Echte Kamille (Chamomilla recutita)
Zier- und Heilpflanze mit vielseitiger Verwendung
- Standort: sonniger Platz mit ärmeren und trockeneren Böden
- Höhe: 20–40 cm
- Blütezeit: Juli–September
- Vermehrung: durch Aussaat
Die Echte Kamille, ursprünglich aus Südeuropa, wird bei uns seit Jahrhunderten angebaut und wächst verwildert. Sie ist seit jeher eine beliebte und meistverwendete Heilpflanze. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Sie wächst wild auf Feldern, an Wegrändern und auf unbebauten Böden. Das einjährige, 20–40 cm hohe Kraut hat verzweigte Stängel, fein gefiederte Blätter und endständige Blütenkörbchen. Die „Blüten“ mit ihrem charakteristischen Duft sind genau genommen Blütenkörbchen, die aus weißen Zungenblüten am Rand und gelben Röhrenblüten in der Mitte bestehen. Die Körbchen zeichnen sich durch einen kegelförmigen, nach oben gewölbten und hohlen Blütenboden aus, die äußeren weißen Blüten sind leicht nach unten geneigt.
Ätherische Öle und andere Wirkstoffe der Blütenkörbchen wirken entzündungshemmend, krampflösend, stärken den Magen und haben antiseptische Eigenschaften. Von Anfang Juni bis in den Herbst werden an sonnigen Tagen halbgeöffnete Körbchen geerntet und anschließend an einem luftigen und schattigen Ort getrocknet.
Die Echte Kamille besitzt auch einen Zierwert. Am besten kommt sie in naturnahen Gärten, an den Rändern eines Kräutergartens und in felsigen Gartenbereichen zur Geltung.
