Goldprimel
Die Goldprimel (Androsace vitaliana) ist eine gelb blühende Polsterstaude für den Steingarten. So pflanzen, vermehren und überwintern Sie sie richtig.
Inhalt
Goldprimel – eine etwas andere Primel

(Androsace vitaliana, syn. Vitaliana primuliflora, Douglasia vitaliana)
Die Goldprimel gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Früher wurde sie in eigene Gattungen wie Vitaliana oder Douglasia gestellt; heute gilt sie als Art der Gattung Androsace – auf Deutsch Mannsschild. Der Gattungsname Douglasia hat übrigens nichts mit der Douglasie zu tun, jenem großen Nadelbaum – die Ähnlichkeit der Namen ist reiner Zufall.
Es handelt sich um eine niedrige, polsterbildende Staude, die von Natur aus in felsigem Gelände und im Hochgebirge wächst – in den Pyrenäen, den Alpen und im Apennin. Im Garten ist sie deshalb eine klassische Steingartenpflanze.
Die Blätter der Goldprimel sind klein, schmal und graugrün – eine Anpassung an trockene, windige Gebirgslagen. Die Blüten sind leuchtend gelb, sitzen dicht über dem Polster und erscheinen im Frühjahr. Verwandte Arten wie Androsace montana (früher Douglasia montana) blühen dagegen rosa und bilden ebenso dichte Polster in hochalpinen Lagen.
Goldprimel als Polsterstaude im Steingarten

Die Goldprimel (Androsace vitaliana) ist eine zierliche Alpenpflanze aus den Gebirgen Europas und eine der dankbarsten Polsterstauden für Steingarten und Trog.
So sieht die Goldprimel aus
- Die Goldprimel ist eine kleine Staude mit kissenförmigem Wuchs. Sie bildet dichte, flache Polster aus grünen Blättern.
- Die Blätter sind klein, schmal, dunkelgrün und leicht ledrig.
- Die Blüten sind klein und haben fünf gelbe Kronblätter. Sie sitzen fast stiellos auf dem Polster und erscheinen meist im Frühjahr.
So kultivieren Sie die Goldprimel
Standort: Diese Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Ihr bekommt ein gut durchlässiger, sandiger oder steiniger Boden mit geringem Nährstoffgehalt.
Gießen: Die Goldprimel ist beim Gießen anspruchslos. Wichtig ist, sie nicht zu stark zu wässern – vor allem, wenn sie in sandigem Boden steht, der das Wasser gut ableitet.
Winterschutz: In Gebirgslagen ist es sinnvoll, die Pflanze vor zu viel Winternässe zu schützen. Sie können sie zum Beispiel mit trockenem Laub abdecken.
Vermehrung: Die Goldprimel lässt sich im Frühjahr durch Aussaat oder durch Teilung der Horste vermehren.
Pflanzung: Achten Sie beim Pflanzen auf einen gut drainierten Platz. Am besten gedeiht sie im Steingarten, wo die Steine für eine ausgezeichnete Drainage sorgen.
Sparsam düngen: Diese Pflanze braucht keine kräftige Düngung. Ein zu nährstoffreicher Boden ließe das kompakte Polster auseinanderfallen. Gut ist es, sie gelegentlich mit DÜNGEE zu versorgen, der ihr alle nötigen Nährstoffe liefert.
Androsace vitaliana vermehren
Die Goldprimel (Androsace vitaliana) lässt sich auf mehrere Arten vermehren, am häufigsten durch Aussaat und durch Teilung der Horste. Wählen Sie die Methode, die Ihnen am besten liegt – und denken Sie daran, dass die Aussaat der längere Weg ist und Sie mit der ersten Blüte erst im nächsten Jahr rechnen können.
1. Vermehrung durch Aussaat:
- Die Samen gewinnen Sie aus den ausgereiften Fruchtständen, die sich nach der Blüte bilden.
- Sammeln Sie die Samen erst, wenn der Fruchtstand abgetrocknet und die Samen vollständig reif sind.
- Säen Sie die Samen flach in ein gut durchlässiges Substrat, etwa eine Mischung aus Torf und Sand.
- Decken Sie die Aussaatschalen mit einer durchsichtigen Folie oder mit Glas ab, damit für die Keimung ein feuchtes, geschütztes Klima entsteht.
- Halten Sie das Substrat feucht, gießen Sie aber nicht nach (die Abdeckung sollte die Feuchtigkeit halten). Die Keimung kann mehrere Wochen dauern – haben Sie Geduld.
- Sobald die jungen Pflanzen erscheinen und kräftig genug sind, können Sie sie in größere Gefäße oder ins Freiland pikieren (im Frühjahr besser erst nach den Eisheiligen Mitte Mai).
2. Teilung der Horste:
- Die Teilung nehmen Sie am besten im Frühjahr vor, wenn das Wachstum wieder einsetzt.
- Heben Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Boden und teilen Sie das Polster behutsam in kleinere Stücke. Ein scharfes Werkzeug hält den Schaden an den Wurzeln gering.
- Jedes neue Teilstück sollte genügend Wurzeln und oberirdische Triebe haben.
- Die Teilstücke pflanzen Sie in vorbereitete Beete oder Töpfe. Achten Sie dabei darauf, dass die jungen Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit haben und vor zu praller Sonne geschützt sind.
Denken Sie daran: Jede Vermehrung ist am Anfang etwas anspruchsvoll und verlangt Geduld und Aufmerksamkeit. Aber die Freude über die ersten eigenen Blüten wiegt das reichlich auf!
Anbau und Vermehrung der Goldprimel sind insgesamt recht unkompliziert, besonders wenn Sie schon etwas Erfahrung mit Stauden haben. Andernfalls schadet es nicht, sich in einer Staudengärtnerei beraten zu lassen – dort bekommen Sie wertvolle Tipps für den Anfang.
Goldprimel überwintern

