Menschen, die einen Garten oder Zimmerpflanzen haben, sind sicherlich bereits mit chemischen oder organischen Düngemitteln in Berührung gekommen. Auch im Herbst haben diese ihren Platz im Anbau, um dem Boden entnommene Nährstoffe zurückzuführen. Bei natürlichen Düngemitteln stellen wir uns meistens Hühner-, Pferde- oder Pferdemist vor. Uns hat ein neues Produkt auf dem tschechischen Markt begeistert: der INSEKTENKOT. Als wir in der Redaktion darüber nachdachten, sagten wir uns – warum nicht. Überall nur Pestizide, kaum noch Insekten, vielleicht steckt da etwas drin, was dem Boden gut tut – dieser Insektenkot. Wir haben uns daher mit HNOJÍK.CZ in Verbindung gesetzt, um mehr Informationen zu erhalten.
Was ist Insektenkot/HNOJÍK eigentlich?
Unser organisches Düngemittel (im Ausland bekannt als „insect frass“) ist hinsichtlich des Gehalts an Grundstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium mit Hühnermist vergleichbar, jedoch ist es im Gegensatz zu diesem völlig geruchlos, hat einen neutralen pH-Wert und muss vor der Verwendung nicht weiter verarbeitet werden. Es enthält auch Silikate, die die Zellwände der Pflanzen selbst stärken. Gerade dank des neutralen pH-Werts ist es nicht möglich, Pflanzen damit zu überdüngen (Wurzeln zu verbrennen) oder Blätter zu verbrennen. Die Besonderheit des Insektenkots wird durch den Gehalt an Chitin unterstrichen, das die exklusive Domäne dieses Düngemittels ist. B
Bei der Anwendung von Insektenkot werden Nährstoffe schrittweise und langfristig freigesetzt. Er verbessert die thermischen und lufttechnischen Eigenschaften des Bodens sowie die Bodenstruktur. All dies führt zu einer guten Durchwurzelung der Pflanzen. Insektenkot sichert das biologische Leben im Boden, erhöht den Humusanteil und trägt zu einer größeren Fruchtbarkeit bei.
Ist Chitin wirklich so großartig?
Diesen Bestandteil enthält ausschließlich Dünger aus Insektenkot. Es ist ein Stoff, der in den Flügeldecken von Käfern, den Flügeln von Schmetterlingen oder der „Haut“ von Mehlwürmern enthalten ist. Eben diese Mehlwürmer sind für die Herstellung dieses Insektenkots verantwortlich. Das erwähnte Chitin ist dafür verantwortlich, dass bei gedüngten Pflanzen Autoimmunreaktionen ausgelöst werden. Dank des Vorkommens von Chitin im Insektenkot ist es möglich, befallenen Pflanzen zu helfen. In diesem Jahr haben uns einige Tests regelrecht überrascht. Zwei Kundinnen bestätigten, dass eine Pflaume von der Scharka-Krankheit geheilt wurde, oder eine andere erfolgreich gegen die Walnussfruchtfliege an einem Walnussbaum kämpfte. Das sind Ergebnisse, die wir nicht einmal erwartet hatten, da diese Krankheit und der genannte Schädling als Problem gilt, das sich kaum anders lösen lässt als durch das Fällen des Baumes. Daneben erscheinen Erfolge gegen Mehltau oder Spinnmilben als Kleinigkeit.
Wie entsteht Insektenkot?
Mehlwürmer leben in Weizenkleie und fressen Obst und Gemüse. Im Laufe ihres Lebens produzieren sie Insektenkot und häuten sich – diese „wunderbaren“ Häutungsreste entstehen dabei. Allein schon aufgrund der Produktionsweise ist der Dünger absolut sicher für alle Menschen, Tiere und Insekten. Eine Kiste voller Mehlwürmer kann innerhalb von 90 Futtertagen 1 L Dünger produzieren.
Wofür kann HNOJÍK alles verwendet werden?
Insektenkot eignet sich für alle Pflanzen ohne Ausnahme. Er eignet sich für Zimmerpflanzen, Nutzpflanzen, Rasen, Kakteen, Sukkulenten, Bäume und Sträucher. Erfahrungen unserer Kunden werden in der Facebook-Gruppe MÁME RÁDI HNOJÍK geteilt.
Anwendungsweise und Dosierung.
Der Dünger ist ein feines, rieselfähiges Material, das an Mehl erinnert. Er kann durch Aufstreuen oder durch Einweichen angewendet werden. Aus dem Auszug lässt sich sowohl ein Sprühmittel als auch ein Gießwasser herstellen. Der Dünger ist so ergiebig, dass beispielsweise für eine Tomatenpflanze lediglich 15 ml Dünger (ein Esslöffel) um den Stängel gestreut werden müssen – nur 4-mal pro Saison. Zu Hause werden Sie wahrscheinlich 5 ml (einen Teelöffel) in 1 L Wasser in einer PET-Flasche schütteln.
Im Falle von Schädlings- oder Krankheitsbefall bei Pflanzen ist es besser, den Dünger in Wasser einzuweichen. Idealerweise wird bei diesem Verfahren ein Teil des Auszugs (Wasser) als Sprühmittel verwendet und der Rest (Wasser mit dem Düngerrückstand) als Gießwasser an die Wurzeln gegossen. Die Stärke des Auszugs beträgt 1 Esslöffel Dünger auf 1 L Wasser. Alternativ ein halber Löffel Dünger und ein halber Löffel Häutungen. Der so zubereitete Auszug wird am besten 2–3 Tage hintereinander angewendet. Am vierten Tag sollte das Ergebnis bereits sichtbar sein.
Bei gesunden Pflanzen in Töpfen genügt 1 Teelöffel Dünger auf 1 L Wasser im Gießwasser.
