Gedenkemein (Omphalodes)
Alles über das Gedenkemein: blau blühender Bodendecker für halbschattige Beete, Steingärten und Gehölzränder – Arten, Standort, Pflege und Düngung.
Inhalt
Gedenkemein – Bodendecker und Steingartenpflanze mit blauen Blüten

(Omphalodes)
Die Gattung Nabelnüsschen (Omphalodes) umfasst mehrere blühende Arten, die meist niedrig bleiben und blaue bis violette Blüten tragen. Als Frühlingsblüher sind sie in Gärten und Zierbeeten beliebt. Das Aussehen unterscheidet sich je nach Art, aber diese allgemeinen Merkmale haben alle gemeinsam:
Blüten: Die Blüten sind in der Regel blau oder violett gefärbt, es gibt aber auch Arten mit rosa oder weißen Blüten (meist gezüchtete Sorten). Die Blüten haben fünf Kronblätter und stehen in Blütenständen, die attraktive Wickel bilden.
Blätter: Die Blätter sind häufig wechselständig, elliptisch oder eiförmig. Sie sind grün bis graugrün und können kurz behaart sein.
Gesamthabitus: Nabelnüsschen bleiben niedrig und erreichen Höhen von etwa 15 bis 30 Zentimetern. Sie wachsen in kissenartigen Polstern und werden deshalb gern als Bodendecker für Beete und Gehölzränder gepflanzt.
Nabelnüsschen sind in Europa und Asien verbreitet, wo sie in Wäldern, Waldsteppen, auf Wiesen und an felsigen Hängen wachsen. Am häufigsten stehen sie auf Standorten mit feuchtem Boden, einzelne Arten kommen aber auch mit trockeneren Bedingungen zurecht. Im Garten werden sie meist als Stauden kultiviert, die vom Frühjahr bis in den Sommer blühen.
Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna)

Das Frühlings-Gedenkemein (Omphalodes verna) ist die bekannteste Art der Gattung und wird wegen seiner blauen Frühlingsblüten gepflanzt; verbreitet sind auch die Namen Großblüten-Nabelnüsschen und Großes Vergissmeinnicht.
So sieht das Frühlings-Gedenkemein aus
Blüten: Das Frühlings-Gedenkemein hat kleine, fünfzählige Blüten mit blauen oder violetten Kronen, die sehr dekorativ wirken. Die Blüten stehen in dichten Wickeln auf kurzen Stielen.
Blätter: Die Blätter des Frühlings-Gedenkemeins sind wechselständig, breit oval und dunkelgrün. Sie sind fein behaart.
Gesamthabitus: Das Frühlings-Gedenkemein ist eine niedrige Staude und wird nur etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch. Es bildet einen dichten, kissenartigen Horst aus Blättern und Blüten.
So pflanzen und pflegen Sie das Frühlings-Gedenkemein
Standort: Das Frühlings-Gedenkemein bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort, verträgt aber auch etwas Sonne, solange der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Am besten wächst es in gut durchlässigem Boden.
Boden: Die Pflanze bevorzugt feuchten, gut durchlässigen Boden. Arbeiten Sie organisches Material wie Kompost ein, um die Bodenstruktur zu verbessern. Zum Düngen eignet sich DÜNGEE, ein perfekter Naturdünger für diese Pflanzen.
Gießen: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, vor allem in Trockenperioden. Das Frühlings-Gedenkemein verträgt längeres Austrocknen des Bodens nicht gut.
Vermehrung: Das Frühlings-Gedenkemein lässt sich durch Aussaat oder Teilung der Horste im Frühjahr oder im Herbst vermehren. Die Samen können Sie direkt ins Beet oder in Töpfe säen und gleichmäßig feucht halten. Zum Teilen graben Sie ältere Pflanzen aus, zerlegen sie in kleinere Stücke und setzen diese wieder ein.
Pflege: Das Frühlings-Gedenkemein ist pflegeleicht. Entfernen Sie Verblühtes und welke Blätter, damit der Horst sauber aussieht.
Das Frühlings-Gedenkemein ist eine schöne, anspruchslose Pflanze für schattige und halbschattige Gärten sowie für Steingärten, die vom Frühjahr bis in den Sommer blüht und dem Garten Leichtigkeit verleiht.
Frühlings-Gedenkemein „Alba“
Das Frühlings-Gedenkemein „Alba“ (Omphalodes verna „Alba“) ist die weiß blühende Sorte des gewöhnlichen Frühlings-Gedenkemeins (Omphalodes verna), die statt der üblichen blauen oder violetten Blüten reinweiße trägt. Ansonsten gleicht sie der Art – hier die Beschreibung, urteilen Sie selbst:
Die Blüten des Frühlings-Gedenkemeins „Alba“ sind klein, fünfzählig und haben reinweiße Kronen. Wie bei der Art stehen die Blüten in dichten Wickeln auf kurzen Stielen.
Die Frucht ist eine Klause, die meist vier Samen enthält. Die Samen reifen gegen Ende des Sommers und im Herbst.
Die Blätter des Frühlings-Gedenkemeins „Alba“ sind wechselständig, breit oval und dunkelgrün. Sie können fein behaart sein, was ihnen eine leicht samtige Oberfläche gibt, genau wie bei der Art.
Das Frühlings-Gedenkemein „Alba“ hat denselben Wuchs wie die Art. Es wird nur etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch und bildet einen dichten, kissenartigen Horst aus Blättern und Blüten.
Das Frühlings-Gedenkemein „Alba“ ist eine attraktive Staude mit weißen Blüten, die sich gut neben die blau blühende Art für einen Farbkontrast setzen lässt. Als Zierpflanze wird sie vor allem wegen ihres dekorativen Aussehens in Beeten und Steingärten gepflanzt.
Wald-Nabelnüsschen (Omphalodes scorpioides)

