🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Geißblatt (Lonicera)

Kletternde und strauchige Arten der Gattung Lonicera – Artenüberblick, Anbau, Schnitt und Düngung

Aufrechte Sträucher und Kletterpflanzen mit laubabwerfenden oder immergrünen Blättern.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Höhe: je nach Art 50 cm-5 m
  • Blütezeit: je nach Art zwischen Februar und Juni
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Stecklinge

Von den rund 180 Arten der Gattung Lonicera, die zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) gehört, sind die meisten in der gemäßigten Zone Europas, Asiens und Nordamerikas verbreitet. Etwa 70 Arten überstehen unsere Winter, in Gärten und Parks werden jedoch weit weniger verwendet. Nur einige wenige strauchige Arten lassen sich zu den blühenden Gartensträuchern zählen, denn häufiger sind die Früchte zierender als die Blüten. Unter den anspruchslosen Geißblättern finden sich robuste Sträucher für Flächenpflanzungen und für Hecken. Die kletternden Arten haben dagegen in der Regel sehr dekorative Blüten und Früchte. Andere Arten sind wertvolle Kleinsträucher, die sich auch auf größeren Flächen als Bodendecker pflanzen lassen.

Gemeinsames Merkmal aller Arten sind meist hohle Zweige, nur bei einigen Arten ist das Mark ausgefüllt. Alle Geißblätter haben Winterknospen mit 1-2 Schuppenpaaren und oft auch aufsteigende Beiknospen. Die Blätter stehen gegenständig, sind einfach und ganzrandig, nur selten gelappt. Die zwittrigen Blüten sind zweiseitig symmetrisch, doppelt umhüllt und fünfzählig.

Bei den strauchigen Arten wachsen die Blüten zu zweit aus den Blattachseln und sitzen auf einem gemeinsamen langen Stiel. Bei den kletternden Arten erscheinen die Blüten an den Enden junger Kurztriebe und sind kopfig, ährig oder rispig angeordnet. Die Blütenkrone ist radiär oder symmetrisch und hat eine lange Röhre (am Grund oft bauchig, höckerig oder sackartig erweitert) sowie fünf Zipfel, die sich bei symmetrischen Blüten zu zwei Lippen umbilden (eine vierlappige Oberlippe und eine einlappige Unterlippe). Die Staubblätter entspringen der Kronröhre. Die Früchte sind saftige Beeren, entweder einzeln oder paarweise verwachsen, und meist giftig.

Ausgewählte Geißblatt-Arten

Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena)

Alpen-Heckenkirsche (Lonicera alpigena) mit glänzend roten Doppelbeeren

Ein 1,5-2 m hoher, laubabwerfender Strauch mit aufrecht wachsenden, vierkantigen Zweigen. Die Blätter sind bis zu 12 cm lang, elliptisch bis verkehrt-eiförmig, mehr oder weniger lang zugespitzt, dunkelgrün und leicht glänzend. Im Mai erscheinen die Blüten paarweise an einem langen Stiel. Die Blütenkrone ist 1,2-1,8 cm lang, gelbgrün und außen trüb rot. Die Frucht ist eine glänzend rote, etwa 12-13 mm große Doppelbeere. Die Art ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet, kommt in den Bergen Bosniens vor und reicht bis zu den Pyrenäen. Am besten gedeiht sie an kühleren, halbschattigen bis schattigen Plätzen; sie eignet sich zur Unterpflanzung höherer Gehölze und für gemischte Gruppen.

Lonicera x americana (L. caprifolium x L. etrusca)

Lonicera x americana mit zweifarbigen, duftenden Blüten
Lonicera x americana mit zweifarbigen, duftenden Blüten.

Ein mittelhoch kletternder Strauch mit laubabwerfenden Blättern, der an die bekannte Art L. caprifolium erinnert. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig bis breit elliptisch, bis 5 cm lang, oberseits dunkelgrün und unterseits bläulich; die oberen 3-4 Blattpaare sind schüsselförmig verwachsen. Von Juni bis Juli zeigen sich die Blüten in dichten Quirlen, die breite Rispen bilden. Die Kronröhre ist 5 cm lang, schmal, gelb und außen rötlich. Dieser Strauch mit duftenden Blüten wirkt vor allem durch den Kontrast von dunklem Laub und hellen Blüten.

Lonicera x brownii (L. hirsuta × L. sempervirens)

Lonicera x brownii 'Dropmore Scarlet' mit orangescharlachroten Blüten
Lonicera x brownii ‚Dropmore Scarlet‘ blüht scharlachrot.

