Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
So pflanzen und pflegen Sie das Gewöhnliche Katzenpfötchen im Steingarten – Standort, Blütezeit, Vermehrung und die überlieferte Verwendung in der Volksheilkunde.
Inhalt
Katzenpfötchen als Steingartenpflanze

(Antennaria)
Das Katzenpfötchen (Antennaria) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung umfasst mehrere Dutzend niedrige, teppichbildende Arten, die an den filzig behaarten Blättern und den dichten Blütenköpfchen zu erkennen sind. Katzenpfötchen wachsen vor allem in Nordamerika, Europa und Asien.
Typische Merkmale der Gattung Antennaria sind:
Blütenstand: Die Einzelblüten sind winzig und stehen in dichten Körbchen, die am Stängelende zu einer Doldentraube zusammenrücken. Die Pflanzen sind zweihäusig – männliche und weibliche Körbchen sitzen auf getrennten Exemplaren.
Blätter: Die Blätter sind klein, spatelförmig und graugrün. Die Unterseite ist dicht weißfilzig behaart, was der Pflanze den silbrigen Schimmer gibt. Die Grundblätter bilden eine flache Rosette.
Vermehrung: Katzenpfötchen vermehren sich meist vegetativ – über oberirdische Ausläufer, an denen neue Rosetten entstehen, oder durch Teilung des Horstes.
Standort: Die Arten wachsen auf trockenen, mageren und durchlässigen Standorten: auf Magerrasen, in Heiden, auf Felsgraten und steinigen Hängen.
Katzenpfötchen pflanzt man vor allem als Zierpflanzen im Steingarten, wo das silbrige Laub und die Anspruchslosigkeit auf mageren Böden zur Geltung kommen. Manche Arten sind in der freien Natur selten geworden, andere schätzt man für ihre Robustheit.
Zu den bekannten Arten gehören zum Beispiel:
- Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica)
- Alpen-Katzenpfötchen (Antennaria alpina)
- Eine nordamerikanische Art (Antennaria corymbosa)
Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica)

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) ist eine Art aus der Gattung Antennaria, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört. Sie wächst vor allem in Nord- und Mitteleuropa, in Nordasien und in Nordamerika. Die niedrige, ausdauernde Staude bildet über kriechende Ausläufer flache Teppiche.
So sieht das Gewöhnliche Katzenpfötchen aus
- Blätter: Die Grundblätter sind spatelförmig und nur etwa 3 bis 18 mm lang und 3 bis 6 mm breit. Oberseits sind sie graugrün und verkahlen mit der Zeit, unterseits sind sie dicht weißfilzig. Sie bilden eine flache Rosette, aus der die Blütenstängel mit schmalen, linealisch-lanzettlichen Blättern wachsen.
- Blüten: Die Körbchen sind klein, weiß bis rosa und stehen in einer Doldentraube am Stängelende. Weibliche Körbchen sind deutlicher rosa gefärbt, männliche eher weißlich. Die Blüte beginnt im Frühjahr und reicht bis in den Frühsommer.
So kultiviert man das Katzenpfötchen
Die Kultur ist unkompliziert, solange Standort und Pflege stimmen. Die wichtigsten Punkte im Überblick:
Standort: Das Katzenpfötchen mag volle Sonne bis leichten Halbschatten. Es braucht durchlässigen, eher mageren und leicht sauren Boden. Schwere, feuchte Böden führen zu Wurzelfäule.
Gießen: Die Pflanze kommt mit Trockenheit gut zurecht und braucht kein häufiges Gießen. Wässern Sie sparsam und lassen Sie den Boden zwischendurch abtrocknen.
Vermehrung: Samen sind kaum im Handel. Viel häufiger vermehrt man das Katzenpfötchen vegetativ – durch Teilung des Horstes oder durch Abtrennen bewurzelter Ausläufer. Gute Zeitpunkte sind das Frühjahr und der Frühherbst.
Überwinterung: Gut eingewurzelte Pflanzen sind ausreichend winterhart. In Lagen mit Kahlfrösten hilft eine leichte Abdeckung mit Reisig; dichtes Mulchen direkt am Wurzelhals sollte man vermeiden, es hält Nässe.
Weitere Pflege: Das Katzenpfötchen ist robust, bei zu viel Feuchtigkeit kann es aber Pilzkrankheiten bekommen. Ältere Polster verkahlen in der Mitte – dann lohnt es sich, den Horst zu teilen und zu verjüngen.
Geschätzt wird die Pflanze für ihr silbriges Laub und ihre Robustheit. Sie passt in den Steingarten, in Kiesbeete, in die Fugen von Plattenwegen und an trockene Böschungen.
Blütezeit des Katzenpfötchens
Das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) blüht im Frühjahr und im Frühsommer, meist von Mai bis Juli. Die Körbchen sind klein, weiß bis rosa und stehen in einer Doldentraube am Ende kurzer Stängel. Witterung und Höhenlage verschieben den Beginn, deshalb fällt die Blüte je nach Region etwas anders aus.
Die Blüte im Steingarten fördern Sie so:
Der richtige Standort: Geben Sie dem Katzenpfötchen einen vollsonnigen Platz im Steingarten. Das steinige Umfeld kommt ihm entgegen, weil es durchlässigen Boden braucht und Trockenheit verträgt.
Boden: Das Katzenpfötchen bevorzugt nährstoffarmen Boden. Zu nährstoffreiche Substrate treiben das Laub auf Kosten der Blüten.
Gießen: Trockenheit macht der Pflanze wenig aus. Im ersten Jahr nach der Pflanzung hilft regelmäßiges Wässern beim Einwurzeln, später genügt Gießen in langen Trockenphasen.
Mulchen: Eine dünne Schicht Splitt oder Kies rund um den Horst hält den Wurzelhals trocken, bremst Unkraut und speichert Wärme – das bekommt dem Katzenpfötchen besser als organischer Mulch.
Düngung: Das Katzenpfötchen braucht keine kräftige Düngung. Wenn Sie düngen, dann sparsam und ausgewogen. Zu viel Dünger führt zu üppigem Laub auf Kosten der Blüten.
Rückschnitt: Nach der Blüte können Sie die verwelkten Stängel mit den Körbchen entfernen. Die Pflanze sieht dann gepflegter aus und die Rosetten schließen sich besser.
Drainage: Sorgen Sie dafür, dass das Wasser im Steingarten gut abzieht und nicht um die Wurzeln steht. Staunässe führt zu Wurzelfäule und mindert die Blüte.
Wer diese Punkte beachtet, wird überrascht sein, was für eine schöne und robuste Steingartenpflanze das Katzenpfötchen sein kann.
Katzenpfötchen in der Volksheilkunde

