Mykorrhiza: Pilze für eine bessere Nährstoffaufnahme
Mykorrhizapilze für Obstbäume und Gemüse — wie Sie sie richtig anwenden, wann sie ins Substrat gehören und warum erfahrene Gärtner nicht mehr auf sie verzichten wollen.
Inhalt
Mykorrhiza und natürliche Düngemittel
Synergie für Bodenleben und Pflanzenwachstum
In den letzten Jahren interessieren sich immer mehr Menschen für nachhaltigere Wege in Landwirtschaft und Garten. Natürliche Düngemittel und schonende Anbaumethoden gelten zunehmend als Alternative zu mineralischen Düngern und chemischen Mitteln – und das aus gutem Grund: Sie sind schonender für die Umwelt und für die Gesundheit.
Ein Schlüsselelement des ökologischen Landbaus ist der Einsatz von Mykorrhizapilzen. Diese mikroskopisch kleinen Symbiosepartner gehen eine Lebensgemeinschaft mit den Pflanzenwurzeln ein, wodurch die Pflanze Nährstoffe und Wasser aus dem Boden deutlich wirksamer aufnimmt.
Viele Studien zeigen, dass Mykorrhizapilze Wachstum und Erträge spürbar verbessern können. Sie erhöhen die Stresstoleranz, fördern gesunde Wurzeln und unterstützen den Aufbau des Bodenmikrobioms.
Natürliche Dünger wie DÜNGEE sind der zweite Baustein des ökologischen Gartenbaus. Sie werden aus Reststoffen der Lebensmittelkette gewonnen und liefern den Pflanzen die Nährstoffe, die sie zum Wachsen brauchen. Richtig eingesetzt sind sie umweltschonend und eine gute Alternative zu synthetischen Düngern.
Mykorrhizapilze zusammen mit einem natürlichen Dünger wie DÜNGEE einzusetzen, kann sich auf Pflanzenwachstum und Bodenmikrobiom gegenseitig verstärken. Die Pilze helfen der Pflanze, Nährstoffe aus natürlichem Dünger besser aufzunehmen, was dessen Wirkung erhöht. Umgekehrt liefert natürlicher Dünger die organische Substanz und die Nährstoffe, die die Pilze selbst zum Wachsen brauchen.
DÜNGEE ist ein natürlicher Dünger aus natürlichen Rohstoffen. Er enthält die Nährstoffe, die Pflanzen zum Wachsen brauchen, darunter Stickstoff, Phosphor und Kalium. Gemeinsam mit Mykorrhizapilzen erschließt die Pflanze diese Nährstoffe noch wirksamer und bildet kräftigere Wurzeln.
Ein weiterer Vorteil daran, natürlichen Dünger und Mykorrhiza zu kombinieren, ist der geringere Bedarf an synthetischen Düngemitteln. Natürliche Dünger stammen aus nachwachsenden Quellen und belasten die Umwelt deutlich weniger, während für synthetische Alternativen viel fossile Energie aufgewendet wird und Boden und Gewässer dauerhaft Schaden nehmen können.


Mykorrhiza für Bäume
Beim Pflanzen von Bäumen ist Mykorrhiza besonders nützlich, denn die Pilze verbessern die Aufnahme von Nährstoffen, Wasser und Mineralien aus dem Boden und fördern so Wachstum und Entwicklung. Es gibt viele Mykorrhizaarten, die zu unterschiedlichen Baumarten und Standortbedingungen passen.
Zu den am häufigsten eingesetzten Mykorrhizapilzen für Bäume gehören Arten der Gattung Glomus, die zu sehr vielen Pflanzen passen. Weitere für Bäume geeignete Gattungen sind zum Beispiel Rhizopogon, Tuber, Suillus oder Pisolithus.
Bei der Auswahl der passenden Mykorrhiza für Ihre Bäume kommt es auf die Baumart an, auf den Bodentyp und weitere Faktoren wie den pH-Wert des Bodens und das Klima. Wenn Sie unsicher sind, welche Art für Ihre Bäume die richtige ist, fragen Sie Fachleute aus dem Gartenbau oder aus dem ökologischen Landbau.
Mykorrhiza für Obstbäume
Mykorrhizapilze sind – wie erwähnt – Symbiosepartner, die im Wurzelsystem vieler Pflanzen leben, auch bei Obstbäumen. Sie bringen der Pflanze mehrere Vorteile: eine bessere Aufnahme von Nährstoffen und Wasser, mehr Toleranz gegenüber Trockenheit und Hitze und ein dichteres, feiner verzweigtes Wurzelwerk.
Für die verschiedenen Obstbaumarten eignen sich unterschiedliche Mykorrhizapilze. Am häufigsten eingesetzt werden Pilze der Gattung Glomus, die zu vielen Pflanzen passen. Daneben gibt es Arten, die auf bestimmte Gehölze spezialisiert sind – zum Beispiel arbuskuläre Pilze für Walnussbäume, während Rhizopogon-Arten mit Nadelgehölzen wie Kiefer und Douglasie zusammenleben.
Mykorrhiza für Fruchtgemüse