Ein 3 m hoher Kletterstrauch mit laubabwerfenden Blättern. Die Blätter sind ziemlich groß, elliptisch bis eiförmig, oberseits normal grün und kahl, unterseits graugrün und behaart; nur die oberen Blattpaare verwachsen zu einer runden Scheibe. Diese Hybride blüht unermüdlich von Mai bis August. Die Blüten stehen in mehreren Quirlen übereinander und haben eine lange, orangescharlachrote Röhre.

Sorten:

  • ‚Dropmore Scarlet‘ — klettert bis 3 m hoch, blüht von Juni bis in den Herbst, hat glänzend grüne, unterseits bläuliche Blätter und orangescharlachrote Blüten.
  • ‚Fuchsioides‘ — wächst nicht so üppig wie ‚Dropmore Scarlet‘ und hat scharlachrote Blüten mit sehr langer, schmaler Röhre.

Echtes Geißblatt oder Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium)

Echtes Geißblatt (Lonicera caprifolium) mit weißen Blüten im Quirl auf verwachsenen Blättern

Ein laubabwerfender Kletterstrauch von bis zu 5 m Höhe. Die Blätter sind elliptisch bis breit elliptisch, 4-10 cm lang, matt, oberseits dunkelgrün, unterseits graugrün; an blühenden Trieben sind die oberen 2-3 Blattpaare verwachsen. Im Mai und Juni erscheinen die Blüten, meist zu sechst im Quirl auf dem obersten Blattpaar. Die Kronröhre ist 4-5 cm lang, weiß bis gelblichweiß und außen etwas rötlich. Die Früchte sind korallenrote Beeren. Das Echte Geißblatt ist in Laubwäldern von Mitteleuropa bis Kleinasien und zum Kaukasus verbreitet. Im Garten begrünt es Mauern, Pergolen und Zäune; wie alle kletternden Geißblätter braucht es eine Kletterhilfe. An Boden und Lage stellt es keine besonderen Ansprüche.

Lonicera x heckrottii (L. x americana x L. sempervirens)

Lonicera x heckrottii mit purpurnen Knospen und goldgelbem Blüteninneren

Ein laubabwerfender, schwach kletternder Strauch mit elliptischen, 6 cm langen, zugespitzten Blättern, die oberseits normal grün und unterseits bläulich sind. Von Juli bis September zeigen sich die Blüten kopfig in übereinanderstehenden Quirlen; in der Knospe sind sie purpurn, später außen purpurn oder nur rötlich, innen zunächst gelblich, später goldgelb und duftend. Die Kronröhre wird bis 5 cm lang. Diese reich blühende Hybride wird häufig gepflanzt.

Immergrünes Geißblatt (Lonicera henryi)

Immergrünes Geißblatt (Lonicera henryi) — Kletterstrauch mit glänzend dunkelgrünen Blättern

Ein immergrüner, stark wachsender Strauch, der bis 6 m hoch klettert. Seine Zweige sind mehr oder weniger dicht anliegend und abstehend flaumig behaart. Die Blätter sind eiförmig-lanzettlich bis lanzettlich, 4-10 cm lang, am Grund meist herzförmig, am Rand bewimpert und glänzend dunkelgrün. Das Immergrüne Geißblatt blüht im Juni und Juli. Die Blüten erscheinen paarweise in den Achseln der oberen Blattpaare und an den Triebenden; sie sind 1,5-2 cm lang, gelbrot und purpurrot. Die Früchte sind schwarz. Der schön belaubte, immergrüne Strauch eignet sich zur Begrünung von Mauern, Zäunen und Pergolen an geschützten, warmen Plätzen, die auch im Halbschatten liegen dürfen.

Doldige Heckenkirsche (Lonicera involucrata)

Doldige Heckenkirsche (Lonicera involucrata) mit gelben Blüten in auffälligen Hochblättern

Der laubabwerfende, etwa 1 m hohe Strauch ist in Nordamerika weit verbreitet. Er hat 1-1,5 cm lange Blätter von länglich elliptischer bis länglich lanzettlicher Form und blüht im Mai bis Juni. Die Blüten wachsen paarweise aus den Blattachseln und haben eine 1-1,5 cm lange, meist gelbe und außen dicht drüsig behaarte Krone; teilweise sind sie von großen, paarweise verwachsenen Hochblättern umgeben. Die glänzend schwarzen, nicht verwachsenen Beeren sitzen auf den Hochblättern, die dann vergrößert, purpurn gefärbt und zurückgeschlagen sind. Die Doldige Heckenkirsche ist ein hübscher, anspruchsloser Strauch mit zierenden Blüten und Früchten.

