Pampasgras (Cortaderia selloana)
Wunderschönes Solitärgras mit robustem Wuchs

Wunderschönes Solitärgras mit robustem Wuchs
Standort: vollsonniger Platz mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden
Höhe: 80–200 cm
Blütezeit: September–November
Vermehrung: durch Teilung
Pampasgras (Cortaderia selloana) aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) ist in Südamerika beheimatet. Die überhängenden graugrünen Blätter mit scharfen Rändern werden bis zu 1 m lang. Dieses ausdauernde Gras bildet 2 m hohe Horste mit zahlreichen Blütenrispen; sein dekoratives Erscheinungsbild prädestiniert es für den Einsatz als Solitär. Es gehört zu den zweihäusigen Pflanzen. Weibliche Exemplare haben einen dichten, aufrechten Blütenstand, bei männlichen ist er lockerer – daran lassen sich Pflanzen unterschiedlichen Geschlechts unterscheiden.
Pampasgras gedeiht am besten in voller Sonne und in nährstoffreichem Boden, der jedoch gut durchlässig sein muss.
Unter den Ziergräsern gehört Pampasgras zu den auffälligsten Solitärpflanzen. Anders als Miscanthus oder Federgras braucht es mehr Wärme und vor allem einen geschützten Platz, an dem es nicht durchfriert.
Standort und Boden: Wo Pampasgras gedeiht
Ideal ist volle Sonne und ein vor kaltem Wind geschützter Platz, etwa an einer Südwand des Hauses oder an der Terrasse. Zu hohe Bodenfeuchtigkeit oder gar Staunässe an den Wurzeln verträgt die Pflanze nicht.
Schweren Lehmboden sollten Sie deshalb vor dem Pflanzen mit grobem Sand oder Kies auflockern und auf die Sohle des Pflanzlochs eine Drainageschicht geben. Häufigste Ausfallursache ist nicht der Frost selbst, sondern der durchnässte Wurzelhals während winterlicher Tauwetterphasen. Planen Sie auch genügend Platz ein — ein ausgewachsener Horst nimmt gut zwei Meter im Durchmesser ein, und die Blätter haben scharfe Ränder, sodass er sich weder dicht am Gehweg noch am Spielplatz eignet.
Pampasgras überwintern: So gelingt der Winterschutz

Die Pflege ist vor allem deshalb aufwendig, weil Pampasgras einen gründlichen Winterschutz benötigt. Die immergrünen Blätter werden zusammengebunden, und um die Pflanze herum wird ein zylindrisches Gehege aus Drahtgeflecht aufgestellt, das mit Laub gefüllt wird.
Der zusammengebundene Horst hat auch einen praktischen Sinn: Er leitet das Regenwasser aus der Mitte der Pflanze nach außen ab, sodass das Herz nicht fault. Die Abdeckung kommt erst mit den ersten stärkeren Frösten, meist im November, und wird Ende März entfernt, sobald keine Kahlfröste mehr drohen. Ein zu lange und zu warm abgedeckter Horst fault unter der Haube häufiger, als dass er erfriert.
Pampasgras pflanzen, gießen und düngen
Die Pflanze wird nur im Frühjahr gesetzt, während der Vegetationszeit regelmäßig gegossen und gedüngt.
Eine Pflanzung im Herbst ist nicht zu empfehlen — eine junge Pflanze würde bis zum Winter nicht mehr einwurzeln. Am wichtigsten ist das Gießen im ersten Jahr und später in trockenen Sommern; ein eingewachsener Horst kommt dank seiner tiefen Wurzeln allein mit Trockenheit zurecht.
Gedüngt wird von April etwa bis Ende Juli. Eine späte Düngung ist nicht sinnvoll, weil die Pflanze bis zum Winter ausreifen muss. Gute Dienste leistet der perfekte Naturdünger DÜNGEE — dünn rund um den Horst gestreut und eingegossen oder als Auszug zum Gießen verwendet. Die Dosierung für Zierpflanzen finden Sie im Artikel Düngung von Außen- und Zierpflanzen.
Pampasgras-Sorten: Pumila, Rosea und Rendatleri
Folgende Pampasgras-Sorten sind empfehlenswert:
- ‚Sunningdale Silver‘ (silbrig weiß, mit kräftigen Halmen)
- ‚Pumila‘ (Zwergform, nur 80–100 cm hoch)
- ‚Rosea‘ (schmutzig weiße und rötliche Blütenrispen)
- ‚Rendatleri‘ (zart rosa, wüchsig)
- Cortaderia selloana (weiß, hochwüchsig)
Rosa Pampasgras
Rosa Rispen haben die Sorten ‚Rosea‘ und ‚Rendatleri‘. Der Ton ist zart, eher rosé als kräftig rosa, und kommt in den ersten Wochen nach dem Aufblühen am besten zur Geltung — im Lauf des Herbstes bleichen die Rispen cremefarben aus. Kräftig rosa Bündel aus Deko-Shops sind meist gefärbt. Für den kleineren Garten oder für das Gefäß eignet sich die Zwergsorte ‚Pumila‘, die bei etwa einem Meter bleibt.