Obwohl die Goldprimel (Androsace vitaliana) eine alpine Pflanze ist, empfiehlt es sich meist, sie vor extremen Winterbedingungen zu schützen – vor allem, wenn Sie sie in Regionen mit strengen Wintern kultivieren. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Hinweise zur Überwinterung dieser schönen Steingartenstaude.
Schutz vor Nässe und Frost: Steht die Pflanze im Freien, kann es sinnvoll sein, sie vor zu viel Nässe und Schnee zu schützen, die Fäulnis auslösen können – vor allem aber vor Kahlfrost, der ihr zusetzt. Decken Sie die Pflanze mit trockenem Laub oder mit Schutzmaterial wie Jutegewebe ab.
Goldprimel im Hochgebirge: In den Gebirgslagen, aus denen die Goldprimel stammt, liegt im Winter natürlicherweise eine Schneedecke, die sie vor Frost schützt. Wenn bei Ihnen der Schnee zuverlässig liegen bleibt, sind weitere Maßnahmen oft gar nicht nötig.
Kultur im Gefäß: Halten Sie die Goldprimel in Töpfen oder Trögen, stellen Sie die Gefäße an einen Platz, der vor direktem Wind und Frost geschützt ist. Sie können sie auch mit Isoliermaterial umwickeln oder in einen kühlen Raum bringen.
Vorbereitung auf den Winter: Prüfen Sie vor dem Winter den Zustand der Pflanze und entfernen Sie trockene oder beschädigte Teile. Das senkt das Risiko von Krankheiten und Fäulnis über den Winter.
Wie viel Winterschutz nötig ist, hängt vom Klima Ihrer Region ab. In Gegenden mit milden Wintern und wenig Frost kommt die Goldprimel meist ohne besonderen Schutz durch. In Regionen mit strengen Wintern und starkem Frost lohnen sich dagegen einige der oben genannten Maßnahmen.
Düngung von Freiland- und Zierpflanzen
- Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie einen Auszug aus DÜNGEE an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
