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Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)

Stark giftiges Kraut aus der Familie der Nachtschattengewächse – früher eine Heilpflanze, heute vor allem eine Pflanze, die man erkennen können sollte.

Das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) ist eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse, die schon seit Jahrhunderten für ihre giftige Wirkung bekannt ist. Obwohl es sich um ein Giftkraut handelt, wurde es in der Vergangenheit in der Volksheilkunde wegen seiner beruhigenden und schmerzstillenden Wirkung eingesetzt, vor allem bei Zahn- und Bauchschmerzen.

Wegen dieser Geschichte und Wirkung ist das Bilsenkraut für Wissenschaft und Medizin bis heute interessant. Angewendet wird es heute allerdings kaum noch, weil das Vergiftungsrisiko zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann. Erkennbar ist die Pflanze an ihrer Höhe von bis zu 90 cm und an den drüsigen, zottig behaarten Blättern mit ihrem abstoßenden Geruch.

In Mitteleuropa ist das Schwarze Bilsenkraut selten geworden; in mehreren deutschen Bundesländern steht es auf der Roten Liste, sammeln sollte man es in der Natur also ohnehin nicht. Es blüht von Juni bis Oktober und gedeiht an sonnigen, warmen Standorten mit nährstoffreichem Boden. Ursprünglich war die Pflanze vor allem in Europa, Westasien und Nordafrika verbreitet, inzwischen kommt sie auch in anderen Regionen der Welt vor.

Das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger), auch schlicht Bilsenkraut genannt, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Es stammt aus dem Mittelmeerraum und Westasien, ist heute jedoch auch in anderen Teilen der Welt zu finden.

Das Kraut bildet eine ausdauernde Wurzel aus, die seinen ein- bis zweijährigen Lebenszyklus trägt. Die Wuchshöhe liegt zwischen 20 und 90 cm. Typisch für das Schwarze Bilsenkraut ist der aufrechte Stängel, der klebrig behaart ist. Die Blätter sind länglich, leicht gezähnt und bei den grundständigen Blättern gestielt.

Die Früchte sind Kapseln mit nierenförmigen Samen. Bekannt ist das Schwarze Bilsenkraut vor allem für seine Giftigkeit, denn es enthält Alkaloide wie Scopolamin und Hyoscyamin. Wegen dieser Giftigkeit ist beim Umgang mit der Pflanze große Vorsicht geboten; verwendet werden sollte sie nur unter fachlicher Aufsicht.

In der traditionellen Medizin wurden Auszüge der Pflanze historisch wegen ihrer beruhigenden und schmerzstillenden Wirkung genutzt; wegen der hohen Giftigkeit und der Vergiftungsgefahr ist eine Anwendung heute unüblich und eher zu unterlassen.

Das Schwarze Bilsenkraut mag sonnige und warme Plätze, auch wenn es auf ganz unterschiedlichen Bodenarten wachsen kann. Sein unangenehmer Geruch ist eines seiner auffälligsten Erkennungsmerkmale.

BlütenBeschreibung
BlütezeitJuni bis Oktober
FarbeSchmutzig gelb mit violettem Schlund des Kelches
StellungIn den Blattachseln

Bilsenkraut anbauen

Der Anbau des Schwarzen Bilsenkrauts (Hyoscyamus niger) verlangt bestimmte Bedingungen, damit die Pflanze gut wächst. Vor allem kommt es auf den richtigen Standort an.

Geeigneter Standort:

  • Das Schwarze Bilsenkraut bevorzugt sonnige und warme Lagen.
  • Die Pflanze gedeiht auf gut durchlässigen Böden mit ausreichender Nährstoffversorgung.

Gießen:

  • Gießen Sie mäßig, aber regelmäßig, damit der Boden feucht bleibt, ohne dass Staunässe entsteht.
  • In Trockenperioden muss häufiger gegossen werden.

