 15–30 cm, Triebe hängen bis zu 50 cm über
- Blütezeit: Mai–Oktober
- Vermehrung: Stecklinge, ausnahmsweise Aussaat
Die Fächerblume stammt aus Australien und gehört zur Familie der Goodeniengewächse (Goodeniaceae). Bei uns wird sie als einjährige Balkonpflanze kultiviert und für ihre ungewöhnlichen, einseitig geöffneten fächerförmigen Blüten geschätzt. Die Blüten erscheinen die ganze Saison über in großer Zahl – meist blau, es gibt aber auch weiße, violette und rosa Sorten.
Die Pflanze bildet dichte, reich blühende Polster, die über den Topfrand hängen, und ist deshalb eine beliebte Wahl für Ampeln, Balkonkästen und Schalen. Zugleich eignet sie sich als flächendeckende Sommerblume, die einen niedrigen Blütenteppich bildet. Anders als viele andere Balkonpflanzen braucht sie wenig Wasser und verträgt volle Sonne, ohne zu verbrennen. Auch in heißen und trockenen Lagen gedeiht sie hervorragend.
Arten der Fächerblume
Blaue Fächerblume (Scaevola aemula)

Die beliebteste Art mit langen, überhängenden Trieben von bis zu 50 cm. Die Blüten sind auffällig, meist blauviolett, und sitzen dicht entlang der Triebe. Die Pflanze wächst üppig und verzweigt sich stark. In Ampeln, Blumenschalen und Balkonkästen kommt sie am besten zur Geltung, weil sie dort schnell einen kompakten Blütenvorhang bildet. Sie verträgt Hitze und Trockenheit und blüht bis in den Herbst.
Niedrige Fächerblume (Scaevola humilis)

Die niedrigere, kompakt wachsende Art, die nur 15–20 cm hoch wird. Sie bildet dichte Polster und eignet sich als Bodendecker für Steingärten, Beeteinfassungen und kleinere Gefäße. Die Blüten sind kleiner als bei der hängenden Fächerblume, meist blau bis hellviolett. Die kompakten Polster stecken Wind und Anfassen gut weg, sodass nicht bei jedem Umstellen des Topfes Triebe abbrechen.
Fächerblume: Standort und Pflege
- Standort: volle Sonne. Im Halbschatten blüht die Fächerblume deutlich weniger und wird lang und dünn.
- Pflanzung: nach den letzten Frösten, also ab Mitte Mai. In eine Ampel mit 25 cm Durchmesser gehören drei Pflanzen, in einen Meter-Balkonkasten vier bis fünf.
- Substrat: handelsübliche Balkonpflanzenerde mit etwas Sand oder Perlit. Entscheidend ist eine Drainageschicht am Gefäßboden – die Fächerblume verträgt keine Staunässe an den Wurzeln.
- Gießen: erst gießen, wenn die Substratoberfläche abgetrocknet ist. Kurze Trockenheit steckt sie besser weg als einen dauerhaft nassen Wurzelballen.
- Verblühtes: Ausputzen ist nicht nötig, die Pflanze wirft die verblühten Blüten selbst ab und blüht weiter – einer ihrer größten Vorteile gegenüber Petunien.
- Einkürzen: wenn die Triebe zu Saisonbeginn zu lang werden, um ein Drittel einkürzen. Die Pflanze verzweigt sich dann und blüht dichter.
- Wind: die Triebe sind elastisch, doch eine Ampel an exponierter Stelle schaukelt im Wind und die Pflanze trocknet schneller aus.
Fächerblume düngen
Im Gefäß hat die Pflanze nur so viele Nährstoffe, wie Sie ihr geben – und die Fächerblume blüht fünf Monate ohne Pause, verbraucht also viel. Zugleich gilt: mit Stickstoff überdüngt wächst sie ins Laub und blüht wenig.
Am einfachsten arbeiten Sie den natürlichen Dünger DÜNGEE schon beim Pflanzen in das Substrat ein: Er gibt die Nährstoffe nach und nach ab, reicht damit über einen großen Teil der Saison und verbrennt die Wurzeln nicht. Im Sommer können Sie mit einem Aufguss über das Gießwasser nachdüngen (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). Wie viel davon in einen Balkonkasten gehört, steht in der Dosierungstabelle.
Kann man die Fächerblume überwintern?
Bei uns wird die Fächerblume als einjährige Sommerblume kultiviert, weil sie keinen Frost verträgt. Überwintern lässt sie sich trotzdem: Kürzen Sie die Triebe vor den ersten Frösten auf ein Drittel ein, stellen Sie das Gefäß in einen hellen Raum mit 8 bis 12 °C und gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Im Frühjahr topfen Sie die Pflanze in frisches Substrat um und kürzen sie erneut ein.
Die zweite Möglichkeit: Ende August 5 bis 8 cm lange Kopfstecklinge schneiden, in feuchtes Substrat stecken und nur die kleinen Jungpflanzen überwintern – sie brauchen weniger Platz und wachsen im Frühjahr schneller als eine überwinterte alte Pflanze.
Häufig gestellte Fragen
Wann blüht die Fächerblume?
Von Mai bis Oktober, praktisch ohne Pause. Verblühtes muss nicht ausgeputzt werden, die Pflanze wirft es selbst ab.
Verträgt die Fächerblume volle Sonne?
Ja, volle Sonne kommt ihr sogar entgegen, sie verbrennt nicht. Auch Hitze und kurze Trockenphasen steckt sie weg – sie gehört zu den robustesten Balkonpflanzen der Saison.
Warum blüht meine Fächerblume nicht?
Meist wegen zu wenig Licht oder wegen Überdüngung mit Stickstoff. Die zweithäufigste Ursache ist dauerhaft nasses Substrat – die Fächerblume muss zwischen den Wassergaben abtrocknen.
Wie viele Pflanzen kommen in einen Balkonkasten?
In eine Ampel mit 25 cm Durchmesser drei Pflanzen, in einen Meter-Balkonkasten vier bis fünf. Die Fächerblume verzweigt sich üppig, dichter zu pflanzen lohnt sich nicht.
Wie vermehrt man die Fächerblume?
Über 5 bis 8 cm lange Kopfstecklinge, am besten im Spätsommer. Aussaat ist die Ausnahme – die Sorten bleiben aus Samen nicht sortenecht.
Überlebt die Fächerblume den Winter im Freien?
Nein, sie ist nicht winterhart. Überwintern geht nur im hellen Raum bei 8 bis 12 °C, mit eingekürzten Trieben und sehr sparsamem Gießen.
Womit düngt man die Fächerblume?
Arbeiten Sie den natürlichen Dünger DÜNGEE beim Pflanzen in das Substrat ein und düngen Sie im Sommer mit einem Aufguss über das Gießwasser nach (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). Meiden Sie Dünger mit hohem Stickstoffanteil, danach wächst die Pflanze ins Laub statt in die Blüten.