Pampasgras schneiden: wann und wie zurückschneiden
Pampasgras wird im Frühjahr geschnitten, nicht im Herbst. Die trockenen Blätter schützen über den Winter die Mitte des Horstes, deshalb bleiben sie stehen und werden erst Ende März oder im April zusammen mit dem Winterschutz entfernt.
Der Horst wird etwa 15–20 cm über dem Boden zurückgeschnitten, am besten mit einer Heckenschere oder einer Säge — die Halme sind zäh und die Blätter haben Ränder scharf wie eine Feile, deshalb lohnen sich Arbeitshandschuhe und lange Ärmel. Im Inneren bleiben alte, abgestorbene Teile zurück, die sich mit der behandschuhten Hand herauskämmen lassen; der Horst blüht danach besser. Verblühte Rispen lassen sich den ganzen Winter über jederzeit abschneiden, wenn sie für die Dekoration bestimmt sind.
Pampasgras vermehren: den Horst teilen
Am zuverlässigsten ist die Teilung des Horstes im Frühjahr, zugleich mit dem Frühjahrsschnitt. Der Horst wird ausgegraben, oder es wird mit dem Spaten von seinem Rand ein Stück mit Wurzeln abgestochen — der Kern alter Horste ist meist verholzt, und ihn zu teilen lohnt sich nicht. Jedes abgenommene Stück sollte eigene Wurzeln und mehrere Blattbüschel haben.
Durch die Teilung bleiben zudem Geschlecht und Farbe der Mutterpflanze erhalten, was bei der Aussaat nicht gilt — aus Samen wachsen auch männliche Exemplare mit lockereren Rispen. Die Samen werden im Frühjahr warm ausgesät, keimen als Lichtkeimer, und die Pflanzen daraus blühen meist erst im zweiten Jahr. Bei uns finden Sie die Samen des Pampasgrases Cortaderia selloana im Katalog.
Pampasgras im Kübel und auf der Terrasse
Im Gefäß wird vor allem die Zwergsorte ‚Pumila‘ kultiviert. Der Kübel sollte mindestens 40–50 Liter fassen, Abzugslöcher im Boden und eine Drainageschicht haben — in einem flachen Gefäß hält die Pflanze das Wasser nicht, und zugleich droht ihr Staunässe an den Wurzeln.
Der Winter ist im Kübel riskanter als im Beet, weil der Wurzelballen von allen Seiten durchfriert. Deshalb muss das Gefäß mit Vlies oder Luftpolsterfolie umwickelt, auf Styropor an die Hauswand gestellt und über den Winter nur leicht feucht gehalten werden. Das Substrat ist im Kübel schneller erschöpft, deshalb wird regelmäßiger gedüngt als im Beet.
Getrocknetes Pampasgras als Dekoration
Rispen zum Trocknen werden gleich nach dem Aufblühen geschnitten, solange sie fest sind und noch nicht zerfallen. Man lässt sie kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort an der Luft trocknen; im Licht vergilben sie schneller.
Damit die Rispen nicht fusseln, werden sie mit Haarspray oder farblosem Fixativ besprüht. So behandelt hält die Dekoration im Trockenen mehrere Jahre. An der Pflanze über den Winter belassene Rispen sind umgekehrt eine Zierde des Gartens, vor allem bei Raureif.
Häufige Fragen: Pampasgras
Wann blüht Pampasgras?
Die Blütenrispen erscheinen ab September und halten bis November. Eine junge Pflanze blüht meist erst im zweiten oder dritten Jahr nach der Pflanzung zum ersten Mal.
Wie schnell wächst Pampasgras?
In einer Saison treibt der ganze Horst wieder vom Boden aus. Seine volle Größe von rund zwei Metern erreicht er etwa im dritten Jahr, die Zwergsorte ‚Pumila‘ bleibt bei etwa einem Meter.
Wann schneidet man Pampasgras?
Erst im Frühjahr, Ende März oder im April, zusammen mit dem Entfernen des Winterschutzes. Ein Rückschnitt im Herbst schadet dem Horst — die trockenen Blätter schützen über den Winter seine Mitte.
Wie erkennt man weibliches und männliches Pampasgras?
Die weibliche Pflanze hat dichte, aufrechte und silbrig weiße Rispen, die männlichen sind lockerer und dünner. In den Garten pflanzt man weibliche Exemplare, weil sie dekorativer sind.
Womit düngt man Pampasgras?
Von April bis Ende Juli eignet sich der perfekte Naturdünger DÜNGEE, dünn rund um den Horst gestreut und eingegossen oder als Auszug verwendet. Nach August wird nicht mehr gedüngt, damit die Pflanze bis zum Winter ausreift.
