Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
- Standort: Schuttplätze, Feldraine, feuchtere Gräben und Feldränder
- Höhe: 100–250 cm
- Blütezeit: Juni bis August
- Vermehrung: durch Selbstaussaat der Samen
Der gefleckte Schierling erreicht eine Höhe von bis zu 2,5 Metern. Die Blätter sind groß und dreifach gefiedert und riechen nach dem Zerreiben unangenehm nach Mäusen. Die Blüten sind weiß, klein und in zusammengesetzten Dolden angeordnet, ähnlich wie bei anderen Doldenblütlern. Die Frucht ist eine eiförmige Doppelachäne, die sich durch Wind oder Wasser verbreitet.
Die gesamte Pflanze enthält Alkaloide (vor allem Coniin), die auf das Nervensystem wirken. Der gefleckte Schierling ist stark giftig für Menschen und Tiere – am bekanntesten ist die Vergiftung des Philosophen Sokrates, der laut historischen Quellen durch das Trinken des Saftes des Schierlings hingerichtet wurde.
Standort und Verbreitung
Der gefleckte Schierling kommt am häufigsten auf Schuttplätzen, Deponien, Feldrainen, in Gräben und an Feldrändern vor. Er bevorzugt feuchte, nährstoff- und stickstoffreiche Böden. Er tritt häufig in der Nähe menschlicher Siedlungen auf, wo er in großen Beständen wächst.
Verwendung und Bedeutung
Der gefleckte Schierling hat keine praktische Verwendung in der Gartenarbeit oder in der Heilkunde, da seine Toxizität hoch und das Vergiftungsrisiko erheblich ist. In der Vergangenheit wurde er in der Medizin erforscht, jedoch wegen der hohen Gefährlichkeit von seiner Verwendung abgesehen. Gegenwärtig gilt er vor allem als gefährliches Unkraut, dessen Vorkommen reguliert werden sollte.
Aufgrund seines Aussehens kann der gefleckte Schierling mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden, beispielsweise mit Kerbel oder Petersilie. Unterscheidungsmerkmale sind die purpurgefleckten Stängel und der unangenehme Geruch der Blätter.