Auch für Fruchtgemüse sind Mykorrhizapilze sehr nützlich: Sie verbessern die Nährstoffversorgung, regen das Wurzelwachstum an und erhöhen die Toleranz der Pflanzen gegenüber Stress wie Trockenheit, Hitze und Kälte.
Für die verschiedenen Fruchtgemüsearten eignen sich unterschiedliche Mykorrhizapilze. Am häufigsten eingesetzt werden wieder Arten der Gattung Glomus. Geeignet sind aber auch andere arbuskuläre Gattungen, zum Beispiel Rhizophagus, Funneliformis oder Claroideoglomus.
Bei der Auswahl kommt es auf die Pflanzenart an, auf den Bodentyp, den pH-Wert, das Klima und weitere Faktoren. Wenn Sie unsicher sind, welchen Pilz Sie wählen sollen, wenden Sie sich an Fachleute.
Substrat mit Mykorrhizapilzen

Substrat mit Mykorrhizapilzen wird beim Pflanzen verwendet, um Nährstoffversorgung und Wachstum zu verbessern. Als Grundstoffe dienen zum Beispiel Torf, Perlit, Sphagnum-Fasern, Kokosfasern und anderes.
In das Substrat kommen die Pilze in Form von Mykorrhiza-Inokulaten, also Mischungen aus Pilzsporen und Trägermaterial. Diese Inokulate enthalten genau die Arten, die zu den jeweiligen Pflanzen und Standortbedingungen passen.
Ein Substrat mit Mykorrhizapilzen hat mehrere Vorteile: Pflanzen nehmen Nährstoffe und Wasser besser auf, vertragen Stressbedingungen besser, und der Bedarf an mineralischen Düngemitteln sinkt. Besonders sinnvoll ist es beim Pflanzen unter naturfernen Bedingungen wie auf dem Dach oder dem Balkon oder in gestörten Böden, etwa auf rekultivierten Flächen oder ehemaligen Abbaugebieten.
Beim Einsatz von Substrat mit Mykorrhizapilzen sollten Sie die Herstellerangaben beachten und die Ansprüche der Pflanzen und die Standortbedingungen berücksichtigen.
Holzkohle mit Mykorrhizapilzen aktivieren

Holzkohle mit Mykorrhizapilzen zu aktivieren, dient dazu, ein Substrat mit hoher Pilzdichte herzustellen. Holzkohle ist für Bodenmikroorganismen und Mykorrhizapilze ein hervorragender Lebensraum, weil sie ein stabiles, poröses Material mit hoher Aufnahmefähigkeit und sehr großer innerer Oberfläche ist.
Zum Aktivieren wird die Holzkohle zunächst gewässert und gereinigt und anschließend mit Mykorrhiza-Inokulum durchsetzt. Das Inokulum besteht aus Pilzsporen und Trägermaterial, das den Pilzen als Nährboden dient.
Die aktivierte Holzkohle wird danach als Bestandteil des Pflanzsubstrats verwendet. Die enthaltenen Mykorrhizapilze verbinden sich mit den Pflanzenwurzeln und verbessern die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser – die Pflanzen wachsen und entwickeln sich dadurch besser.
Aktivierte Holzkohle mit Mykorrhizapilzen bringt mehrere Vorteile:
1. bessere Bodenqualität und höhere Erträge,
2. geringerer Bedarf an mineralischen Düngemitteln und Bodenzusätzen,
3. mehr Toleranz der Pflanzen gegenüber Stressbedingungen wie Trockenheit, Hitze und Kälte.
Beim Einsatz dieses Substrats sollten Sie die richtige Vorgehensweise beim Aktivieren der Holzkohle einhalten und die Ansprüche der Pflanzen und die Standortbedingungen berücksichtigen.
