Schmalblättriger Sanddorn
Hippophae rhamnoides – Schmalblättriger Sanddorn
Ein hoher, laubabwerfender und dorniger Strauch, dessen dekorative Früchte viele Vitamine enthalten.
- Standort: Sonnige, trockenere Standorte auch auf unfruchtbaren Böden.
- Höhe: 5–7 m.
- Blütezeit: März–April (unauffällige Blüten).
- Vermehrung: Hauptsächlich durch Aussaat, bei Nutzpflanzen durch Grün- und halbverholzte Stecklinge.
Hippophae rhamnoides aus der Familie der Ölweidengewächse (Eleagnaceae) ist ein verzweigter, lockerer, ausläufertreibender Strauch mit dornigen Ästen und linealisch-lanzettlichen Blättern, die 5–7 cm lang und beidseitig glänzend silbrig beschuppt sind.
Der Sanddorn ist eine zweihäusige Pflanze mit unauffälligen Blüten, die sich noch vor dem Blattaustrieb in den Blattachseln der vorjährigen Äste entwickeln. An den weiblichen Pflanzen reifen ab August orangegelbe Früchte, die eiförmig-rund, 6–8 mm lang, saftig sind und viele Vitamine enthalten (120–300 mg pro 100 g frischer Früchte).
Der Sanddorn ist eine eurasische Strauchart, die an feuchten bis trockenen Standorten, in Geröll, Sand und auf Felsen wächst. Er kommt sowohl in Niederungen als auch in Gebirgen vor und bildet verschieden große Gruppen. Der anspruchslose und trockenheitsresistente Strauch wird häufig als Pioniergehölz zur Begrünung von Hängen und Halden verwendet. In größeren Gärten kann er auch als dekorativer Nutzstrauch eingesetzt werden.
Anbau des Sanddorns als Nutzpflanze
Obwohl der Sanddorn sehr anspruchslos gegenüber dem Boden ist, verträgt er keinen Staunässeboden. Er benötigt auch viel Licht, daher sollte der Strauch frei stehen. Auf 10 weibliche Pflanzen sollte bei der Pflanzung ein männlicher Bestäuber kommen (z. B. die Sorte ‚Pollmix‘).
Stickstoffdüngung ist unnötig, da auf den Wurzeln des Sanddorns Pilze leben, die Stickstoff aus der Luft binden. Es wird empfohlen, den Boden mit organischem Material abzudecken, was den Bedarf an Hacken verringert und die Ausläuferbildung fördert.
Die Früchte fallen nicht ab, daher nimmt die Ernte mehr Zeit in Anspruch. Im Garten können die Früchte mit einem Haken gelöst werden, oder die fruchttragenden Zweige werden abgeschnitten, entlaubt und anschließend wird aus den Früchten mit Holzresten der Saft gewonnen (der Fruchtertrag im folgenden Jahr verringert sich jedoch).
Der Sanddorn leidet nicht unter Krankheiten oder Schädlingen, aber die Früchte schmecken Vögeln.
Vermehrung des Sanddorns
Sanddorn für Zierzwecke kann durch Aussaat vermehrt werden, Obstsorten müssen durch Grün- oder Holzstecklinge vermehrt werden.
Sorten des Sanddorns
- ‚Leikora‘: Wächst kräftig, hat viele Dornen und bringt eine große Menge großer Früchte mit hohem Vitamingehalt. Die Früchte reifen ab Ende September.
- ‚Hergo‘: Zeichnet sich durch einen breiten und leicht überhängenden Wuchs aus. Sie ist weniger dornig als ‚Leikora‘. Sie liefert sehr hohe Erträge an Früchten mittlerer Größe mit mittlerem Vitamingehalt. Die Früchte reifen Anfang September.
- ‚Pollmix‘: Männliche Sorte, wird als Bestäuber gepflanzt.
