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Echte Kamille (Matricaria chamomilla)

Magerer, trockener Boden bekommt ihr besser als ein gut gedüngter — auf nährstoffreichem Boden wächst sie ins Kraut statt in die Blüte.

Samentütchen Echte Kamille (Matricaria recutita) mit Kamillenblüten und einer Tasse Kamillentee

Zier- und Heilpflanze mit vielseitiger Verwendung

  • Standort: sonniger Platz mit magerem, eher trockenem Boden
  • Höhe: 20–40 cm
  • Blütezeit: Juli–September
  • Vermehrung: durch Aussaat

Die Echte Kamille stammt ursprünglich aus Südeuropa und wird bei uns seit Jahrhunderten angebaut; sie wächst auch verwildert. Sie ist seit jeher eine beliebte und die wohl meistverwendete Heilpflanze. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Wild wächst sie auf Feldern, an Wegrändern und auf unbebauten Böden. Das einjährige, 20–40 cm hohe Kraut hat verzweigte Stängel, fein gefiederte Blätter und endständige Blütenkörbchen. Die „Blüten“ mit ihrem charakteristischen Duft sind genau genommen Blütenkörbchen, die aus weißen Zungenblüten am Rand und gelben Röhrenblüten in der Mitte bestehen. Die Körbchen zeichnen sich durch einen kegelförmigen, nach oben gewölbten und hohlen Blütenboden aus, die äußeren weißen Blüten sind leicht nach unten geneigt.

Ätherische Öle und andere Wirkstoffe der Kamillenblüten wirken entzündungshemmend, krampflösend, magenstärkend und antiseptisch. Von Anfang Juni bis in den Herbst werden an sonnigen Tagen die halb geöffneten Körbchen geerntet und anschließend an einem luftigen, schattigen Ort getrocknet — die Grundlage für jeden Kamillentee.

Die Echte Kamille besitzt auch einen Zierwert. Am besten kommt sie in naturnahen Gärten, an den Rändern eines Kräutergartens und in felsigen Gartenbereichen zur Geltung.

Kamille: wann säen und ernten

Aussaat im FreilandMitte April bis Mai

Säen Sie Kamille breitwürfig direkt ins Beet, die Samen nicht bedecken.

ErnteJuli bis August

Sammeln Sie Kamillenblüten an einem sonnigen Vormittag in voller Blüte und trocknen Sie sie im Schatten.

Kamille säen: wann und warum man die Samen nicht abdeckt

Bei der Kamille entscheidet vor allem die Aussaat über den Erfolg. Die Samen brauchen zum Keimen außer Feuchtigkeit und Wärme auch Licht, deshalb werden sie nicht mit Erde bedeckt.

  • Wann: von Ende August bis Anfang September oder im Frühjahr von März bis April. Pflanzen aus der Spätsommeraussaat überwintern und blühen früher.
  • Wohin: an einen sonnigen Platz in mittelschweren oder leichteren, unkrautfreien Boden. Ist der Boden nicht schwer, drücken Sie ihn schon vor der Aussaat mit einem Brett an.
  • Wie: in flache Rillen von 1–1,5 cm Tiefe, Reihenabstand 30–40 cm. Die Samen nur in die Rillen streuen, nicht mit Erde bedecken und nicht andrücken.
  • Auflaufen: nach 8–10 Tagen, wenn die Oberfläche nicht austrocknet. Mit feiner Brause gießen, damit das Wasser die winzigen Samen nicht wegschwemmt.

Im Sommer das Beet lockern und jäten. Düngen ist nicht nötig, eine leichte Kompostgabe im Frühjahr genügt.

Kamille ernten und trocknen

Die Blütenkörbchen werden bei trockenem Wetter gepflückt, wenn der Tau abgetrocknet ist. Pflücken Sie sie von Hand oder mit einem Kamillenkamm so, dass ihnen höchstens 0,5 cm Stiel bleibt.

Die Blüten in dünner Schicht trocknen. In der Sonne verlieren sie ihren feinen Duft und die Zungenblüten vergilben, richtig getrocknete bleiben weiß. Getrocknete Kamille in einem geschlossenen Gefäß trocken und dunkel lagern. Die Pflanzen blühen nach und nach auf, Sie können also im Abstand von einigen Tagen mehrmals ernten.

Echte Kamille – Matricaria recutita

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Echte Kamille

Matricaria recutita

Samen: 3.000

Echte Kamille (Chamomilla recutita)
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Echte Kamille (Chamomilla recutita)
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