Igelpolster (Acantholimon)
So pflanzen und vermehren Sie das Igelpolster im Steingarten. Alles zu Standort, Pflege und Vermehrung der stacheligen Polsterstaude.
Inhalt
Igelpolster und Stachelbart – zwei stachelige Namensvettern
(Acantholimon vs. Hericium)
Zwei ganz verschiedene Arten tragen im Deutschen den Igel im Namen. Zum einen die Steingartenpflanze Spelzen-Igelpolster (Acantholimon glumaceum) sowie weitere, weniger bekannte Igelpolster-Arten, zum anderen ein Pilz namens Dorniger Stachelbart (Hericium cirrhatum). Wir stellen beide vor – in den Steingarten gehört allerdings nur die erste.
Das Igelpolster (Acantholimon) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Es sind ausdauernde Stauden aus Gebirgsregionen, trockenen Grassteppen und felsigen Hängen. Bekannt sind sie für ihre zierlichen Blüten und die stechend spitzen Blätter, die den Polstern ihr charakteristisches Aussehen geben.
Der Stachelbart (Hericium) ist dagegen eine Pilzgattung aus der Familie der Hericiaceae. Es ist eine auffällige Gruppe von Holzbewohnern. Hericium-Arten bilden Fruchtkörper mit herabhängenden Stacheln, die an weiße Haare oder an Borsten erinnern. Die Form erinnert an einen Vollbart oder an einen Igel, daher die deutschen Namen Stachelbart und Igel-Stachelbart. Einige Arten der Gattung werden in der Küche wegen ihres Aromas geschätzt.

Spelzen-Igelpolster (Acantholimon glumaceum) als Steingartenpflanze

Das Spelzen-Igelpolster (Acantholimon glumaceum) ist eine Staude aus der Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae). Die Pflanze mit den nadelartig zugespitzten Blättern und den zarten Blüten ist im Alpinum und im Steingarten beliebt.
Wie das Spelzen-Igelpolster aussieht
- Das Igelpolster bildet dichte, halbkugelige Polster aus Blattrosetten und Blütenständen.
- Die Blätter sind schmal, silbriggrün und fein behaart, was ihnen den typischen graugrünen Ton gibt.
- Die Blüten sind klein, rosa bis violett und stehen in ährigen Blütenständen auf langen Stielen. Sie bilden einen hübschen Kontrast zum Laub.
So wird das Igelpolster kultiviert
Standort: Das Igelpolster bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Ideal sind Alpinum, Steingarten, Kiesbeet und Trockenmauer.
Boden: Die Pflanze braucht einen gut durchlässigen, sandigen oder steinigen Boden. Ein zu nährstoffreicher Boden führt zu üppigem Laub auf Kosten der Blüten.
Gießen: Das Igelpolster verträgt Trockenheit gut. Frisch gesetzte Pflanzen sollten trotzdem regelmäßig gegossen werden, bis sie eingewurzelt sind. Danach genügt sparsames Gießen.
Vermehrung: Vermehrt wird über Samen oder durch Teilung der Horste. Ausgesät wird im Frühjahr oder im Herbst, geteilt wird im Frühjahr.
Weitere Pflege: Alte Blütenstiele lassen sich nach der Blüte entfernen; das kann eine Nachblüte anregen und hält das Polster kompakt.
Überwinterung: Das Igelpolster ist frosthart, in nassen Lagen ist im Winter aber eine Abdeckung mit Mulch sinnvoll (am empfindlichsten zeigt sich Acantholimon olivieri).
Das Igelpolster ist eine hübsche Pflanze, die dem Garten ein eigenes Gesicht gibt. Wegen seiner Robustheit und des geringen Pflegeaufwands gehört es zu den Favoriten aller, die sich mit Alpinum und Steingarten beschäftigen.
Igelpolster vermehren: Aussaat, Stecklinge und Teilung
Das Igelpolster ist eine anspruchslose Pflanze und lässt sich auf mehrere Arten vermehren. Möglich sind:
- Aussaat,
- Stecklinge,
- Teilung der Horste,
- Absenker.
Ausgesät wird im Frühjahr oder im Herbst, wenn sich die Samen selbst aussäen. Die Samen lassen sich auch in einen kalten Frühbeetkasten oder ins Gewächshaus säen. Anzumerken ist, dass die Anzucht aus Samen meist weniger zuverlässig gelingt.
Stecklinge werden im Frühjahr vor der Blüte geschnitten; man nimmt sie von den Triebspitzen der Rosetten und steckt sie in feuchtes Substrat oder in Sand. Das Substrat bleibt gleichmäßig feucht, bis die Pflanzen bewurzelt sind.
Die Teilung der Horste gelingt am besten im Frühjahr, geht aber auch im Herbst. Geteilt werden ausgewachsene Pflanzen; jedes Teilstück bekommt einen Wurzelballen, ein Stück des verholzten Triebs und Laub. Die geteilten Polster kommen sofort an ihren neuen Platz.
Die letzte Möglichkeit sind Absenker. Abgesenkt wird am besten im Frühjahr oder im Herbst: Seitentriebe des Polsters werden mit Erde oder Substrat angehäufelt, und sobald sie bewurzelt sind, lassen sie sich von der Mutterpflanze trennen und umpflanzen.
Dorniger Stachelbart (Hericium cirrhatum)

Der Dornige Stachelbart ist ein Pilz, der selten an totem Buchenholz wächst, auch in deutschen Wäldern, und der auf der Roten Liste gefährdeter Pilze steht.
Junge Fruchtkörper gelten als essbar, wegen seiner Seltenheit sollte der Pilz aber geschont und stehen gelassen werden – ein Fund erfreut ohnehin schon das Auge von Pilzsammlern und Laien. Die Fruchtkörper erreichen Breiten bis 30 cm, sind weiß bis cremefarben und tragen an den Rändern abstehende Stacheln – daher der Name Stachelbart.
Verwechseln lässt er sich mit ähnlich geformten Pilzen, etwa mit dem Ästigen Stachelbart (er ist wohl am ähnlichsten), außerdem mit dem Igel-Stachelbart, dem Tannen-Stachelbart oder dem Nördlichen Zapfenstachelpilz.
Düngung von Außen- und Zierpflanzen
- Sie können in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie Düngee als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
