Scheineller (Clethra)
Laubabwerfender blühender Strauch mit schöner Herbstfärbung
Standort: sonnig bis schattig; Gartenboden frisch, durchlässig, humusreich
Höhe: 2-4 m
Blütezeit: Juli-September
Vermehrung: durch Aussaat
Die Gattung Scheineller (Clethra) mit 50 Arten aus der Familie der Scheinellergewächse (Clethraceae) kommt verstreut in Nord- und Südamerika, in Süd- und Südostasien sowie auf Madeira vor. In Mitteleuropa sind nur die laubabwerfenden Arten ausreichend frosthart. Es sind Sträucher mit wechselständigen Blättern und weißen Blüten in endständigen Rispen oder Trauben. Der Kelch ist tief fünflappig, die Krone fünfzählig. Die nachfolgend genannten Arten benötigen halbschattige, frische Standorte und können auch gut unter dem Kronendach hoher Bäume wachsen. Beim Scheineller schätzt man die späte Blütezeit und die in der Regel schöne Herbstfärbung.
Arten des Scheinellers
Erlenblättriger Scheineller (Clethra alnifolia)
Strauch 2-3 m hoch, aufrecht und dicht verzweigt. Die Blätter sind 4-11 cm lang, verkehrt-eiförmig und scharf gesägt, im Herbst teilweise rot und gelb. Im Juli bis September öffnen sich duftende, weißlich-gelbe Blüten in aufrechten und filzig behaarten Trauben. Bei der Form ‚Rosea‘ sind die Knospen zunächst rosa und später hellrosa. Die Blüte ist nicht so üppig wie bei der Grundart.
Bartnervig-Scheineller (Clethra barbinervis)
3-4 m hoher Strauch mit locker aufgebauten, rotbraunen Ästen. Die Rinde ist glatt, kaffeebraun bis hellgelb und löst sich plattenartig ab wie bei Platanen. Die schmal verkehrt-eiförmigen Blätter sind sattgrün, im Herbst rot und gelb. Weiße, duftende Blüten, die in 15 cm langen Doppeltrauben angeordnet sind, erscheinen von Juli bis September. Dieser Scheineller ist von allen frostharten Arten der schönste.
