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Knollenkerbel (Chaerophyllum bulbosum)

Einjähriges oder zweijähriges Wurzelgemüse mit angenehmem Geschmack.

Standort: sandiger Lehmboden, nicht austrocknend
Höhe: bis 1,5 m
Anbauzeit: Aussaat ab August oder früh im Frühjahr
Erntezeit: Juli

Der Knollenkerbel wächst wild in Mittel- und Nordeuropa, hauptsächlich an Flussufern, an Waldrändern und in lichten Wäldern. Er gehört zur Familie der Doldengewächse (Apiaceae).

Der nutzbare Teil der zweijährigen Pflanze ist die knollige Wurzel. In Gärten kann der Knollenkerbel auch als einjährige Pflanze angebaut werden. Für den Anbau eignen sich am besten sandige Lehmböden mit hohem Humusgehalt. Der Standort kann auch halbschattig sein. Die Aussaat erfolgt nach der Samenernte, ab August oder früh im Frühjahr. Vor der Frühjahrsaussaat muss das Saatgut stratifiziert werden. Die Aussaat erfolgt in Reihen mit einem Abstand von 20 cm und einer Tiefe von 2–3 cm. Der geeignete Abstand der Samen in der Reihe beträgt 3–5 cm. Der Knollenkerbel ist nicht sonderlich anspruchsvoll hinsichtlich Nährstoffe, jedoch kommt ihm eine Bewässerung beim Keimen der Samen sowie beim weiteren Wachstum zugute.

Knollenkerbel (Chaerophyllum bulbosum)​
Knollenkerbel (Chaerophyllum bulbosum)​ - Früchte

Die Knollen werden geerntet, wenn die Blätter absterben. Kleine Knollen verbleiben im Boden, damit sie bis zur Ernte im nächsten Jahr nachwachsen können. Die Knollen entwickeln ihren richtigen Geschmack erst nach mehrwöchiger Lagerung in Sand. Zum Verzehr sind sie ab Anfang November am besten geeignet. Gekochte und geschälte Knollen sind mehlig und werden wie Kartoffeln zubereitet. Im Geschmack erinnern sie an Kastanien. Neben dem heimischen Knollenkerbel kann auch der Sibirische Kerbel (Chaerophyllum prescottii) angebaut werden, der größere gelbliche Wurzeln hat.