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Gynura (Samtpflanze)

Zimmerpflanze mit samtig violetten Blättern. Die Farbe hält sie nur bei ausreichend Licht.

Gynura – in einem Topf auf einem Holzbrett

Die Gynura gehört zu den attraktiven Zimmerpflanzen und wird vor allem wegen ihrer dekorativen Blätter geschätzt. Am häufigsten trifft man auf Gynura aurantiaca, auch als Purple Passion oder Samtpflanze bekannt, beliebt für ihre samtigen, violett gefärbten Blätter. Die Pflanzen sind pflegeleicht und eignen sich auch für Einsteiger.

In ihrer Heimat wächst die Gynura in den Tropen Asiens, wo es feucht und warm ist – und genau das sollte sich auch in der Pflege zu Hause widerspiegeln. Sie bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Sonne und regelmäßige, aber maßvolle Wassergaben. Wichtig ist außerdem, kein Wasser im Untersetzer stehen zu lassen, das würde die Wurzeln schädigen.

  • die Gynura ist eine attraktive Zimmerpflanze mit dekorativen Blättern
  • sie braucht einen hellen Standort und regelmäßiges Gießen ohne Staunässe
  • dank der unkomplizierten Pflege eignet sie sich auch für Anfänger

Botanische Beschreibung

Gynura – im Topf auf dem Boden stehend

Die Gynura, bekannt für ihre auffällige Struktur und Farbe, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Zur Gattung gehören mehrere Arten, darunter die beliebte Gynura aurantiaca, auch Purple Passion oder Purple Velvet Plant genannt.

Gynura aurantiaca  (Purple Passion) ist bekannt für ihre einzigartigen  violetten Härchen , die Blätter und Stängel überziehen – sie sorgen für die  samtige Textur . Die Blätter sind meist dunkelgrün mit  purpurnem Schimmer  und in Form wie Größe unterschiedlich, in der Regel jedoch lanzettlich mit gesägtem Rand.

  • Blütenfarbe : Gynura aurantiaca trägt  orangefarbene Blüten , die als Körbchen erscheinen und durch ihre kräftige Farbe auffallen.
  • Wuchs : Es handelt sich um eine kriechende, immergrüne Staude, die zu Hause meist als Zimmerpflanze gezogen wird.
  • Verbreitung : In der Natur kommt die Gattung in den tropischen Gebieten Afrikas und Asiens vor.

Geschätzt wird die Pflanze vor allem für ihre attraktiven  Blätter , die in der Innenraumgestaltung gern in den Vordergrund gerückt werden – die Blüten verströmen dagegen einen eher unangenehmen Geruch.

Gynura-Arten

Gynura Purple Passion mit dunkelvioletten Blättern und Stängeln

Die Gynura, bekannt für ihre attraktiven Blätter, umfasst mehrere Arten, die üblicherweise im Zimmer gezogen werden. Dazu gehören Gynura aurantiaca und Gynura sarmentosa. Beliebt sind sie wegen ihrer leuchtenden Farben und der einfachen Pflege.

Gynura aurantiaca, die Purple Passion oder Samtschönheit unter den Zimmerpflanzen, fällt durch ihre halbstrauchigen Stängel und behaarten Blätter mit orangefarbenem Schimmer auf. Diese Art bevorzugt einen hellen Standort, meidet aber die direkte Sonne – das gilt es bei der Pflege zu beachten.

Gynura sarmentosa, auch bekannt als kletternde Samtpflanze, mag es warm und feucht. Ihre Stängel sind mit feinen Härchen besetzt und wachsen rasch. Die Blätter sind kräftig grün mit violetter Unterseite – hübsch für alle, die etwas Farbe in den Raum bringen wollen.

Zu den weniger bekannten Arten zählt Gynura scandens, deren Wuchs sich durch regelmäßigen Rückschnitt gut in Grenzen halten lässt. Bei allen Gynura-Arten gilt: ausreichend gießen, aber Staunässe vermeiden – sie führt zu Wurzelfäule.

Bedeutung und Verwendung

Die Gynura, im Handel auch als Royal Velvet Plant geführt, ist eine attraktive Zimmerpflanze mit dekorativem Laub. Ihr Nutzen reicht von der Wirkung im Wohnraum bis zur Bereicherung des Zimmergartens.

Gynura , besonders die Sorte  Gynura aurantiaca , wird für ihre  attraktiven Blätter geschätzt, die eine kräftig purpurne Farbe zeigen. Die Pflanze eignet sich für die  Kultur im Zimmer  und ist dank ihrer Anspruchslosigkeit ein  wirkungsvoller Blickfang  in modernen wie klassischen Räumen.  Meist  zieht man sie als  Zimmerpflanze , deren samtige Blätter dem Raum eine besondere Note geben.

