Gilbweiderich (Lysimachia): Arten, Pfennigkraut und Pflege
Pfennigkraut, Punktierter und Gewöhnlicher Gilbweiderich — erkennen, pflanzen und düngen
Gilbweiderich – eine Steingartenstaude mit gelben Blüten (Gattung Lysimachia)

(Lysimachia)
Die Gattung Gilbweiderich (Lysimachia) umfasst verschiedene Pflanzenarten, die weltweit verbreitet sind. Gilbweiderich-Arten gelten traditionell als Kräuter und Sträucher und sind für ihre auffälligen Blüten und oft auch für ihr frischgrünes Laub bekannt. Das Aussehen hängt von der jeweiligen Art ab, es gibt aber einige allgemeine Merkmale, die für diese Gattung typisch sind.
Wie Gilbweiderich aussieht
Blüten: Die Blüten sind häufig röhren- oder glockenförmig und haben unterschiedliche Farben, darunter Weiß, Gelb, Orange oder Rosa.
Blätter: Die Blätter stehen meist wechselständig, sind einfach und haben gezähnte Ränder. Viele Arten haben sattgrünes Laub.
Wuchs und Habitus: Gilbweiderich kann einjährig oder ausdauernd wachsen, als Staude, Strauch oder Halbstrauch.
Standort: Gilbweiderich wächst häufig in Feuchtgebieten, an Fluss- und Seeufern, in Auwäldern und auf Feuchtwiesen.
Artenzahl: In der Gattung Lysimachia sind mehr als 150 Arten beschrieben, und es kommen immer wieder neue hinzu.
Einige Gilbweiderich-Arten sind als Zierpflanzen im Garten beliebt, weil sie schön blühen und gut belaubt sind. Zugleich sind sie in der Natur ein wichtiger Teil der Ökosysteme, denn sie dienen manchen Tieren als Nahrung und helfen, Boden und Feuchtigkeit in Feuchtgebieten zu halten.
Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)

Der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris), auch Gemeiner Gilbweiderich oder Goldfelberich genannt, wächst in gemäßigten Klimazonen und gilt im Garten oft als stark wuchernd.
Wie der Gewöhnliche Gilbweiderich aussieht
- Blüten: Die Blüten sind schalen- bis glockenförmig und goldgelb, meist mit orangeroter Mitte. Sie stehen in traubigen Blütenständen an den Triebspitzen.
- Blätter: Die Blätter sind länglich, meist wechselständig, grün und ganzrandig.
- Habitus: Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine ausdauernde Staude, die 30 bis 100 Zentimeter hoch wird.
Standort: Man findet die Pflanze häufig an feuchten Standorten wie Auwäldern, Bach- und Flussufern, in Feuchtgebieten und an anderen nassen Stellen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Gegenden mit gemäßigtem Klima.
Der Gewöhnliche Gilbweiderich kann im Beet mit der Zeit stark wuchern und andere Pflanzen verdrängen. Deshalb sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass ein Platz im Garten zu einer unkontrollierten Ausbreitung führen kann. Wenn Sie ihn dennoch anbauen möchten, halten Sie ihn in Schach und entfernen Sie neue Ausläufer regelmäßig, damit er nicht in die Umgebung auswandert.
Dank seiner schönen Blüten ist der Gewöhnliche Gilbweiderich eine reizvolle Pflanze für den Ziergarten, Sie sollten allerdings seine unkontrollierte Ausbreitung im Auge behalten und ihn regelmäßig zurücknehmen.
Punktierter Gilbweiderich (Lysimachia punctata): Anbau und Rückschnitt nach der Blüte


