Pantoffelblume (Calceolaria)
Blüten wie kleine Pantoffeln — und bitte nicht mit dem Frauenschuh verwechseln, das ist eine Orchidee.
Pantoffelblume – Steingartenpflanze mit auffälligen Blüten

(Calceolaria)
Die Pantoffelblume (Calceolaria) ist eine Pflanze aus der Familie der Pantoffelblumengewächse (Calceolariaceae), die für ihre auffälligen, charakteristischen Blüten bekannt ist: Sie erinnern an kleine Pantoffeln. Es gibt mehrere Arten und Sorten, die sich in Größe und Blütenfarbe unterscheiden.
Wie Pantoffelblumen aussehen
Pantoffelblumen sind überwiegend kleine, ausdauernde Kräuter mit Blüten in unterschiedlichen Formen und Farben. Typisch sind Blüten in Form kleiner Pantoffeln oder „Täschchen“. Die Blätter sind grün und manchmal fein behaart.
Die Blüten der Pantoffelblume können gelb, orange, rot, rosa oder weiß sein. Manche Blüten sind einfarbig, andere zeigen eine bunte Kombination aus Grundfarbe und kontrastierenden Punkten.
Wie Pantoffelblumen kultiviert werden
Pantoffelblumen werden meist als Stauden oder einjährige Pflanzen kultiviert. Sie brauchen einen ausreichend hellen Standort, damit sie blühen. Der Boden sollte feucht, gut durchlässig und nährstoffreich sein.
Woher Pantoffelblumen stammen
Pantoffelblumen sind natürlich in Südamerikaverbreitet, vor allem in den Anden. Sie wachsen dort in Hochgebirgslagen, wo sie passende Bedingungen für ihr Wachstum finden.
Pantoffelblume: Pflege und Standort

Pantoffelblumen im Garten zu kultivieren, kann eine Herausforderungsein, denn diese Pflanzen brauchen recht spezielle Bedingungen. Mit genügend Aufmerksamkeit gelingt es aber gut. Halten Sie sich vor allem an die folgenden Punkte:
Standort: Pantoffelblumen brauchen ausreichend Licht, besonders in den Morgenstunden. Wählen Sie einen Platz im Garten, der sonnig liegt, zugleich aber vor der direkten, heißen Nachmittagssonne geschützt ist.
Boden: Pantoffelblumen bevorzugen einen feuchten, gut durchlässigen Boden mit leicht saurer bis neutraler Reaktion. Mischen Sie hochwertige Gartenerde mit Torf oder Perlit, um die Drainage zu verbessern.
Gießen: Halten Sie den Boden gleichmäßig leicht feucht, aber gießen Sie nicht übermäßig. Pantoffelblumen dürfen nicht im Wasser stehen, das führt zu Wurzelfäule. Prüfen Sie die Bodenfeuchte regelmäßig und gießen Sie nach Bedarf.
Düngen: Pantoffelblumen brauchen Nährstoffe, um sich gut zu entwickeln und zu blühen. Verwenden Sie einen Dünger mit höherem Phosphoranteil, der die Blüte unterstützt. Düngen Sie während der Vegetationszeit nach der Empfehlung auf der Verpackung. DÜNGEE eignet sich zur Düngung über die gesamte Saison.
Schutz vor Wind und Regen: Pantoffelblumen reagieren empfindlich auf starken Wind und heftigen Regen, der ihre zarten Blüten beschädigen kann. Stellen Sie die Pflanzen nach Möglichkeit an einen Platz, der vor extremer Witterung geschützt ist.
Krankheiten und Schädlinge: Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Wenn ein Problem auftritt, helfen mechanisches Absammeln, nützlingsschonende Verfahren oder ein für den Haus- und Kleingarten zugelassenes Mittel — welche das sind, zeigt das Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL.
Vermehrung: Pantoffelblumen lassen sich über Samen oder vegetativ vermehren, zum Beispiel über Stecklinge. Die Samen brauchen meist besondere Keimbedingungen, denn sie sind sehr fein und anspruchsvoll.
Überwintern: Je nach Klima brauchen Pantoffelblumen einen Frostschutz. Wenn Sie in einer Region mit harten Wintern leben, decken Sie die Pflanzen mit Mulch ab oder bringen Sie sie über den Winter an einen geschützten Ort. Winterhart im strengen Sinne sind die meisten Sorten nicht.
Verschiedene Arten und Sorten der Pantoffelblume brauchen unterschiedliche Pflege. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf über die Ansprüche der konkreten Art, dann gelingt die Kultur am besten.
Ganzblättrige Pantoffelblume für den Garten