Japanisches Geißblatt (Lonicera japonica)

Japanisches Geißblatt (Lonicera japonica) mit duftenden weißen Blüten, die beim Verblühen vergilben

Ein halbimmergrüner Kletter- oder Kriechstrauch. Er klettert bis 6 m hoch. Die 3-8 cm langen Blätter sind eiförmig oder eiförmig-länglich. Die Blüten sind 3-5 cm lang, duftend, innen weiß, außen purpurn überhaucht und beim Verblühen gelb; sie erscheinen im Juli und August paarweise in den Blattachseln und haben große Hochblätter bei sich. Die Beeren sind schwarz.

Die aus China und Japan stammende Art wird in Mitteleuropa weit seltener gepflanzt als ihre Gartenformen:

  • ‚Aureoreticulata‘ — sieht aus wie L. japonica var. repens, hat aber eine goldgelbe Blattaderung. Obwohl sie etwas frostempfindlich ist, wird sie als Bodendecker unter Laubbäumen mit lichter Krone gepflanzt. Unter dem Falllaub übersteht sie auch stärkere Fröste. Sie ist außerdem eine beliebte Topfpflanze.
  • ‚Halliana‘ — unterscheidet sich von der Art durch weiße, beim Verblühen gelbe Blüten und eine tief geteilte Oberlippe der Blütenkrone.
  • Lonicera japonica var. repens — hat gelappte und ganzrandige Blätter; die ungelappten sind eiförmig-länglich und meist rot geadert. Die Blüten sind weiß oder hellpurpurn gezeichnet.

Blaublättrige Heckenkirsche (Lonicera korolkowii)

Blaublättrige Heckenkirsche (Lonicera korolkowii) mit rosa Blüten und graugrünen Blättern

Der laubabwerfende Strauch wird bis 3 m hoch, wächst aufrecht ausladend und verzweigt sich schön. Die Blätter sind 2-3 cm lang, eiförmig bis elliptisch, graugrün und unterseits weich behaart. Der Strauch blüht im Mai und Juni. Die Blüten wachsen paarweise aus den Blattachseln, sind 1-2,5 cm lang, rosa, selten weiß, und duften angenehm. Sie sind zweilippig, die Einschnitte der Oberlippe reichen bis zur Mitte oder tiefer; jede Blüte hat ein am Grund verwachsenes Hochblattpaar. Die Beeren sind leuchtend rot. Die Blaublättrige Heckenkirsche stammt aus Zentralasien. Sie ist Blüten- und Flächenstrauch zugleich, stellt keine besonderen Standortansprüche und verträgt Trockenheit.

Ledebours Heckenkirsche (Lonicera ledebourii)

Ledebours Heckenkirsche (Lonicera ledebourii) mit orangegelben Blüten auf großen Hochblättern

Sie stammt aus Kalifornien und ist ein 2 m hoher, wenig verzweigter Strauch mit langen Trieben. Die Blätter sind laubabwerfend, 6-12 cm lang, länglich eiförmig bis eiförmig-lanzettlich, derb, oberseits dunkelgrün, unterseits heller und weich behaart. Im Mai und Juni erscheinen gelbe oder orangegelbe Blüten mit einem Hauch von Scharlachrot; sie sitzen auf einem großen Hochblatt, haben eine 1,5-2 cm lange Krone und eine Röhre mit kurzem Saum. Die dunkelpurpurnen Beeren röten sich zur Reifezeit und kontrastieren farbig mit der schwarzen Mitte des Hochblatts. Ledebours Heckenkirsche wird als Blütenstrauch, als Strauch mit Zierfrüchten und für Flächenpflanzungen verwendet.

Maacks Heckenkirsche (Lonicera maackii)

Maacks Heckenkirsche (Lonicera maackii) — bis fünf Meter hoher Strauch mit weißen Blüten

Sie kann bis 5 m hoch werden und ist damit eines der größten Geißblätter. Die Blätter sind laubabwerfend, eiförmig-elliptisch bis eiförmig-lanzettlich, lang zugespitzt und 5–8 cm lang. Der Strauch blüht sehr reich im Juni. Die Blütenkrone ist weiß, beim Verblühen gelblich und 1-2 cm lang. Die Oberlippe ist meist bis zur Hälfte eingeschnitten, die Kronröhre dünn. Die Blüten sitzen auf einem Paar verwachsener Hochblätter. Die Beeren sind blutrot. Maacks Heckenkirsche ist im Amurgebiet, in der Mandschurei, in Korea und in Zentralchina heimisch. Unter den Geißblättern zählt sie zu den eindrucksvoll blühenden Sträuchern.

Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida)

Immergrüne Heckenkirsche (Lonicera nitida) mit kleinen, glänzend dunkelgrünen Blättern für niedrige Hecken

Ein immergrüner Strauch aus Westchina, der in Europa etwa 1 m hoch wird. Er verzweigt sich reich, seine dünnen Zweige stehen kreuzgegenständig. Die Blätter sind breit eiförmig, 6-12 mm lang und glänzend dunkelgrün. Der Strauch blüht unscheinbar im Mai und Juni. Die höchstens 1 cm großen Blüten sind cremeweiß und wachsen paarweise an kurzen Stielen aus kurzen Seitenzweigen. Auch die glänzend purpurnen, 5-6 mm großen Früchte fallen kaum auf. Dieser Strauch mit zierendem Laub verträgt Schatten und wird oft flächig als Bodendecker gepflanzt. In strengen Wintern friert er bis zum Boden zurück, treibt im Frühjahr aber stets wieder neu aus.

Häufiger als die Art werden die Gartenformen gepflanzt:

  • ‚Elephant‘ — hat waagerecht abstehende und überhängende Zweige und zweizeilig angeordnete Blätter. Sie eignet sich sehr gut zur Unterpflanzung und für niedrige Hecken.
  • ‚Hohenheimer Findling‘ — wächst unregelmäßig aufrecht und bildet bei flächiger Pflanzung einen dichten Bestand. Im Winter verliert sie nur wenige Blätter und erholt sich nach Frostschäden gut vom Grund her.
  • ‚Maigrün‘ — wächst mit bogig überhängenden Zweigen kompakt und verliert im Winter keine Blätter. Sie gilt als beste Sorte.

Wald-Geißblatt oder Deutsches Geißblatt (Lonicera periclymenum)

Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) mit langen zweilippigen Blüten, die vor allem abends duften

Das Verbreitungszentrum liegt im atlantischen Europa, die Art kommt aber auch an den Rändern lichter Wälder in Mitteleuropa natürlich vor. Bei uns ist sie eher selten und meist verwildert. Dieser Kletterstrauch klettert bis 5 m hoch und hat eiförmige bis schmal elliptische, 5-8 cm lange Blätter, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün. Von Juni bis August erscheinen an den Enden der Kurztriebe Blüten in kopfig gedrängten Quirlen. Die Krone ist gelblichweiß, außen rot überhaucht, 4-4,5 cm lang und zweilippig; die Kronröhre ist sehr schlank, außen klebrig, mit weit herausragenden Staubblättern. Die Blüten duften stark, vor allem am Abend. Die dunkelroten, kugeligen Beeren sind 7-8 mm groß und stehen in kopfigen Fruchtständen. Das Wald-Geißblatt ist eine schöne und reich blühende Kletterpflanze für Mauern, Zäune und Pergolen.

Immergrüne Kriech-Heckenkirsche (Lonicera pileata)

Immergrüne Kriech-Heckenkirsche (Lonicera pileata) — niedriger immergrüner Bodendecker

Sie stammt aus Mittel- und Westchina. Es ist ein immergrüner Strauch mit dichtem, ausladendem Zweigaufbau, der nur 30-40 cm hoch wird. Er bildet dünne, behaarte Zweige mit eiförmigen bis länglich lanzettlichen, 5-40 mm langen, glänzend dunkelgrünen Blättern. Die blassgelben Blüten erscheinen paarweise im Mai, bleiben aber meist unter den Blättern verborgen. Die kugeligen Beeren sind purpurviolett und 6 mm groß. Der Strauch hat dieselben Eigenschaften und eine ähnliche Winterhärte wie L. nitida, wird bei uns aber seltener gepflanzt.

Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica)

Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica) mit rosa bis dunkelroten Blüten

Der laubabwerfende, bis 4 m hohe und dicht verzweigte Strauch hat eiförmige bis eiförmig-lanzettliche, 3-6 cm lange Blätter, die am Grund oft herzförmig sind. Die achselständigen Blütenpaare öffnen sich im Mai und Juni. Die Blütenkrone ist 1,5-2 cm breit, dunkelrot bis weiß, die Oberlippe fast bis zum Grund eingeschnitten. Die Beeren sind verwachsen und blutrot. Die Tatarische Heckenkirsche ist von Südrussland bis zum Altai und nach Turkestan verbreitet. Bei uns wird sie seit langem verwendet, oft für Flächenpflanzungen, für Hecken und zur Unterpflanzung.