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen (Antennaria dioica) wurde früher in der Volksheilkunde verwendet; getrocknet bereitete man aus den Blütenköpfchen einen Aufguss. Moderne wissenschaftliche Untersuchungen zu der Pflanze sind allerdings sehr spärlich, und für die überlieferten Anwendungen fehlen Wirksamkeitsnachweise.
Überliefert sind unter anderem folgende Anwendungen:
Verdauung und Galle: Ein Aufguss aus den getrockneten Körbchen wurde volkstümlich bei Verdauungsbeschwerden und Gallenbeschwerden getrunken.
Atemwege: Die getrockneten Blüten wurden traditionell Teemischungen bei Husten und Bronchitis beigemischt.
Inhaltsstoffe: Beschrieben sind Gerbstoffe und Flavonoide; Gehalt und Wirkung sind in der modernen Literatur jedoch nicht belastbar dokumentiert.
Sammeln und Trocknen: Gesammelt wurden die voll entwickelten Körbchen; getrocknet wurde im Schatten, aufbewahrt lichtgeschützt in verschlossenen Gefäßen.
Wichtig ist: wissenschaftliche Belege für diese überlieferten Anwendungen fehlen und das Katzenpfötchen ist heute kein anerkanntes Arzneimittel. Die Pflanze enthält verschiedene Inhaltsstoffe, darunter Gerbstoffe und Flavonoide. Auf mageren Trockenrasen ist das Gewöhnliche Katzenpfötchen in Deutschland stark zurückgegangen und steht in mehreren Bundesländern auf der Roten Liste – sammeln Sie es deshalb nicht in der Natur, sondern kaufen Sie Pflanzen für den Steingarten im Fachhandel. Vor der Anwendung einer Heilpflanze sprechen Sie bitte mit Ärztin oder Arzt beziehungsweise mit der Apotheke, besonders bei Vorerkrankungen oder wenn Sie Medikamente einnehmen.
Düngung von Freiland- und Zierpflanzen
- Streuen Sie eine dünne Schicht rund um die Pflanzen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Blätter mit dem Auszug.
