🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Schaftdolde

Sehen Sie, wie die Grüne Schaftdolde (Hacquetia epipactis) aussieht, welchen Standort sie braucht und wie Sie den Frühblüher im Schatten und im Steingarten kultivieren.

Inhalt

Schaftdolde – Frühblüher für schattige Steingärten

Grüne Schaftdolde mit kugeliger Dolde und gelbgrünem Hüllblattkranz

(Hacquetia)

Die Schaftdolde (Hacquetia) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Es ist eine kleine Gattung mit nur einer verbreitet kultivierten Art. Sehen Sie, wie sie aussieht, welchen Standort sie bevorzugt und wie man sie pflegt.

Aussehen:

  • Die Blätter sind dreiteilig geschnitten und am Rand deutlich gezähnt. Sie sind frischgrün und bleiben den größten Teil der Vegetationszeit zierend.
  • Die Blüten sind winzig und für sich genommen unscheinbar, sie stehen in einer kugeligen Dolde. Ihre gelbliche Farbe wird von einem Kranz großer, gelbgrüner Hüllblätter verstärkt, sodass das Ganze wie eine einzige große Blüte wirkt.
  • Nach der Blüte bilden sich kleine Früchte – Spaltfrüchte.

Verbreitung und Standort:

Die Schaftdolde ist in Mittel- und Südosteuropa heimisch. Sie wächst in den Ostalpen, im Dinarischen Gebirge und in den Karpaten. In Deutschland kommt sie wild nicht vor – hier ist sie eine reine Gartenstaude. In der Natur besiedelt sie schattige Laubwälder über Kalk, feuchte Schluchten und Hangfüße.

Anbau:

  • Im Garten wird die Schaftdolde vor allem wegen ihres zierenden Laubs und der frühen Blüte gepflanzt.
  • Am besten wächst sie auf feuchtem, gut durchlässigem Boden im Halbschatten. Sie passt in Schattenbeete, unter Gehölze, an Beetränder und in Naturgärten, wo sie im zeitigen Frühjahr blüht, noch bevor die Bäume austreiben.

Grüne Schaftdolde (Hacquetia epipactis)

Horst der Grünen Schaftdolde (Hacquetia epipactis) im Schatten

Die Grüne Schaftdolde (Hacquetia epipactis) ist die einzige Art der Gattung, die regelmäßig kultiviert wird. Gärtner schätzen sie für ihr Aussehen und dafür, dass sie sehr anspruchslos ist.

So sieht die Grüne Schaftdolde aus

  • Blätter: Die Blätter sind geteilt und am Rand gezähnt. Sie sind dunkelgrün und bilden einen niedrigen, kompakten Horst. Zu den Blüten stehen sie in reizvollem Kontrast und bleiben den größten Teil der Vegetationszeit ansehnlich.
  • Blüten: Die Blüten sind klein und gelb und erinnern an Illustrationen in alten Kräuterbüchern. Sie stehen in einer kugeligen Dolde, die für die Gattung Hacquetia typisch ist.

So wird die Schaftdolde kultiviert

  • Die Grüne Schaftdolde ist ausgesprochen anspruchslos und gedeiht unter ganz unterschiedlichen Gartenbedingungen.
  • Standort: Am besten wächst sie halbschattig bis schattig. Sie verträgt auch hellere Plätze, im tieferen Schatten bleibt das Laub jedoch länger frisch.
  • Boden: Sie bevorzugt feuchten, gut durchlässigen Boden, gern kalkhaltig. Wichtig ist, dass er nicht zu schnell austrocknet, vor allem an heißen Tagen.
  • Vermehrung: Die Grüne Schaftdolde lässt sich über Samen oder durch Teilung der Horste im Frühjahr oder im Herbst vermehren. Ältere Horste teilen Sie in kleinere Stücke und pflanzen diese an einen neuen Platz. Samen sammeln Sie nach der Blüte und säen sie an geeigneten Stellen aus. Sie keimen langsam, halten Sie den Boden deshalb gleichmäßig feucht.