Der Punktierte Gilbweiderich (Lysimachia punctata) ist eine beliebte Zierpflanze, die im Garten wegen ihrer auffälligen Blüten und ihres attraktiven Laubs kultiviert wird.
Wie der Punktierte Gilbweiderich aussieht
Die Blüten sind schalenförmig und leuchtend gelb. Sie sitzen quirlig in den Blattachseln entlang des Stängels.
Die Blätter sind länglich und haben orangefarbene Punkte auf hellgrünem Grund, was der Pflanze ein hübsches Aussehen verleiht. Diese Punktierung ist, wie der Name schon sagt, eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale dieser Pflanze.
Habitus: Der Punktierte Gilbweiderich ist eine ausdauernde Staude, die 30 bis 90 Zentimeter hoch wird.
Wie man den Punktierten Gilbweiderich anbaut
Standort: Der Punktierte Gilbweiderich bevorzugt Halbschatten oder volle Sonne, verträgt aber auch lichten Schatten. Gut wächst er in feuchtem, zugleich durchlässigem Boden.
Boden: Die Pflanze mag humosen, gut drainierten Boden. Verbessern können Sie ihn mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger. Düngee lässt sich ganzjährig einsetzen, allerdings eher sparsam.
Vermehrung: Der Punktierte Gilbweiderich wird meist im Frühjahr oder Herbst durch Teilung der Horste vermehrt. Sie können neue Pflanzen auch aus Samen ziehen, das ist allerdings etwas aufwendiger.
Weitere Pflege: Entfernen Sie Verblühtes regelmäßig, damit die Pflanze nachblüht und attraktiv bleibt.
Der Punktierte Gilbweiderich ist wegen seiner Blüten und der punktierten Blätter eine reizvolle Pflanze für den Ziergarten. Wenn Sie ihn sorgfältig pflegen und ihm gute Bedingungen bieten, wird er zu einer schönen Ergänzung Ihres Gartens.
Der Punktierte Gilbweiderich passt in größere Steingärten, wo er ein hübscher Hintergrund für niedrigere Steingartenpflanzen sein kann. Da er recht hoch wird, pflanzt man ihn besser in den hinteren Bereich, an einen Zaun oder an eine Mauer.
Punktierter Gilbweiderich nach der Blüte: Sobald die gelben Blütentriebe verblüht sind, schneiden Sie sie bodennah zurück. Der Horst treibt bis zum Herbst frisches Laub nach und sät sich nicht über das Beet aus. Er breitet sich außerdem über unterirdische Ausläufer aus, deshalb lohnt es sich, ihn alle drei bis vier Jahre im Frühjahr auszugraben und zu teilen — das verjüngt ihn und hält ihn zugleich in Grenzen. Über den Winter zieht der oberirdische Teil ein und die Pflanze treibt erst im Frühjahr wieder aus; im Herbst genügt es daher, sie zu mulchen und in Ruhe zu lassen.
Pfennigkraut (Lysimachia nummularia): Pflanzen und Vermehren

Das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) ist eine ausdauernde Staude, die für ihr dekoratives Laub und die auffälligen Blüten geschätzt wird. Sie eignet sich für den Garten und für die Ränder von Wasserstellen.
Wie Pfennigkraut aussieht
Blüten: Die Blüten des Pfennigkrauts sind schalenförmig und hellgelb bis goldgelb. Sie stehen einzeln, höchstens zu zweit, in den Blattachseln der Triebe.
Blätter: Die Blätter sind klein, rund und erinnern in der Form an Münzen — daher der deutsche Name Pfennigkraut und das Artepitheton „nummularia“. Meist sind sie hellgrün; wächst die Pflanze im Schatten, können sie ins Gelbliche gehen.
Habitus: Pfennigkraut ist ein niedriger, kriechender Bodendecker, der über den Boden wächst und dichte Teppiche bildet. Es wird 10 bis 30 Zentimeter hoch.
Wie man Pfennigkraut anbaut
Standort: Diese Pflanze bevorzugt Halbschatten bis Schatten, weshalb sie sich gut unter Bäumen, an den Rändern von Gartenteichen oder an anderen feuchten, schattigen Stellen macht.
Boden: Pfennigkraut wächst am besten in gut drainiertem, feuchtem Boden. Sie können es auch in einen Boden mit hohem Humusanteil setzen.
Vermehrung: Die Pflanze wird üblicherweise im Frühjahr oder Herbst durch Teilung der Horste vermehrt. Sie können neue Pflanzen auch aus Stängelstecklingen ziehen.
Weitere Pflege: Pfennigkraut ist pflegeleicht. Es kann allerdings wuchern, deshalb sollten Sie seine Ausbreitung regelmäßig kontrollieren und den Boden mulchen, damit ringsherum weniger Beikraut aufkommt.
Pfennigkraut eignet sich für Gärten, die einen Bodendecker für schattigere oder feuchtere Bereiche brauchen. Seine kleinen Blätter und die hellen Blüten bringen Struktur und Abwechslung in die Gartengestaltung. Im Steingarten ergänzt es höhere Pflanzen und Ziergräser ausgezeichnet.
Düngung von Außen- und Zierpflanzen samt Gilbweiderich
- Sie können ihn in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie Düngee als Sud an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Sud.
Gilbweiderich hat keinen hohen Nährstoffbedarf. Ihm genügt eine Gabe natürlichen organischen Universaldüngers im Frühjahr zum Austrieb und gegebenenfalls eine zweite nach der Blüte. Die genaue Menge je Pflanze finden Sie in der Übersicht zur Dosierung, die Zusammenfassung für das ganze Beet dann im Artikel über die Düngung von Außen- und Zierpflanzen.
