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Lauchminierfliege an Porree und Zwiebeln

Die Lauchminierfliege (Napomyza gymnostoma) miniert die Blätter von Porree, Zwiebeln und Schnittlauch. So erkennen Sie den Befall, so groß sind die Schäden – und mit Kulturschutznetz, Fruchtfolge und Nützlingen beugen Sie wirksam vor.

Inhalt

Lauchminierfliege erkennen – Minierfliegen an Porree und Zwiebeln

Zwiebelbeet mit verdrehtem, deformiertem Zwiebellaub

(Napomyza gymnostoma)

Die Lauchminierfliege (Napomyza gymnostoma) ist eine Fliegenart, die sich auf den Befall von Pflanzen der Gattung Allium spezialisiert hat, vor allem auf Porree, aber auch auf die Küchenzwiebel, die aus Steckzwiebeln oder aus Herbstaussaaten gezogen wird. Die erwachsenen Fliegen sind nur 3–4 mm groß, schlank gebaut und dunkel gefärbt – im Beet fallen sie kaum auf.

Diese Fliege legt ihre Eier auf die Blätter der Pflanzen, vor allem auf deren Unterseite. Die Larven fressen nach dem Schlüpfen im Blattinneren und legen dort sogenannte Miniergänge an – schmale, hell durchscheinende Fraßgänge. Sie können ineinanderlaufen und größere Hohlräume bilden; die Pflanzen werden dadurch geschwächt, faulen an den Fraßstellen leichter und bringen weniger Ertrag.

Gegen die Lauchminierfliege werden verschiedene Wege kombiniert: vorbeugende Maßnahmen wie ein Kulturschutznetz und regelmäßige Kontrolle der Bestände, zugelassene Pflanzenschutzmittel und der biologische Weg. Beim biologischen Weg setzt man auf natürliche Gegenspieler der Minierfliege, etwa parasitoide Schlupfwespen.

Schäden an Porree und Zwiebeln durch die Lauchminierfliege

Dunkelbraune Puppe im hellen Blattgewebe einer Lauchpflanze

Dass Sie in Ihrem Garten die Lauchminierfliege haben, erkennen Sie relativ leicht. Beim Porree finden Sie Larven und Puppen im Blattgewebe und im Schaft dicht über den Wurzeln, bei der Zwiebel fallen vor allem verdrehte, deformierte Blätter auf. Die erste Generation der Lauchminierfliege (Larven) schädigt vor allem Zwiebeln, die aus Steckzwiebeln oder aus der Herbstaussaat von Samen gezogen wurden, die zweite Generation (im Sommer und Herbst) befällt den Porree.

Damit Sie sicher sein können, dass es sich um die Lauchminierfliege handelt, beschreiben wir nachfolgend die Larve und die Puppe dieser Fliege:

Die Puppe der Lauchminierfliege (Napomyza gymnostoma) ist in der Regel grün, grünbraun bis dunkelbraun und hat die Form eines ovalen Tönnchens. Ihre Länge liegt zwischen 2 und 3 mm. Sie steckt in einem festen Puparium – der erhärteten letzten Larvenhaut –, das sie während der Verwandlung schützt.

Die Larve der Lauchminierfliege hat eine weiße bis gelbliche Farbe. Sie ist sehr klein und misst etwa 2 mm. Ihr Körper ist walzenförmig und verjüngt sich zu den Enden hin. Beine und eine abgesetzte Kopfkapsel fehlen; zum Fressen dienen ihr zwei dunkle Mundhaken, mit denen sie das Blattgewebe aufreißt.

Lauchminierfliege bekämpfen: Kulturschutznetz, Nützlinge und Spritzmittel

Bei der Bekämpfung der Lauchminierfliege (Napomyza gymnostoma) lassen sich mehrere Maßnahmen kombinieren. Hier die wichtigsten Möglichkeiten:

  1. Insektizide: Sie wirken nur begrenzt, weil die Larven geschützt in den Miniergängen sitzen – und wenn, dann nur gegen die zufliegenden erwachsenen Fliegen. Infrage kommen ausschließlich Präparate, die im Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL für Lauch- und Zwiebelgemüse im Haus- und Kleingarten zugelassen sind; entscheidend ist der Wirkstoff, nicht der Handelsname.

  2. Nützlinge: Natürliche Gegenspieler halten den Befall im Beet niedrig. Die Larven der Lauchminierfliege werden zum Beispiel von der Schlupfwespe Diglyphus isaea parasitiert – blühende Randstreifen und der Verzicht auf breit wirkende Spritzmittel fördern sie.

  3. Bestandshygiene: Befallene Pflanzen und Ernterückstände konsequent entfernen und nicht auf dem Beet liegen lassen – in ihnen überwintern die Puppen. Das senkt den Befallsdruck im Folgejahr deutlich.

  4. Am zuverlässigsten ist die Vorbeugung: das Abdecken der Bestände mit einem engmaschigen Kulturschutznetz, das die zufliegenden Minierfliegen von den Pflanzen fernhält.

Am wichtigsten ist jedoch die Vorbeugung, d. h.:

  • gesundes Pflanzgut kaufen,
  • Zwiebeln eher aus der Frühjahrsaussaat als aus der Herbstaussaat anbauen,
  • ein Kulturschutznetz auflegen, vor allem über Steckzwiebeln im Frühjahr und über Lauch im Spätsommer,
  • befallene Pflanzen konsequent vernichten,
  • Lauch und Zwiebeln nicht jedes Jahr auf dasselbe Beet setzen und eine Fruchtfolge von drei bis vier Jahren einhalten.

Wenn Sie sich doch für chemische Mittel entscheiden, bedenken Sie stets, dass diese potenziell gefährlich für Menschen, Tiere, Wasserorganismen und die Umwelt sind.

Tragen Sie konsequent Schutzausrüstung – Schutzbrille, Handschuhe und Schutzkleidung. Essen und trinken Sie während der Anwendung nicht, spritzen Sie nur bei windstillem Wetter und halten Sie Aufwandmenge und Wartezeit genau ein.