Rittersporn (Delphinium), Strachka
Rittersporn-Arten für naturnahe Gartenpartien
- Standort: durchlässige und mäßig trockene Böden in der Sonne
- Höhe: 20–80 cm
- Blütezeit: Juni–Juli
- Vermehrung: durch Aussaat
Großblütiger Rittersporn (Delphinium grandiflorum)
(syn. D. grandiflorum var. chinense)
stammt aus Ostsibirien und Westchina. Er wächst aufrecht, locker und verzweigt sich stärker. Die Blätter sind sehr tief in schmale Abschnitte geteilt, die Blüten groß und leuchtend blau. Diese schöne Art hält leider nicht lange an.
Eine ähnliche und ebenfalls kurzlebige Art ist Delphinium tatsienense. Als geeignete Nachbarpflanzen eignen sich Fingerkräuter (Potentilla) und Mannstreu (Eryngium), Gräser felsiger Steppen, Zwiebeltragende Lilie oder Gelber Lein.
Rittersporn (Delphinium nudicaule)
stammt aus Kalifornien und ist bei uns leider nicht winterhart. Sie hat fleischige Blätter und knollige Wurzeln: Diese müssen im Herbst aus dem Boden genommen und frostfrei überwintert werden. Die einzigartigen Blüten sind die Mühe wert – sie sind groß, orangerot und haben einen langen geraden Sporn. Der Blütenstand ist traubenartig verzweigt. Nach der Blüte im Juli zieht die Pflanze ein und benötigt dann Trockenheit.
Rittersporn (Delphinium semibarbatum)
(syn. D. zalil, D. sulphureum)
ist ein Rittersporn mit hellgelben Blüten, der aus dem Iran und Nordindien stammt. Die 80–120 cm hohe Pflanze hat sehr fein geteilte Blätter und knollig verdickte Wurzeln. Die Blütentraube ist locker und verzweigt. Dieser Rittersporn blüht im Juni und Juli und zieht nach der Blüte ein. Er ist nicht besonders langlebig, sehr empfindlich gegenüber Nässe an den Wurzeln und benötigt einen warmen, sonnigen Standort. Er ist eine Pflanze für begeisterte Blumenliebhaber.
Rittersporn (Delphinium cashmerianum)
ist ein 30–40 cm hoher Rittersporn aus dem Himalaya. Er hat eine lockere Blütentraube mit trichterförmigen, dunkelvioletten Blüten. Die Pflanze verzweigt sich weit und blüht im Juni und Juli. Am besten gedeiht sie im Steingarten an schattigen Standorten.
Einjährige halbhohe Rittersporne für Beete, zum Schneiden und zum Trocknen
- Standort: schwere, nährstoffreiche Böden in der Sonne
- Höhe: 50–100 cm
- Blütezeit: Juni–August
- Vermehrung: durch Aussaat
Rittersporn (Delphinium ajacis)
stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst stellenweise verwildert in Mitteleuropa als Ackerunkraut. Von ihm leiten sich wahrscheinlich die einjährigen gefülltblütigen Rittersporne ab, die heute meist in Farbmischungen angeboten werden. Die Stängel sind in der Regel unverzweigt, und die gefüllten Blüten in allen Abstufungen von Violettblau, Rosa und Weiß sind im Blütenstand dicht angeordnet. Die Blütezeit im Sommer hängt vom Aussaatzeitpunkt ab.
Die Wuchshöhe der Pflanzen beträgt bei niedrigen Hyazinthen-Ritterspornen 50 cm, bei riesigen Hyazinthen-Ritterspornen 110 cm und bei Ritterspornen der Sorte Early-Bird-Mixed 80 cm.
Garten-Rittersporne – meist hohe, prachtvolle Stauden für Beete an offenen und sonnigen Standorten
- Standort: nährstoffreichere, mittelschwere Böden mit ausreichend Humus
- Höhe: 80–180 cm
- Blütezeit: Juni–Juli, August–September
- Vermehrung: durch Teilung und Aussaat
Belladonna-Hybriden:
für diese Gruppe niedrigwüchsiger Sorten sind locker verzweigte Blütenrispen typisch. Die Blütezeit verlängert sich, wenn verblühte Triebe abgeschnitten werden. Aufgrund der Verwandtschaft mit der Art Großblütiger Rittersporn (Delphinium grandiflorum) sollte der Standort warm und sonnig sein.
Elatum-Hybriden:
die frühere Bezeichnung war Delphinium x cultorum. Pflanzen mit kerzengeraden Blütenständen sind ein auffälliger Bestandteil von Staudenbeeten. Einige bewährte Sorten, die vegetativ vermehrt werden, sind in der Tabelle aufgeführt.
Pacific-Hybride:
haben im dichten Blütenstand sehr große Blüten. Stängel mit Blütenständen brechen bei Regen und Wind leicht ab. Die Blüten sind manchmal gefüllt, in den Farben überwiegen Blau, Rosa und Weiß. Höhe 180 cm. Niedrige Sorten, z. B. ‚Stand up‘ und ‚Blue Springs‘, sind nur 80 cm hoch. Pacific-Hybride lassen sich leicht aus Samen vermehren, wobei nur bei einigen die Sortenechtheit in größerem Maße erhalten bleibt.
