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Judasbaum (Cercis siliquastrum)

Laubabwerfender hoher Strauch oder kleiner Baum.

Standort: Sonnig, warm und geschützt, jeder Gartenboden, auch mit höherem Kalkgehalt

Höhe: 5–10 m

Blütezeit: Vor dem Laubaustrieb, im März–Mai

Vermehrung: Durch Aussaat

Von den sieben Arten der Gattung Cercis, die in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet ist, wird fast ausschließlich Cercis siliquastrum (Judasbaum) kultiviert.
Er gehört zur Familie der Johannisbrotgewächse (Caesalpiniaceae) und kommt im Mittelmeerraum, in Kleinasien bis in den Iran vor. Bei uns gedeiht der Judasbaum am besten in weinbaulichen Regionen oder an geschützten und warmen Standorten, z. B. an der besonnten Südseite von Mauern und Gebäuden.

Judasbaum (Cercis siliquastrum)​
Judasbaum (Cercis siliquastrum)​

Der Judasbaum wächst meistens als hoher, mäßig verzweigter Strauch.
Die Blätter sind zweizeilig angeordnet, rund, herzförmig oder nierenförmig, 6–11 cm lang, auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite graugrün.
Die Blüten haben einen schmetterlingsblütigen Aufbau, einen glockenförmigen Kelch und eine bilateral symmetrische Krone.
Das obere Fahnenblatt entsteht aus drei aufrechten Blättchen, den unteren Kiel bilden zwei große, senkrecht dazu stehende Blütenblätter.

Die hübschen rosa-roten Blüten öffnen sich vor dem Laubaustrieb. Sie bilden sich nicht nur an zweijährigen und älteren Zweigen, sondern erscheinen auch direkt an den dicken Ästen. Dieses botanische Phänomen wird als Kauliflorie bezeichnet.

Der Judasbaum ist ein interessanter und eindrucksvoller blühender Strauch, geeignet für besondere Standorte.