Von den zahlreichen Sorten sind nur wenige in Kultur:

  • ‚Arnold Red‘ — eine amerikanische Sorte mit großen dunkelroten Blüten und dunkelroten Früchten. Von allen Sorten dieser Gruppe hat sie die dunkelsten Blüten.
  • ‚Hack’s Red‘ — hat kräftig purpurrosa Blüten, heller als bei der Sorte ‚Arnold Red‘.

Lonicera x tellmanniana (L. sempervirens × L. tragophylla)

Lonicera x tellmanniana mit leuchtend orangegelben Blüten in dichten Quirlen

Dieser laubabwerfende, bis 5 m hoch und rasch wachsende Kletterstrauch ist eine in Budapest gezüchtete Hybride. Die Blätter sind meist eiförmig oder elliptisch, bis 10 cm lang, ziemlich dick, oberseits dunkelgrün, unterseits heller und weiß bereift. Die oberen Blattpaare sind schüsselförmig verwachsen. Der Strauch blüht im Juni und Juli. Die sehr zahlreichen Blüten stehen in dichten endständigen Quirlen. Die einzelnen Blüten sind 4-4,5 cm lang, leuchtend orangegelb und in der Knospe rötlich. Nach der Blüte bildet sich eine Fülle eiförmiger, hellroter Früchte. Diese Hybride gehört zu den wertvollsten kletternden Geißblatt-Arten, auch wenn sie etwas frostempfindlich ist. Sie braucht einen warmen, geschützten Platz.

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) mit paarigen gelblichweißen Blüten

Diese laubabwerfende Art ist in Europa von Mittelspanien bis zum Ural, in Kleinasien, im Kaukasus und in Westsibirien bis zum Altai verbreitet. Der Strauch ist 1-3 m hoch, stark verzweigt und breit aufrecht. Die Blätter sind breit eiförmig bis elliptisch, 3-6 cm lang und beidseits leicht anliegend behaart. Er blüht im Mai und Juni. Die Blüten wachsen paarweise aus den Achseln junger Triebe; ihre Krone ist 1-1,5 cm lang, gelblichweiß, außen oft rötlich, später gelb. Die Beeren sind 5-7 mm groß, kugelig, glänzend rot und saftig. Dieser anspruchslose Strauch verträgt auch trockene Böden und wird für Hecken und Flächenpflanzungen verwendet.

Ist Geißblatt giftig?

Für die oben beschriebenen Zier-Geißblätter gilt: Die Früchte sind saftige Beeren und meist giftig — das betrifft auch so verbreitete Arten wie die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) oder die Tatarische Heckenkirsche. Die Beeren sind daher nicht zum Verzehr bestimmt, und in einem Garten, in dem Kinder spielen, sollte man das wissen. Blätter und Holz sind unproblematisch.

Eine Ausnahme ist die Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea var. kamtschatica), besser bekannt als Maibeere oder Honigbeere — sie wird gerade wegen ihrer essbaren blauen Früchte angebaut und ist nicht mit den Zier-Geißblättern aus diesem Artikel zu verwechseln.

Geißblatt pflanzen, pflegen und düngen

Geißblätter gehören zu den anspruchslosen Gehölzen: Sie vertragen Sonne wie Schatten, kommen mit normaler Gartenerde aus, und viele Arten meistern auch trockenere Standorte. Kletternde Arten brauchen eine Kletterhilfe — eine Pergola, ein Drahtgitter oder ein Rankgitter an der Wand. Strauchige Arten halten Sie durch regelmäßigen Schnitt von Sträuchern und Kletterpflanzen in Form. Vermehrt werden sie durch Aussaat oder Stecklinge.

  • Streuen Sie DÜNGEE im Frühjahr rund um den Strauch im Bereich der Kronentraufe aus — nur leicht bestäuben, keine dicke Schicht.
  • Während der Vegetationszeit tut belaubten Sträuchern eine Spritzung gut: einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser verrühren und abseihen.

Wie Sie einen Dünger auswählen, der den ganzen Garten auf einmal abdeckt, erklären wir im Artikel Universaldünger. Zur selben Gehölzgruppe gehören auch weitere blühende Sträucher sowie immergrüne Ziersträucher, und unter den Kletterpflanzen finden Sie das Geißblatt in der Übersicht der Kletterpflanzen.

DÜNGEE im Onlineshop Dosierung und Anwendung