Lupinen, Wolfsbohne (Lupinus)
Lupinen im Garten – Anbau, Arten, Blütezeit und Pflege nach der Blüte

Auffällig blühende Pflanze mit üppigen Blütentrauben und dekorativen Blättern
- Standort: sonnig, durchlässiger, leicht saurer Boden
- Wuchshöhe: 50–120 cm
- Blütezeit: Mai–Juli
- Vermehrung: Aussaat, Teilung der Horste
Die Wolfsbohne (Lupinus spp.) ist eine Zierpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und stammt aus Nord- und Südamerika. Die Gattung umfasst über 200 Arten, von denen viele beliebte Gartenstauden oder Sommerblumen mit reichen Blütenständen an festen Stängeln sind.
Die Pflanze bildet eine bodennahe Rosette aus handförmig geteilten Blättern mit matter Oberfläche. Die Blüten erscheinen in langen, dichten Trauben und decken eine breite Farbpalette ab – Weiß, Gelb, Rosa, Violett, Blau und mehrfarbige Kombinationen. Werden verblühte Stängel regelmäßig entfernt, blühen Lupinen ein zweites Mal.
Lupinen passen in gemischte Staudenbeete, an Zäune oder als Solitär. Sie brauchen einen sonnigen Platz und einen nährstoffreichen Boden, allerdings keinen kalkhaltigen – Kalk führt zu vergilbenden Blättern. Auf schweren Böden empfiehlt sich eine Drainage. Die Pflanze verträgt Kälte gut, ist winterhart und lässt sich im Frühjahr leicht durch Aussaat oder Teilung vermehren.
Neben den Zierarten werden manche Sorten auch als Gründüngung oder Futterpflanze angebaut. Die Samen einiger Arten sind ohne Vorbehandlung giftig – zum Verzehr eignen sich ausschließlich gezüchtete, alkaloidarme Formen (Süßlupinen).
Lupinen anbauen: Standort, Aussaat und Vermehrung
Lupinen brauchen einen sonnigen Standort und einen durchlässigen, leicht sauren Boden mit guter Nährstoffversorgung. Kalkhaltige Böden sind ungeeignet, sie führen zu vergilbenden Blättern. Auf schweren Böden ist eine Drainage nötig, sonst faulen die Wurzeln.
Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt ins Beet, die Samen keimen in 2–3 Wochen. Der Pflanzabstand sollte etwa 30–40 cm betragen. Lupinen vertragen Kälte gut und sind winterhart. Für eine reichere Blüte lohnt sich eine Nachdüngung mit Kompost oder natürlichen Düngern wie DÜNGEE, der die Nährstoffe über einen langen Zeitraum abgibt und ein gesundes Wachstum unterstützt.
Ein großer Vorteil der Lupinen ist ihre Fähigkeit, mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff zu binden. Dadurch verbessern sie die Bodenqualität und eignen sich für die Fruchtfolge ebenso wie als Gründüngung.
Lupinenarten und Sorten: vielblättrige, gelbe, weiße und blaue Lupine
Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus)

Die am häufigsten im Garten gepflanzte Art. Sie wird rund 100 cm hoch und ist für ihre farbenreichen Zuchtformen bekannt, die auffällige Beete ergeben. Die Sorten zeigen kräftige Blau-, Violett- und Rottöne oder zweifarbige Kombinationen.
Gelbe Lupine (Lupinus luteus)

Neben der Zierwirkung ist sie als Futterpflanze und Gründüngung von Bedeutung. Sie erreicht etwa 80 cm Höhe, ihre gelben Blüten duften angenehm. In der Landwirtschaft wird sie vor allem wegen ihrer Fähigkeit geschätzt, Stickstoff zu binden und den Boden anzureichern.
Weiße Lupine (Lupinus albus)

Eine landwirtschaftlich genutzte Art. Die Samen enthalten viel Eiweiß und werden nach dem Entbittern als Futter- und Lebensmittel verwendet. Die Pflanze wird bis zu 120 cm hoch und blüht weiß.
Blaue Lupine (Lupinus angustifolius)

Eine wichtige Nutzpflanze. Alkaloidarme Sorten – die sogenannten Süßlupinen – werden für Samen angebaut, aus denen Futtermischungen und Lebensmittel entstehen. Sie blüht blau und stellt kaum Ansprüche.
Verwendung in der Gartengestaltung und Pflege nach der Blüte
Lupinen passen in gemischte Staudenbeete, an Zäune oder als markanter Solitär. Ihre Farbvielfalt ergibt wirkungsvolle Kombinationen, etwa mit Margeriten, Mohn, Ziergräsern oder Salbei. Niedrigere Sorten eignen sich auch für kleine Gärten und Bauerngärten.
Werden verblühte Blütenstände regelmäßig entfernt, treiben Lupinen neue Blüten und die Blütezeit verlängert sich.
Bedeutung und Wissenswertes
- Einige Lupinenarten werden als Futterpflanze für Nutztiere angebaut.
- Die Samen enthalten Alkaloide, die giftig sein können – moderne „Süßlupinen“ haben einen deutlich geringeren Gehalt und werden in der Lebensmittelindustrie verwendet.
- In Kanada und Australien wird Lupinenmehl als Eiweißquelle in Backwaren gemischt.
- Lupinen sind außerdem eine wichtige Bienenweide und locken Bienen und Hummeln an.
Lupinen versorgen sich selbst mit Stickstoff, die übrigen Stauden im Beet brauchen die Nährstoffe jedoch zugeführt. Welcher Dünger den ganzen Garten auf einmal abdeckt, behandeln wir im Beitrag Universaldünger; wie der organische Dünger DÜNGEE wirkt, finden Sie samt empfohlener Dosierung. Eine weitere Hülsenfrucht, die ihren Stickstoff selbst bindet, ist der Klee.