Wofür sich die Grüne Schaftdolde eignet

Die Grüne Schaftdolde ist wegen ihrer Blüten und ihres Laubs beliebt. Häufig wird sie als Teil von Zierbeeten, als Unterpflanzung in Waldgärten oder für schattige Plätze verwendet. Sie eignet sich auch als Bodendecker.

Schaftdolde und Christrose: Namen und Sorten

Grüne Schaftdolde und Christrosen (Hacquetia epipactis, Helleborus) blühen beide sehr früh im Jahr und mögen denselben Standort: halbschattig, kalkhaltig und humos. Verwandt sind sie aber nicht – die Schaftdolde gehört zu den Doldenblütlern, die Christrose zu den Hahnenfußgewächsen. 

Die Grüne Schaftdolde ist eine ausdauernde Staude mit schuppigem Rhizom. Im Frühjahr treiben daraus 1 bis 2 lang gestielte Blätter und 1 bis 2 blattlose Schäfte. Am Ende des Schaftes sitzt ein Knäuel gelblicher Blütchen, umgeben von einem Kranz aus 5 bis 6 großen, gezähnten, gelbgrünen Hüllblättern. 

Sorten gibt es nur wenige. Am bekanntesten ist die panaschierte ‚Thor‘ mit gelblich gerandeten Blättern. Auch Sorten brauchen dieselben Bedingungen wie die Art: einen halbschattigen bis schattigen Standort und feuchten, gut durchlässigen Boden. Wichtig ist, dass der Boden nicht zu schnell austrocknet, besonders in der sommerlichen Hitze.

Vermehrt wird die Grüne Schaftdolde über Samen oder durch Teilung der Horste im Frühjahr oder im Herbst. Ältere Horste teilen Sie in kleinere Stücke und pflanzen diese neu. Samen sammeln Sie nach der Blüte und säen sie im Frühjahr oder im Herbst aus. Während der Keimung halten Sie den Boden feucht. Panaschierte Sorten vermehren Sie ausschließlich durch Teilung – über Samen geben sie ihre Zeichnung nicht weiter.

Schaftdolde – Verwendung im Garten

Die Schaftdolde (Hacquetia) ist wegen ihres zierenden Wuchses und der einfachen Pflege beliebt. Lassen Sie sich von unseren Tipps inspirieren, wie Sie sie im Garten einsetzen können:

  1. Zierbeete: Pflanzen Sie die Schaftdolde als Teil einer blühenden Unterpflanzung ins Zierbeet. Laub und Blüten prägen das Bild des Beetes schon im zeitigen Frühjahr.

  2. Unterpflanzung unter Bäumen: Die Schaftdolde gedeiht im Halbschatten und im Schatten und eignet sich deshalb unter Bäumen und Sträuchern, wo andere Pflanzen mit dem Lichtmangel zu kämpfen haben.

  3. Wald- und Naturgärten: Die Schaftdolde wirkt sehr natürlich und ist damit eine ausgezeichnete Wahl für Wald- und Naturgärten, in denen Sie natürliche Pflanzengesellschaften nachbilden wollen.

  4. Steingärten: Durch ihren niedrigen Wuchs ist die Schaftdolde eine gute Ergänzung für Steingärten und Alpinum – vor allem für deren schattigere, feuchtere Bereiche.

  5. Pflanzgefäße: Sie können die Schaftdolde auch in Kübeln oder Balkonkästen kultivieren, wo sie eine schattige Terrasse oder Pergola belebt.

  6. Gartengestaltung: Dank des charakteristischen Laubs und der Blüten passt die Schaftdolde in viele Gestaltungselemente: in Beete, an Wegränder und in Pflanzungen rund um Wasserstellen.

Düngung von Außen- und Zierpflanzen

  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.