Echter Koriander (Coriandrum sativum)
In unseren Breiten reifen die Samen nicht zuverlässig aus — angebaut wird Koriander hier vor allem als Korianderkraut.

Einjährige Heilpflanze und Gewürz
- Standort: sonnig und warm, leichter, kalkhaltiger Boden
- Höhe: 40–70 cm
- Blütezeit: Juni–Juli
- Vermehrung: durch Aussaat
Koriander ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und stammt vermutlich aus dem Nahen Osten. Kultiviert wird er seit Urzeiten, was Funde aus altägyptischen Gräbern belegen. Nach Mitteleuropa brachten ihn wahrscheinlich die Römer. Im warmen Mittelmeerraum, in China, Japan, Indien sowie in Nord- und Südamerika wird Koriander auf größeren Flächen angebaut.
Koriander anbauen: Standort und Aussaat
Unter mitteleuropäischen Klimabedingungen reifen die Koriandersamen nicht zuverlässig aus. Der Pflanze bekommt ein vollsonniger Standort mit warmem, eher trockenem und lockerem Boden. Koriander bildet eine dünne, spindelförmige Wurzel und einen sich nach oben verzweigenden Stängel. Die unteren, gelappten Blätter fallen früh ab, am Stängel bleiben dann die oberen, fein gefiederten Blätter stehen. Die weißen Blüten stehen in Dolden, die Früchte sind kugelig und zerfallen nicht in einzelne Teilfrüchte.
Koriandersamen ernten und verwenden

Die unreifen Früchte und die grünen Pflanzenteile riechen streng – in der Volksheilkunde galten sie früher als Mittel gegen Wanzen, Flöhe und Läuse. Reife Koriandersamen duften dagegen angenehm und schmecken würzig-süß. Sie enthalten ätherische Öle, Eiweiß, Bitterstoffe und Zucker.
Koriander: Wirkung und Verwendung in der Küche
Als Heilpflanze gilt Koriander traditionell als krampflösend, beruhigend und verdauungsfördernd. Vor allem aber ist er ein bekanntes und geschätztes Gewürz: Er steckt in Currymischungen, wird beim Einlegen von Gurken und Roter Bete verwendet und kommt in Vollkornbrot sowie in manches Weihnachtsgebäck.