Das Wald-Nabelnüsschen (Omphalodes scorpioides), auch Wald-Gedenkemein genannt, ist eine zierliche Waldpflanze mit kleinen hellblauen Blüten; in Deutschland ist es sehr selten und steht in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste.
So sieht diese Art aus
Die Blüten des Wald-Nabelnüsschens sind hellblau bis violett und fünfzählig. Sie bleiben deutlich kleiner als die des Frühlings-Gedenkemeins und stehen einzeln in den Blattachseln.
Die Blätter des Wald-Nabelnüsschens sind wechselständig, elliptisch bis eiförmig und dunkelgrün. Sie sind oft leicht behaart.
Das Wald-Nabelnüsschen ist eine einjährige, überwinternde Pflanze und wird etwa 10 bis 30 Zentimeter hoch. Es wächst locker und aufsteigend, nicht in dichten Polstern.
So kultivieren Sie das Wald-Nabelnüsschen
Standort: Das Wald-Nabelnüsschen bevorzugt halbschattige bis schattige Lagen und verträgt nur wenig direkte Sonne, solange der Boden feucht bleibt. Es passt unter Gehölze, in schattige Beete und an feuchte Waldränder.
Boden: Die Pflanze bevorzugt sickerfeuchten, gut durchlässigen und humusreichen Lehmboden. Kompost oder anderes organisches Material verbessert den Standort.
Gießen: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, besonders in Trockenperioden. Das Wald-Nabelnüsschen reagiert empfindlich auf längere Trockenheit.
Vermehrung: Weil die Art einjährig ist, hält sie sich im Garten vor allem durch Selbstaussaat. Säen Sie die Samen im Herbst oder im Frühjahr direkt an Ort und Stelle aus, denn sie brauchen Kälte zum Keimen. Jungpflanzen lassen sich im Frühjahr versetzen – am besten mit feuchtem Wurzelballen. Danach kommen sie an ihren endgültigen Platz: in den Steingarten, ins Schattenbeet oder in Gefäße.
Pflege: Das Wald-Nabelnüsschen braucht wenig Pflege. Lassen Sie einige Fruchtstände ausreifen, damit sich die Pflanze im nächsten Jahr wieder selbst aussät.
Das Wald-Nabelnüsschen ist eine Rarität für naturnahe Schattenbeete, geschätzt wegen seiner zarten blauen Blüten und der geringen Ansprüche. Es passt an halbschattige bis schattige Plätze unter Gehölzen; Pflanzen dafür bitte nur aus dem Fachhandel beziehen und keine Wildbestände ausgraben.
Düngung von Außen- und Zierpflanzen
- Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie einen Auszug aus DÜNGEE an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Blätter damit.