Die Ganzblättrige Pantoffelblume (Calceolaria integrifolia) ist die Art, die im Garten und auf dem Balkon am häufigsten kultiviert wird — ein halbstrauchiger Vertreter mit auffälligen Blüten.
Wie die Ganzblättrige Pantoffelblume aussieht
Blätter: Die Ganzblättrige Pantoffelblume hat wechselständige, einfache Blätter mit ganzrandigem Blattrand — daher der Name. Die Blätter sind grün und oft fein behaart.
Blüten: Das auffälligste Merkmal sind die Blüten. Sie sind klein und meist gelblich, orange oder gelb. Jede Blüte hat die Form eines kleinen Pantoffels oder „Täschchens“, das typische Kennzeichen dieser Art. Die Blüte kann einfarbig sein oder kontrastierende purpurne Punkte und Streifen tragen.
Wuchs: Die Ganzblättrige Pantoffelblume wächst aufrecht und erreicht je nach Kulturbedingungen etwa 15–30 cm. Sie verzweigt sich reich, was zu einer üppigen Blüte beiträgt.
Geschätzt wird die Art vor allem für ihre attraktiven Blüten, die ungewöhnlich und auffällig sind. Die Kultur kann allerdings anspruchsvoll sein, vor allem was die gleichmäßige Bodenfeuchte und die passenden Wachstumsbedingungen angeht.
Die Ganzblättrige Pantoffelblume (Calceolaria integrifolia) ist eine schöne Pflanze und eine gute Ergänzung für Beet, Kübel und Balkonkasten. Weil sie zu den anspruchsvolleren Arten gehört, lohnt es sich, sich vor dem Pflanzen genau über ihre Bedürfnisse und Pflegeansprüche zu informieren.
Frauenschuh (Cypripedium calceolus) – die Orchidee mit dem Pantoffel

Verwirrend ist, dass auch bei dieser Pflanze der Pantoffel im Namen steckt — gemeint ist aber eine ganz andere Gattung. Der Frauenschuh — auch Gelber Frauenschuh (Cypripedium calceolus) gehört nämlich zu den Orchideen. Kultivieren lässt er sich auch im Garten, allerdings nur mit Pflanzen aus gärtnerischer Vermehrung.
Der Frauenschuh ist in Deutschland nach Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung streng geschützt und darf der Natur nicht entnommen werden (§ 44 BNatSchG). Im Garten dürfen deshalb ausschließlich nachweislich gärtnerisch vermehrte Pflanzen aus dem Fachhandel verwendet werden.
Wie der Frauenschuh aussieht
- Blätter: Die Blätter des Frauenschuhs sitzen wechselständig am Stängel und sind breit elliptisch, deutlich längsnervig und frischgrün.
- Blüten: Die Blüten sind der Hauptreiz dieser Orchidee. Die Lippe ist zu einem gelben, pantoffelförmigen Kessel aufgeblasen, die übrigen Blütenblätter sind rotbraun bis kastanienbraun. Diese Form ist das typische Kennzeichen der Art.
Herkunft und Verbreitung: Der Frauenschuh ist in verschiedenen Teilen Europas und Asiens verbreitet, unter anderem in Skandinavien, den Alpen, den Karpaten, im Kaukasus und in Sibirien. Er wächst in Bergregionen, auf feuchten Wiesen, zwischen Gräsern und an Waldrändern — bevorzugt auf kalkhaltigem Boden.
Kultur: Die Kultur des Frauenschuhs ist anspruchsvoll und verlangt besondere Sorgfalt. Wenn Sie diese Orchidee im Garten kultivieren möchten, halten Sie sich vor allem an die folgenden Regeln:
Standort: Der Frauenschuh braucht eine kühle, halbschattige und feuchte Lage. Stellen Sie ihn an einen Platz mit indirektem Licht, das ihm genug Helligkeit gibt, ohne ihn der prallen Sonne auszusetzen.
Boden: Anders als viele Gartenstauden bevorzugt der Frauenschuh einen humosen, durchlässigen und eher kalkhaltigen Boden. Ein passendes Substrat mischen Sie aus Laubkompost, Rindenhumus, Sand und etwas Kalkschotter.
Gießen: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Orchideen vertragen keinen Wasserüberschuss. Gießen Sie regelmäßig, sobald der Boden abzutrocknen beginnt — am besten mit kalkhaltigem Wasser.
Temperatur: Der Frauenschuh bevorzugt kühlere Temperaturen, besonders während der Vegetationszeit. Sie sollten gemäßigt und gleichmäßig sein; eine kalte Winterruhe ist für die Blüte notwendig.
Schnecken und Schädlinge: Kontrollieren Sie die Pflanzen auf Blattläuse und vor allem auf Schnecken, die die jungen Triebe im Frühjahr abfressen, und greifen Sie sofort ein, wenn sie auftreten.
Vermehrung: Der Frauenschuh lässt sich über Samen vermehren, was ein aufwendiger Prozess ist und im Labor auf sterilem Nährmedium erfolgt. Überlassen Sie das Fachleuten und spezialisierten Gärtnereien — im Handel gibt es fertig vermehrte Jungpflanzen.
Düngung von Freiland- und Zierpflanzen
- DÜNGEE können Sie in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
