Bogenhanf (Sansevieria), die Schwiegermutterzunge
Die robusteste Zimmerpflanze, die es gibt — kaputt bekommt man sie fast nur durch zu viel Wasser.

Ausdauernde Pflanzen mit ledrigen oder fleischigen Blättern und kriechendem Rhizom
- Standort: am besten vollsonnig
- Höhe: je nach Art über 1 m
- Blütezeit: in der Regel von März bis Mai
- Vermehrung: durch Teilung oder Blattstecklinge
Der Bogenhanf (Sansevieria) , im Volksmund Schwiegermutterzunge genannt, wurde früher zu den Agavengewächsen (Agavaceae)gezählt, heute gehört er zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Einige Arten der Gattung Sansevieria zählen in ihren Heimatgebieten (tropisches Afrika, Madagaskar, Arabien, Indien) zu den wichtigen Faserpflanzen. Bei uns hat der Bogenhanf vor allem als nahezu unverwüstliche Zimmerpflanze viele Anhänger.
Die meist wenigen Blätter sind mehr oder weniger lanzettlich und flach oder auch halbrund bis walzenförmig, biegsam oder starr, oft mit hellen Flecken oder Querbändern, häufig auch gelb gerandet. Die Blüten sind dagegen wenig attraktiv. Die Blütenstände werden je nach Art bis zu 1 m hoch, die einzelnen Blüten selbst bleiben unscheinbar, sind meist weißlich und angenehm duftend.
Bogenhanf-Pflege
Der Bogenhanf ist anspruchslos. Er verträgt auch einen schattigen Standort, dann verblassen allerdings die auffälligen Blattzeichnungen — deshalb sollte man ihm so viel Sonne wie möglich gönnen. Die Temperatur muss immer über 12 °C liegen, und das ganze Jahr über wird nur mäßig gegossen. Kultursorten lassen sich ausschließlich durch Teilung vermehren. Bei artreinen Pflanzen kann man außerdem gut ausgereifte Blätter in handbreite Stücke schneiden und bewurzeln lassen.
Empfohlene Bogenhanf-Arten
Sansevieria arborescens

Sie hat glatte, lanzettliche, flache, 25–40 cm lange, 2–4,5 cm breite und 5 mm dicke, an der Spitze bräunlich verhärtete grasgrüne Blätter mit weißlichen oder rötlichen Rändern.
Sansevieria canaliculata

Sie hat aufrechte und walzenförmige dunkelgrüne Blätter von 50–70 cm Länge und 2 cm Dicke, auf denen sich mehrere charakteristische Längsrillen bilden.
Sansevieria grandis

Sie wächst ohne Stämmchen. Das Rhizom wird bis zu 60 cm lang, ist schuppig, 3,5 cm stark und trägt am Ende zwei bis fünf Blätter. Die Blätter sind elliptisch bis breit lanzettlich, 20–60 cm lang und 8 bis 15 cm breit, nahezu glatt, dunkel- oder bläulichgrün, in der Jugend mit heller Querbänderung.
Sansevieria trifasciata

Auch sie bildet kein Stämmchen. Am Ende des kriechenden Rhizoms entwickeln sich 2–6 Blätter, die starr linealisch bis lanzettlich und flach sind, 30–100 cm lang, 2,5 bis 8 cm breit, mit weißlichen oder hell- bis dunkelgrünen Streifen. Von dieser Art gibt es zahlreiche Kultursorten mit unterschiedlicher Blattfärbung.
Häufige Fragen zum Bogenhanf
Wie pflegt man den Bogenhanf?
Er ist eine der anspruchslosesten Zimmerpflanzen: Er verträgt Sonne ebenso wie Halbschatten und wird sparsam gegossen, erst wenn das Substrat durchgetrocknet ist. Das Einzige, was ihm wirklich schadet, ist Staunässe — sie führt zu Wurzelfäule.
Wann blüht der Bogenhanf?
Er blüht selten und meist erst als ältere Pflanze — die weißen, zart duftenden Blüten erscheinen am häufigsten im Sommer, paradoxerweise nach einer Phase mit leichtem Stress (enger Topf, Trockenheit).
Womit düngt man den Bogenhanf?
Ein schwacher Aufguss aus DÜNGEE (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) etwa einmal im Monat im Frühjahr und Sommer genügt. Im Winter wird gar nicht gedüngt — die Pflanze ruht.
Der Bogenhanf verzeiht vieles, Überdüngung jedoch nicht. Wie viel und wie oft Zimmerpflanzen Nährstoffe brauchen, erklärt der Artikel Zimmerpflanzen düngen.
