Großblütige Abelie
Ein Strauch, der von Juni bis Oktober blüht und in milden Wintern sein Laub behält. Er möchte Wärme und einen windgeschützten Platz.

Die Abelie in ihrer großblütigen Form ist ein Ziergehölz mit langer Blütezeit und elegantem Wuchs, das den Garten mit zarten Blüten und glänzendem Laub belebt.
- Standort: sonnig, warm und geschützt
- Wuchshöhe: 1,5–2 m
- Blütezeit: Juni–Oktober
- Vermehrung: Stecklinge
Die Großblütige Abelie (Abelia × grandiflora) gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und stammt aus einer Kreuzung der Arten Abelia chinensis und Abelia uniflora. Im 19. Jahrhundert kam sie nach Europa und gewann als attraktiver Strauch mit langer Blütezeit rasch an Beliebtheit. Die Pflanze bildet einen dichten, leicht überhängenden Strauch mit kleinen, dunkelgrünen, glänzenden Blättern, die teilweise wintergrün sind. Im Herbst färbt sich das Laub häufig bronzefarben.
Die Blüten sind trichterförmig, weiß bis zartrosa und erscheinen nach und nach von Juni bis Oktober. Ihr feiner Duft zieht Schmetterlinge und Bienen an, wodurch die Abelie eine wertvolle Bienenweide ist. Den Zierwert unterstreichen zudem die haltbaren Kelchblätter, die nach der Blüte an der Pflanze bleiben und ihr bis in den Winter Farbe geben.
Standort und Pflege der großblütigen Abelie

Die Großblütige Abelie braucht einen sonnigen und warmen Standort, geschützt vor starkem Wind. Am besten gedeiht sie in humusreicher, gut durchlässiger Erde. In jungen Jahren ist sie frostempfindlicher, deshalb schützt man sie im Winter mit Mulch oder Reisig. Ältere Pflanzen vertragen leichte Fröste bereits deutlich besser.
Gegossen wird regelmäßig, vor allem in Trockenperioden. Die Pflanze dankt es auch, wenn sie mit einem Dünger für Blütensträucher versorgt wird, idealerweise mit einem organischen wie Düngee, der eine reiche Blüte und gesundes Wachstum unterstützt.
Abelie schneiden und in Form bringen
Die Abelie verträgt den Schnitt gut. Nach dem Winter lassen sich schwache oder erfrorene Triebe entfernen, um die kompakte Form des Strauches zu erhalten. Ein stärkerer Verjüngungsschnitt kann alle paar Jahre erfolgen, damit die Pflanze vital bleibt und reich blüht.
Verwendung im Garten
Dank ihrer langen Blütezeit und ihres attraktiven Erscheinungsbildes eignet sich die Großblütige Abelie als Solitär, für Hecken oder gemischte Zierpflanzungen. Sie wirkt elegant sowohl in modernen als auch in naturnah gestalteten Gärten.
Wenn Sie sich auch für weitere Arten dieser Gattung interessieren, lesen Sie unseren Artikel über die Abelie.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Abelie winterhart?
Nur bedingt. In wärmeren Lagen und windgeschützt an einer Hauswand überwintert sie, starker Kahlfrost verbrennt ihr jedoch die Jahrestriebe. Es hilft, den Wurzelhals zu mulchen und mit Reisig abzudecken; selbst wenn der oberirdische Teil zurückfriert, treibt sie meist von der Basis wieder aus.
Wann schneidet man die Abelie?
Im Frühjahr, vor dem Austrieb. Die Abelie blüht am diesjährigen Holz, Sie verlieren also keine Blüten — im Gegenteil, der Schnitt fördert neue Triebe, an denen sich die Blüten bilden. Erfrorene Teile entfernen Sie erst nach dem Austrieb, damit Sie sehen, was noch lebt.
Wie lange blüht die Abelie?
Von Juni bis Oktober und damit am längsten unter den gängigen Ziersträuchern. Die kleinen trichterförmigen Blüten setzen bis zu den ersten Frösten immer wieder an, und danach bleiben die rosafarbenen Kelchblätter stehen, die weiter schmücken.
Verliert die Abelie ihr Laub?
Das hängt vom Winter ab. In einem milden Winter behält sie einen Teil der Blätter und verhält sich wie ein halbimmergrüner Strauch, nach einem harten Winter wirft sie das Laub vollständig ab.
Wie vermehrt man die Abelie?
Über halbreife Stecklinge im Juli und August, die unter Folie in drei bis vier Wochen bewurzeln.
Womit düngt man die Abelie?
Mit einer Gabe organischem Dünger im Frühjahr, flach in den Boden rund um den Strauch eingearbeitet. Eine späte Stickstoffdüngung lässt die Jahrestriebe unausgereift, sodass ihnen der Frost im Winter eher schadet.
