Okra (Abelmoschus esculentus)
Wärmeliebendes Gemüse mit essbaren Schoten, auch bekannt als „Schwarzaugenbohne“ oder „Finger der Dame“
- Standort: sonniger, warmer und geschützter Platz mit tiefem, nährstoffreichem Boden
- Höhe: 0,5–2 m je nach Bedingungen
- Blütezeit: Juni–September
- Fruchternte: Juli–Oktober
- Vermehrung: durch Aussaat von Samen
Okra ist ein einjähriges Gemüse aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae), ursprünglich aus Afrika und Indien. Bei uns wird sie hauptsächlich als Rarität oder Spezialität für Liebhaber exotischer Früchte angebaut. Ihre Früchte – grüne bis hellgrüne, fingerartige Kapseln – werden im jungen Stadium geerntet, wenn sie noch zart und fein sind.
Okra wird in der mediterranen, arabischen, afrikanischen und asiatischen Küche verwendet, wo sie für ihre Fähigkeit, Gerichte einzudicken, und ihren feinen Geschmack geschätzt wird.
Anbau unter unseren Bedingungen
Okra benötigt einen warmen und geschützten Standort mit voller Sonne und ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Am besten gedeiht sie in einem leichten, tiefen und humusreichen Boden mit guter Drainage. Aufgrund der hohen Temperaturansprüche ist im tschechischen Klima der Anbau im Gewächshaus oder Folientunnel am geeignetsten, alternativ in Behältern auf einer geschützten Terrasse.
Die Aussaat erfolgt Ende April bis Anfang Mai in Anzuchtbehälter bei einer Temperatur von etwa 22–25 °C. Vor der Aussaat empfiehlt es sich, die Samen 24 Stunden in Wasser einzuweichen, damit sie schneller keimen. Ins Freiland können die Jungpflanzen in der zweiten Maihälfte nach den Eisheiligen umgepflanzt werden, wenn keine Fröste mehr drohen. Regelmäßiges Gießen sowie Schutz vor Kälte und Wind werden empfohlen.
Wachstum und Ernte
Okra bildet kräftige, aufrechte Stängel mit großen, handförmig gelappten Blättern und attraktiven Blüten, die an Hibiskusblüten erinnern – gelb mit einem tiefroten Zentrum. Die Früchte entwickeln sich sehr schnell nach der Bestäubung und müssen alle 2–3 Tage geerntet werden, solange sie weich und saftig sind. Überwachsene Früchte verholzen und verlieren an Qualität.
Neben den Früchten sind auch junge Blätter und Blüten essbar und in der Küche verwendbar. Die gesamte Pflanze scheidet einen schleimigen Stoff aus, der in einigen Küchen zum Eindicken von Speisen verwendet wird, zum Beispiel in der traditionellen afrikanischen Suppe Gumbo.
Düngung und Pflege
Okra hat einen hohen Nährstoffbedarf, daher wird eine regelmäßige Düngung während der Vegetationsperiode empfohlen. Ideal ist die Verwendung eines natürlichen Düngers mit einem höheren Stickstoff- und Kaliumgehalt, zum Beispiel Hnojík, der sowohl das Wachstum als auch die Fruchtbildung ohne chemische Belastung fördert. Der Boden sollte stets leicht feucht, aber niemals durchnässt sein. Während der Blüte- und Schotenbildungszeit ist es wichtig, stabile Feuchtigkeitsverhältnisse aufrechtzuerhalten.
