Kornelkirsche (Cornus mas)
Früh im Frühjahr blühender und reich fruchtender Strauch oder kleiner Baum.
Standort: Anspruchslos gegenüber Klima und Boden, frosthart.
Platzbedarf: 5–8 m².
Höhe: Bis 6 m.
Blütezeit: Februar–März.
Reifezeit der Früchte: September.
Vermehrung: Durch Aussaat oder Stecklinge.
Die Kornelkirsche gehört wie andere Arten der Gattung Cornus zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae). Dieser große Strauch oder kleine Baum kommt in Wäldern und Gebüschen in Mittel- und Südeuropa bis Kleinasien vor. Er wächst langsam und hat sehr hartes Holz. Die eiförmigen Blätter mit einer ausgezogenen Spitze sind 5–10 cm lang. Die goldgelben Blüten in kleinen Dolden sind nur 3–4 mm groß und selbstbestäubend. Die bis zu 2 cm langen, leuchtend roten, ovalen Früchte mit einem großen Kern haben ein essbares Fruchtfleisch. Sie reifen ab September.
Die Kornelkirsche ist kalkliebend, verträgt Trockenheit und Frost gut, toleriert Schatten und kann auch in höheren Lagen gepflanzt werden. Sie wird in der Regel durch Aussaat vermehrt, jedoch keimen die Samen erst nach 2 Jahren. Ausgewählte wertvolle Typen werden durch Grünstecklinge vermehrt, die unter Wassernebelanlage gut bewurzeln. Schädlinge treten bei der Kornelkirsche praktisch nicht auf.
Anbau
Zwischen den gepflanzten Pflanzen wird ein gegenseitiger Abstand von 3–4 m empfohlen. Die Kornelkirsche verträgt Schnitt gut. Pflanzen in einer Hecke können daher nur 0,8 m voneinander entfernt stehen und blühen trotzdem gut. Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht notwendig, gelegentliches Auslichten genügt.
Die Früchte reifen ab September allmählich nach und müssen nicht gepflückt werden, sie können leicht gesammelt werden. Nach der Ernte werden sie eine Woche gelagert, damit sie nachreifen und ihren herben, zusammenziehenden Geschmack verlieren. Erst dann sind die Früchte angenehm süß-sauer. Von einem ausgewachsenen Baum können 10 kg Früchte geerntet werden, an einem günstigen Standort auch deutlich mehr.
In Tschechien und der Slowakei werden die Sorten Titus und Děvín angebaut. Beide sind robust, Titus hat dunklere rote Früchte. Der volle Fruchtertrag stellt sich im fünften Jahr nach der Pflanzung ein.
Verwendung der Früchte
Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C. Sie können nicht direkt gegessen werden, aber aus ihnen werden hochwertige Kompotte, Gelees, Marmeladen und Fruchtsäfte mit angenehm säuerlichem Geschmack zubereitet.