Licht:

  • Für eine optimale Photosynthese braucht die Pflanze ausreichend direktes Sonnenlicht.

Wer sie kultiviert, sollte außerdem auf Schädlinge und Krankheiten achten, die der Pflanze zusetzen können. Das Schwarze Bilsenkraut ist dafür bekannt, sich an sehr unterschiedliche Boden- und Klimabedingungen anzupassen, was den Anbau vergleichsweise einfach macht. Wegen der Giftigkeit ist beim Umgang mit dem Kraut jedoch entsprechende Vorsicht angebracht.

Blühendes Schwarzes Bilsenkraut mit gelblichen Blüten und zottig behaarten Blättern am Feldrand
Buschig wachsendes Schwarzes Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) auf trockenem, offenem Boden

Bilsenkraut düngen

Zur Pflege des Schwarzen Bilsenkrauts gehört eine regelmäßige Nährstoffversorgung, die Wachstum und Entwicklung unterstützt. Gedüngt wird maßvoll, in der Regel einmal im Monat während der Vegetationszeit.

Bei der Wahl des Düngers ist wichtig, dass er alle Nährstoffe enthält, die das Schwarze Bilsenkraut braucht. Zur Verfügung stehen verschiedene Düngerarten, darunter:

  • Mineralische Dünger
  • Organische Dünger
  • Flüssigdünger
  • Granulierte Dünger

Besonders DÜNGEE, ein perfekter Naturdünger, ist eine ausgezeichnete Wahl, weil er die Pflanze über die ganze Saison mit den wesentlichen Nährstoffen versorgt. Da er reich an den nötigen Spurenelementen ist, unterstützt er ein gesundes Wachstum und die Entwicklung der Pflanze.

Ausgebracht wird der Dünger nach den Angaben des Herstellers, damit es nicht zu einer Überdüngung kommt, die der Pflanze schaden könnte. Entscheidend ist immer, mit Augenmaß vorzugehen und auf die Signale zu achten, die das Schwarze Bilsenkraut beim Wachsen zeigt.

Bilsenkraut: Wissenswertes

Das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) gehört zu den Pflanzen, über die die Öffentlichkeit gut informiert zu sein scheint. Die Art hat jedoch einige Eigenschaften, die ungewöhnlich und wenig bekannt sind:

  • Schutz und Vorkommen: Das Schwarze Bilsenkraut ist in Mitteleuropa selten geworden und steht in mehreren deutschen Bundesländern auf der Roten Liste. Obwohl die Pflanze giftig ist, wird ihr Vorkommen aus Gründen des Naturschutzes aufmerksam beobachtet.

  • Nutzung in der Vergangenheit: Historisch wurde das Schwarze Bilsenkraut wegen seiner angeblichen Heilwirkung eingesetzt, etwa bei Zahnschmerzen oder Herzbeschwerden. In der Phytotherapie wird es heute wegen seiner Giftigkeit nicht mehr verwendet.

  • Aussehen der Pflanze: Das Schwarze Bilsenkraut wirkt zottig, hat drüsige Blätter und einen ausgeprägten, unangenehmen Geruch. Die Pflanze erreicht eine Höhe von 20 bis 90 cm.

  • Blüten und Früchte: Die Blüten des Schwarzen Bilsenkrauts sind schmutzig gelb mit dunkelviolett geadertem Schlund, was der Pflanze ihr eigentümliches, für manche geradezu „unheimliches“ Aussehen gibt. Die reifen Früchte sind Kapseln, die vom Kelch umschlossen bleiben.

  • Vergiftungssymptome: Zu den Symptomen einer Vergiftung mit Schwarzem Bilsenkraut zählen Krämpfe, Bauchschmerzen, Herzbeschwerden und sogar Halluzinationen. Trotz seiner Giftigkeit ist die Pflanze für wissenschaftliche Studien interessant, die versuchsweise die mögliche Nutzung einzelner Inhaltsstoffe untersuchen.