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Lerchensporn (Corydalis)

Einheimisches ausdauerndes Kraut mit schönen Blüten, die meist im Frühling aufgehen.

Standort: ohne direkte Sonne bis schattig; frischer Boden mit ausreichend Humus. Höhe: 15-30 cm. Blütezeit: März–September, je nach Art. Vermehrung: durch Teilung oder durch Samen.

Zur Gattung Lerchensporn (Corydalis) aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) gehören einige unserer einheimischen Pflanzen. Lerchensporne verbreiten sich an günstigen Standorten durch Samen. Am schönsten wirken sie, wenn sie größere Flächen einnehmen und viele zarte Blüten zeigen. Am häufigsten werden sie unter Bäumen oder in Steingärten verwendet. Mit Ausnahme junger Pflanzen sind Lerchensporne nicht pflegeaufwändig. Mehr Pflege benötigen jedoch Pflanzen, die in einem neu angelegten Garten eingepflanzt wurden.

Gelber Lerchensporn (Corydalis lutea)

hat eine besondere Vorliebe dafür, in herabgefallenem Laub zu wachsen, daher sollte das Laub unter den Bäumen im Herbst nicht weggerechen werden. Im Frühling wächst die Pflanze durch das Laub hindurch. Das Laub spart Arbeit und kommt dem Lerchensporn zugute. Er stammt ursprünglich aus den südlichen Alpen und aus Südeuropa. In Gärten ist er als ausdauernde Staude bekannt, die von Mai bis September beständig blüht. Seine hellgelben Blüten sind an den Spitzen dunkler gefärbt. Die schönen gefiederten Blätter sind hellblaugrün. Der gelbe Lerchensporn hat fleischige Wurzeln, einen verzweigten saftigen Stängel und ist 25 cm hoch. Am häufigsten wird er in Verbindung mit Steinen verwendet, vor allem auf Mauerkronen und in Mauerritzen. Er benötigt einen humosen, durchlässigen Boden, der auch steinig sein kann, aber frisch sein sollte. An seinem Standort sollte keine stärkere Sonneneinstrahlung vorhanden sein. Der gelbe Lerchensporn kann sich durch Selbstaussaat manchmal erheblich ausbreiten. Geeignete Nachbarpflanzen sind Farne, Primeln oder bestimmte Seggenarten.

Gelber Lerchensporn (Corydalis lutea)​

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava, syn. C. bulbosa)

ist in ganz Europa heimisch und wächst vor allem in Buchenwäldern. Im Garten gedeiht er am besten im Schatten ausgewachsener Gehölze. Er blüht im März und April. Die Blüten in Trauben sind rosa bis lila oder weiß. Die durchschnittliche Höhe der Pflanzen beträgt 25 cm. Der hohle Lerchensporn zieht seine Blätter verhältnismäßig früh ein. Sein Artname bezieht sich auf die älteren Knollen, die hohl sind. Die Pflanze bevorzugt frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden und kann verwildert unter Bäumen wachsen. Geeignete Begleiter sind Dreilättriges Schaumkraut (Cardamine trifolia) oder das Frühlingsknotenblume.

Hohler Lerchensporn (Corydalis cava, syn. C. bulbosa)​

Sibirischer Lerchensporn (Corydalis nobilis)

ist ein sibirischer Lerchensporn, der bei uns eine Höhe von 30 cm erreicht und im Mai blüht. Die verhältnismäßig großen gelben Blüten mit dunkleren Punkten sind in einer dichten Traube angeordnet. Die blaugrünen, grober gefiederten Blätter zieht die Pflanze bald ein. Dieser Lerchensporn benötigt frischen, humosen Boden, am besten an einem helleren Standort am Rand von Gehölzen.

Sibirischer Lerchensporn (Corydalis nobilis)​

Gefingerter Lerchensporn (Corydalis solida)

wächst wild in ganz Europa und in Kleinasien. Er ist nur 15 cm hoch und seine roten bis purpurroten Blüten erscheinen bereits im März und April. An den Blütenstielen befinden sich gefiederte Deckblätter, und die Stängel tragen an der Basis stets ein grundständiges Blatt. Der Gefingerte Lerchensporn wächst am besten im Schatten ausgewachsener Bäume und in sandig-lehmigem Boden. Er hat ähnliche Ansprüche wie der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava) und sät sich an günstigen Standorten leicht selbst aus. Die Sorte Corydalis solida ‚Transsylvania‘ unterscheidet sich von der Art lediglich durch die rosa-rote Farbe der Blüten.

Lerchensporn (Corydalis solida)​

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