Helikonien
Helikonien sind tropische Zierpflanzen mit auffälligen Blütenständen. Ein Überblick über die Arten, ihre Eigenschaften und die Kultur im Gewächshaus.

Tropische Stauden für Gewächshaus und Wintergarten; geschätzte Schnittblumen
- Standort: Halbschatten bis Schatten
- Höhe: je nach Art 1–6 m
- Blütezeit: je nach Ruhephase der Art, mitunter das ganze Jahr über
- Vermehrung: durch Teilung der Rhizome
Helikonien sind stattliche, bananenähnliche Pflanzen (Musaceae) mit aufrechten oder hängenden Blütenständen und meist auffällig gefärbten Hochblättern. Die Blüten werden von Vögeln bestäubt. Im tropischen Amerika kommen rund 150 Arten vor.

Als exotische Schnittblumen eignen sich Arten mit großen, aufrechten Blütenständen, zum Beispiel:
- Heliconia bihai mit scharlachroten Hochblättern
- Heliconia wagneriana mit lachsroten, am Rand orangegelben Hochblättern
- Heliconia psittacorum, die Papageienblume, trägt am Blütenstiel 8–10 cm lange Blütenstände mit spitzen, orangeroten Deckblättern; die grünlichgelben Blüten sind an den Spitzen schwarz gefleckt. Die Blätter sind lang gestielt und lanzettlich.
- Heliconia rostrata, die Hummerschere, bildet hängende Blütenstände mit roten, an den Spitzen gelben Hochblättern.
- Heliconia indica ‚Spectabilis‘ mit schöner Blattzeichnung an jungen Pflanzen lässt sich auch in einem größeren Blumenfenster halten.
- Schwächer wachsende Arten wie H. aurantiaca und H. stricta lassen sich im Topf kultivieren.
Pflege und Kultur
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelungene Kultur sind Temperaturen von 18–22 °C, hohe Luftfeuchtigkeit und ein humusreiches Substrat.