Vor allem für ihre Zierwirkung kultiviert, bereichert die Gynura auch die Pflanzenvielfalt im Zimmergarten. Ihr immergrünes Laub bringt ein beständiges Element in eine sonst überwiegend saisonale Bepflanzung. Zudem wird sie für ihre Wirkung im Wohnraum geschätzt und gilt nicht als giftige Zimmerpflanze.

Kultur und Standort

Gynura – kräftige grüne Blätter im Sonnenlicht

Zur erfolgreichen Kultur der Gynura gehören der richtige Lichteinfall, das richtige Gießen und eine passende Luftfeuchte samt Temperatur. Wichtig sind außerdem ein geeigneter Topf, gutes Substrat und ein funktionierender Wasserabzug.

Lichtverhältnisse

Die Gynura braucht viel Licht, reagiert aber empfindlich auf direkte Sonne, die ihre Blätter verbrennt. Ideal ist ein Platz mit hellem, indirektem Licht. Im Halbschatten kommt sie zurecht, verliert dort aber an Farbe.  Ein Platz nahe einem Ost- oder Westfenster  ist gut geeignet, weil die Pflanze dort die milde Morgen- oder Abendsonne bekommt.

Gießen

Gegossen wird regelmäßig, aber mit Blick auf die Feuchte im Topf. Wichtig ist eine gleichmäßige  Bodenfeuchte , zugleich muss Staunässe vermieden werden, die zu Wurzelfäule führt. Bewährt hat sich, die obere Substratschicht zwischen zwei Wassergaben leicht antrocknen zu lassen.

Luftfeuchte und Temperatur

Die Gynura gedeiht bei  hoher Luftfeuchte , idealerweise zwischen 60 und 70 %. Die Luftfeuchte erhöhen Sie mit feuchten Kieseln im Untersetzer oder mit einem Luftbefeuchter. Die Gynura nicht besprühen – auf den samtig behaarten Blättern hinterlassen Tropfen Flecken und die Stellen faulen leicht. Am wohlsten fühlt sie sich bei  18 bis 24 °C . Zugluft und starke Temperaturschwankungen sollte man ihr ersparen.

Während der Wachstumszeit freut sich die Gynura über regelmäßige schwache Düngergaben. Ein hochwertiges  Zimmerpflanzensubstrat mit gutem Wasserabzug  ist die Grundlage, die Staunässe verhindert und für eine gesunde Entwicklung sorgt.

Gynura düngen

Für gesundes Wachstum und eine kräftige Blattfarbe braucht die Gynura regelmäßig Nährstoffe. Der perfekte Naturdünger DÜNGEE liefert ihr alles Nötige und gibt die Nährstoffe nach und nach ab.

Mit DÜNGEE können Sie die Pflanze düngen, ohne Verbrennungen befürchten zu müssen. Es genügt, einmal im Monat etwas davon rund um die Pflanze zu streuen oder einen Auszug ins Gießwasser zu geben (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). Die genaue Dosierung finden Sie in der Dosierungstabelle.  

Gynura mit dunkelviolett gefärbtem, samtigem Laub
Gynura mit kräftig violetten Blättern und grünem Stängel
Gynura mit dunkelvioletten Blättern in grünlichem Licht
Gynura – in einem Topf auf einem Holzbrett

Vermehrung und Umtopfen

Die Gynura lässt sich gut über Stecklinge vermehren, und regelmäßiges Umtopfen hält sie gesund. Dabei kommt es auf das richtige Bewurzelungsmittel und auf die Vorbeugung von Wurzelfäule an.

Stecklinge

Für die Vermehrung eignen sich Kopfstecklinge, die im Frühjahr geschnitten werden. Vor dem Stecken taucht man sie in ein Bewurzelungspulver, das erleichtert das Anwachsen. Wichtig ist eine Substrattemperatur zwischen 18 und 21 °C.

Umtopfen

Gynura – gerade aufblühende gelbe Blüte

Umgetopft wird die Gynura im Frühjahr des zweiten Standjahres. Kneifen Sie dabei die Triebspitzen aus – die Pflanze verzweigt sich dann und verkahlt nicht von unten. Der Wechsel in frisches Substrat sorgt für genügend Nährstoffe und Platz für die Wurzeln und beugt Wurzelfäule vor.

Besondere Ansprüche

Die Gynura ist eine attraktive Zimmerpflanze, die eine gezielte Pflege braucht, damit ihr leuchtend gefärbtes Laub zur Geltung kommt.

Zu häufiges Gießen ist der klassische Fehler; bei der Gynura führt es zu Wurzelfäule.  Gegossen wird erst, wenn sich die Erde im Topf trocken anfühlt.  Überschüssige Feuchtigkeit schadet, deshalb braucht der Topf einen guten Wasserabzug.

