Küchenschelle (Pulsatilla): Arten, Pflege und Blütezeit
Zierstaude für Steingärten und trockene Beete
Die Küchenschelle, auch Kuhschelle genannt, ist eine Zierstaude mit auffälligen Blüten, die zu den ersten Frühlingsboten zählt und Steingärten wie Naturgärten schmückt.
- Standort: sonnige, trockene und durchlässige Böden, idealerweise kalkhaltig
- Wuchshöhe: 15–40 cm je nach Art
- Blütezeit: März–Mai
- Vermehrung: durch Aussaat
Die Küchenschelle (Pulsatilla) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und umfasst rund 30 Arten, die vor allem in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet sind. In der Natur wächst sie an trockenen Hängen, in Steppen und auf sonnigen Wiesen. Bekannt ist sie für ihre ausdrucksstarken Blüten in Violett, Rot, Rosa oder Weiß sowie für ihre fein behaarten Blätter und Knospen.
Arten der Küchenschelle: Wiesen-, Große, Finger- und Alpen-Küchenschelle
Die meisten Arten, die bei uns wild wachsen, stehen unter Naturschutz — dazu zählt auch die seltene Frühlings-Küchenschelle (Pulsatilla vernalis) aus den Hochlagen. Für den Garten kauft man deshalb Pflanzen aus der Staudengärtnerei, meist die Gewöhnliche Küchenschelle.
Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis)

Sie wird 15–30 cm hoch und blüht violett bis dunkelpurpurn. Sie wächst auf trockenen Wiesen und Weiden und gehört zu den gefährdeten Arten.
Große Küchenschelle (Pulsatilla grandis)

Sie bildet große violette Blüten mit auffälligen gelben Staubblättern. Sie wird bis zu 40 cm hoch und zählt bei uns zu den geschützten Arten.
Finger-Küchenschelle (Pulsatilla patens)

Kennzeichnend sind die hellvioletten Blüten, die sich weit öffnen. Sie wächst an Steppenstandorten und steht ebenfalls unter Schutz.
Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina) – die weiße Bergart

Eine Art mit weißen Blüten, die in den Gebirgslagen der Alpen und Karpaten wächst. Ihre Kälteverträglichkeit macht sie zu einer attraktiven Steingartenpflanze.
Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) – die Art für den Garten
Im Garten wird am häufigsten die Gewöhnliche Küchenschelle gepflanzt. Sie wird etwa 15–25 cm hoch, blüht mit violetten glockenförmigen Blüten und ist im Handel auch in weißen, rosa und roten Sorten erhältlich. Da es sich um Pflanzen aus der Gärtnerei handelt, darf man sie – anders als die geschützten heimischen Arten – ganz normal kaufen und pflanzen.
Küchenschellen pflegen: sonniger Standort, kalkhaltiger Boden und Aussaat
Küchenschellen eignen sich für Steingärten und Trockenbeete. Sie brauchen einen sonnigen Standort und einen durchlässigen, kalkhaltigen Boden. Dauerhafte Staunässe vertragen sie nicht. Die Pflanzen sind winterhart, nehmen ein Umpflanzen aber übel – setzen Sie sie deshalb gleich an ihren endgültigen Platz.
Vermehrt werden sie durch Aussaat; das Saatgut kommt sofort nach der Reife in die Erde, denn es verliert schnell seine Keimfähigkeit. Die erste Blüte lässt meist einige Jahre auf sich warten.
Für kräftigeres Wachstum und reicheren Flor können Sie die Pflanzen im Frühjahr mit natürlichen Düngern versorgen, zum Beispiel mit DÜNGEE, der die Nährstoffe nach und nach abgibt und die Vitalität der Pflanzen unterstützt.
Verwendung im Garten und Giftigkeit der Küchenschelle
Küchenschellen sind vor allem als Stauden für den Steingarten geschätzt. Besonders gut wirken sie in Gruppen, wo ihre behaarten Blätter und die federigen Fruchtstände auch nach der Blüte dekorativ bleiben. Im Naturgarten kombiniert man sie mit Blaukissen, Steinbrech und niedrigen Schwertlilien zu harmonischen Pflanzbildern.
⚠️ Achtung: alle Teile der Küchenschelle enthalten giftige Inhaltsstoffe – arbeiten Sie deshalb vorsichtig mit ihr und tragen Sie am besten Handschuhe.
