Ferokaktus
Der Ferokaktus ist ein auffälliger amerikanischer Kaktus mit kräftigen Dornen. Er braucht Sonne, Trockenheit und Wärme und blüht erst im höheren Alter. Etwas für erfahrenere Liebhaber.
Kakteengattung mit kräftigen, dekorativen Dornen
- Standort: vollsonnig, im Sommer auch im Freien
- Höhe: je nach Art bis 3 m
- Blütezeit: im Sommer, es blühen nur große Exemplare
- Vermehrung: durch Aussaat
Das Verbreitungsgebiet der Ferokakteen reicht von Arizona, Utah und Nevada bis zu den Inseln vor Kalifornien und nach Mexiko. Kaum eine andere Gattung zeigt eine derartige Vielfalt an Wuchsformen. Neben unverzweigten, bis zu 4 m hohen Säulen gibt es riesige tonnenförmige Körper – daher der Handelsname Barrel Cactus – und ebenso abgeflachte Formen. Manche Arten wachsen fast scheibenförmig und polsterartig. Allen Arten gemeinsam sind die kräftigen, harten Dornen: Sie können pfriemlich abgeflacht, gerade, gebogen, scharf hakig, gedreht, quer geringelt oder bunt gefärbt sein. Die gelben bis orangeroten Blüten erscheinen erst an großen Pflanzen; sie sind kurz, kahl und dicht beschuppt. Einige Arten tragen saftige, essbare Früchte.
Ferokaktus pflegen und kultivieren
Ferokakteen sind nicht ganz einfach zu kultivieren. Sie brauchen ein sandig-lehmiges Substrat, nicht zu schwer, gut durchlässig, nährstoffhaltig und leicht sauer (pH 5,5 – 6,5). Staunässe an den Wurzeln ist gefährlich, während der Wachstumsphase ist regelmäßiges Gießen aber unverzichtbar. Die Pflanzen brauchen viel Wärme und Licht; an die pralle Sommersonne hinter Glas gewöhnt man sie langsam, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen. Überwintert wird bei 10 – 14 °C völlig trocken. Nur einzelne Arten vertragen auch leichten Frost. Ferokakteen wachsen selbst bei guter Pflege langsam, im Topf besonders.
Für die Wohnung eignen sich nur einige Arten – besonders beliebt sind diese:
Ferocactus latispinus (Teufelszunge)

Er hat einen kugeligen Körper mit leicht eingesenktem Scheitel und wird 25 – 40 cm breit. Auf 15 – 23 Rippen sitzen große Areolen. Die Randdornen sind dünn, quer geringelt und weiß bis rosa. Die kräftigen Mitteldornen sind intensiv rot, oft auch gelb gefärbt; einzelne von ihnen sind stark abgeflacht, hakig und nach unten gerichtet. Diese Art ist nicht ganz leicht zu kultivieren.
Ferocactus acanthodes (Teufelsnadelkissen)

Er hat einen tonnenförmigen Körper mit etwa 27 rund 2 cm hohen Rippen und braunen Areolen. Die Randdornen sind dünn und zahlreich, die Mitteldornen abgeflacht, bis 12 cm lang, gerade oder gedreht, weißlich, rosa oder gelblich. Die gelben bis orangefarbenen Blüten entspringen den jungen Areolen am Scheitel.
Ferocactus glaucescens

Er gehört zu den schönsten Arten. Er bildet einen einzelnen oder mehrere kugelige Körper mit blaugrüner Oberfläche, die schön mit den goldgelben, bis 3 cm langen Dornen kontrastiert. Die Blüten sind gelb.
Ferocactus macrodiscus

Er hat einen flach gedrückten Körper mit etwa 16 scharfkantigen Rippen und erreicht bis zu 45 cm Durchmesser. Die Randdornen sind nadelförmig und gelblich, die Mitteldornen etwas kräftiger und häufig rosarot gefärbt.
Ferocactus histrix

Mit der Zeit wächst er zu einer großen Kugel mit schrägem Scheitel heran. Auf dem oliv- bis bläulichgrünen Körper fallen die bernsteingelben Dornen auf. Sämlinge sind in Kultur recht robust, es dauert aber mehrere Jahrzehnte, bis sie zu blühen beginnen.