Die Pflanze bevorzugt  eine gleichmäßige Zimmertemperatur  und mag keine starken Schwankungen. Der ideale Platz bietet helles, aber indirektes Licht – dafür eignet sich etwa ein  nach Nordosten ausgerichtetes FensterDirekte Sonne kann die feinen Härchen auf den Blättern beschädigen , denen die Pflanze ihr samtiges Aussehen verdankt. Reicht das Licht in der Wohnung nicht aus, hilft  künstliche Beleuchtung .

Die Gynura stammt aus tropischen Regionen wie  Indonesien  und schätzt daher  hohe Luftfeuchte . Um die  optimale Luftfeuchte  zu halten, eignet sich ein Luftbefeuchter; besprüht werden die Blätter aber nicht. Sie können den Topf auch auf eine Schale mit feuchtem Kies stellen, damit die Feuchtigkeit direkt um die Pflanze herum verdunstet.

Pflege zu Hause

Gynura – gelbe Blüte dieser Pflanze

Die Pflege der Gynura, auch Purple Passion genannt, verlangt Aufmerksamkeit bei einigen wenigen Punkten: Standort, Gießen und Düngeplan. Bei richtiger Behandlung gedeiht sie zuverlässig – dazu gehören ausreichend Licht, eine gleichmäßige Substratfeuchte und regelmäßige Nährstoffgaben im Rhythmus der Wachstumszeit.

Standort und Licht

Die Gynura bevorzugt  helles, aber gestreutes Licht  und steht am besten an einem Fenster, das genügend Helligkeit bietet, ohne sie der direkten Sonne auszusetzen – die würde die Blätter verbrennen. Ideal ist ein Raum mit normaler Zimmertemperatur und ohne Zugluft.

Gießen

Gegossen wird regelmäßig, wobei die Erde zwischen den einzelnen  Wassergaben leicht abtrocknen sollte. Überschüssiges Wasser muss durch das Abzugsloch ablaufen können, damit keine Wurzelfäule durch stehendes Wasser im Topf entsteht.

Häufig gestellte Fragen

Welche Bedingungen braucht die Gynura?

Die Gynura mag es warm und hell, in der prallen Sonne verlieren ihre Blätter jedoch die leuchtende Farbe. Die ideale Temperatur für das Wachstum liegt zwischen 18 und 24 °C.

Wie oft sollte ich die Gynura gießen?

Regelmäßig – wichtig ist aber, die Erde zwischen den Wassergaben antrocknen zu lassen. Die Gynura mag Feuchtigkeit, stehendes Wasser im nassen Substrat führt jedoch zu Wurzelfäule.

Welche Schädlinge und Krankheiten treten bei der Gynura auf?

Gynuren können von Blattläusen befallen werden und unter Pilzinfektionen leiden. Regelmäßige Kontrolle und der Verzicht auf zu hohe Feuchtigkeit halten diese Probleme in Grenzen.

Welcher Dünger ist für Gynura aurantiaca am besten?

Für kräftiges Wachstum eignet sich eine leichte, regelmäßige Düngung – einmal im Monat während der Wachstumszeit genügt. Überdüngte Gynuren wachsen in die Länge und verlieren an Blattfarbe.

Weitere Fragen zur Gynura

Warum hat meine Gynura die violette Farbe verloren?

Sie bekommt zu wenig Licht. Den violetten Samt bilden Härchen, die die Pflanze nur bei ausreichend Licht ausbildet – im Halbschatten ergrünen die Blätter. Stellen Sie sie hell, aber außerhalb der prallen Mittagssonne, die die Blätter verbrennt.

Soll man die Gynura besprühen?

Nein. Auf den samtig behaarten Blättern hinterlassen Tropfen Flecken und die Stellen können faulen. Erhöhen Sie die Luftfeuchte lieber mit feuchten Kieseln im Untersetzer oder mit einem Luftbefeuchter.

Warum verkahlt meine Gynura von unten und wächst nur in die Länge?

Das ist normal – ältere Pflanzen verholzen von unten. Regelmäßiges Entspitzen hält sie buschig, und alle zwei bis drei Jahre lohnt es sich, aus Stecklingen eine neue Pflanze zu ziehen.

Soll ich die Gynura blühen lassen?

Die meisten Pflanzenfreunde entfernen die orangefarbenen Blütenköpfe, weil sie unangenehm riechen und die Pflanze nach der Blüte oft von unten kahl wird. Gezogen wird die Gynura für ihre Blätter, nicht für die Blüten.

Wie vermehre ich die Gynura?

Über Kopfstecklinge im Frühjahr. Sie bewurzeln bei 18 bis 21 °C leicht in feuchtem Substrat, auch ohne Bewurzelungsmittel.

Womit dünge ich die Gynura?

Einmal im Monat mit einer schwachen Gabe während der Wachstumszeit, im Winter gar nicht. Überdüngte Gynuren wachsen in die Länge und die Blattfarbe lässt nach.