🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Sonnenröschen

Halbstrauch für den Steingarten, der ab Juni blüht. Jede Blüte hält nur einen Tag, dafür kommen ständig neue nach.

Sonnenröschen pflanzen und pflegen

(Helianthemum)

Das Sonnenröschen (Helianthemum) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae), zu der Stauden und Halbsträucher mit bunten Blüten gehören. Diese Pflanzen sind wegen ihrer Schönheit und ihrer einfachen Pflege beliebt. Wenn Sie die folgenden Regeln beachten, bleibt Ihnen das Sonnenröschen lange erhalten und belohnt Sie mit schönen Blüten:

  1. Standortwahl: Sonnenröschen bevorzugen sonnige Plätze mit gut durchlässigem Boden. Meiden Sie zu feuchte Stellen, damit die Wurzeln nicht faulen.

  2. Bodenvorbereitung: Sonnenröschen wachsen am besten in leichtem, sandigem Boden. Vor dem Pflanzen können Sie Sand einarbeiten oder unten Kies beziehungsweise Steine einfüllen, damit das Wasser besser abzieht. Der Boden sollte außerdem mit Humus oder Kompost angereichert sein, damit die Pflanze gut versorgt ist.

  3. Aussaat oder Pflanzung: Sonnenröschen können Sie entweder aus Samen ziehen, die Sie im Frühjahr aussäen, oder als fertige Topfpflanzen kaufen und direkt an den Standort setzen. Wenn Sie sich für die Pflanzung entscheiden, lassen Sie genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen, damit sie Platz zum Wachsen haben (20 cm).

  4. Gießen: Junge Pflanzen müssen Sie regelmäßig gießen, damit sie anwachsen, Staunässe sollten Sie aber vermeiden. Ausgewachsene Pflanzen vertragen trockene Phasen gut, in großer Hitze sollten Sie sie trotzdem regelmäßig wässern.

  5. Düngen: Sonnenröschen brauchen generell wenig Dünger. Einmal im Jahr im Frühjahr können Sie ihnen aber eine schwache Gabe organischen Düngers geben, zum Beispiel DÜNGEE.

  6. Gesundheit der Pflanze: Sonnenröschen sind in der Regel robust. Sehen Sie die Pflanzen dennoch regelmäßig durch und entfernen Sie beschädigte Teile.

  7. Schnitt: Wenn Sie ein strauchiges Sonnenröschen im Steingarten haben, schneiden Sie es regelmäßig zurück. So behält es seine kompakte Form und blüht williger.

Sonnenröschen sind schöne und anspruchslose Pflanzen, die Farbe in den Garten bringen und vom Frühjahr bis in den Sommer blühen. 

Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) – gelbe Blüte in Nahaufnahme
Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum) als gelb blühendes Polster an einem trockenen Hang

Sonnenröschen schneiden

Gartenschere

Strauchige Sonnenröschen brauchen einen Rückschnitt beziehungsweise regelmäßigen Schnitt. Schneiden Sie direkt nach der Blüte, also in der zweiten Sommerhälfte, um etwa ein Drittel zurück. Im Herbst schneiden Sie nicht mehr, damit die Pflanze bis zum Winter ausreifen kann; entfernen Sie dann nur trockene und beschädigte Triebe. Achten Sie dabei auf einen kompakten Aufbau. Der Schnitt ist wichtig für die Vitalität der Pflanze, für ihr kompaktes Aussehen und vor allem fördert er die Blüte in der nächsten Saison.

Verwenden Sie zum Schneiden scharfe und desinfizierte Werkzeuge, zum Beispiel eine Gartenschere, damit Sie Ihre Sonnenröschen nicht durch eingeschleppte Krankheitserreger schädigen, die später Pilzbefall, Fäulnis oder Virosen auslösen. Sonnenröschen sind zwar mehr oder weniger widerstandsfähig, hundertprozentig gilt das aber nicht.

Sonnenröschen vermehren

Das Sonnenröschen (Helianthemum) lässt sich auf mehrere Arten vermehren: über Samen, über Stecklinge und manchmal auch durch Teilung. Jede Methode hat ihre Vorteile und hängt nicht nur von den Vorlieben des Gärtners ab, sondern auch von der Art. 

  1. Vermehrung über Samen:
  • Die Samen des Sonnenröschens gewinnen Sie im Herbst aus den ausgereiften Blüten. Ernten lassen sie sich nach der Blüte, sobald sich die Samenkapseln zu öffnen beginnen.
  • Säen Sie die Samen im Frühjahr in feuchte, durchlässige Erde in einer Schale oder einem Topf aus.
  • Achten Sie darauf, dass die Samen nur leicht mit Erde bedeckt sind.
  • Halten Sie die Erde feucht und stellen Sie das Gefäß an einen sonnigen Platz.
  • Sobald die jungen Pflanzen gekeimt und groß genug sind, können Sie sie in den Garten oder an ihren endgültigen Standort umpflanzen.
  1. Vermehrung über Stecklinge:
  • Nehmen Sie einen gesunden, kräftigen Trieb von der Pflanze. Meist verwendet man halb verholzte oder verholzte Stecklinge.
  • Schneiden Sie den Steckling auf mindestens 5 cm Länge und entfernen Sie die unteren Blätter.
  • Sie können den Steckling in Bewurzelungspulver tauchen, das die Wurzelbildung anregt.
  • Stecken Sie den Steckling in feuchte, durchlässige Erde oder in Sand in einer Schale oder einem Topf.
  • Halten Sie Erde beziehungsweise Sand feucht und stellen Sie das Gefäß an einen hellen, aber eher halbschattigen Platz.
  • Sobald das neue Sonnenröschen bewurzelt ist, können Sie es an seinen endgültigen Standort setzen.
  1. Teilung des Horstes:
  • Ältere Sonnenröschen lassen sich durch Teilung vermehren.
  • Nehmen Sie die ganze Pflanze aus dem Boden und trennen Sie vorsichtig die Teilstücke ab, die eigene Wurzeln haben.
  • Jedes Teilstück sollte mindestens einen gesunden Wurzelballen haben.
  • Die geteilten Stücke können Sie sofort an ihren neuen Standort pflanzen.

Arten des Sonnenröschens

Die bekanntesten Sonnenröschen-Arten für den Steingarten sind diese:

  • Großblütiges Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum)
  • Alpen-Sonnenröschen (Helianthemum alpestre)
  • Apenninen-Sonnenröschen (Helianthemum apenninum)
  • Öland-Sonnenröschen (Helianthemum oelandicum)
  • Gewöhnliches Sonnenröschen (Helianthemum nummularium)
  • Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum)
Gelb blühende Sonnenröschen vor unscharfem Hintergrund

Großblütiges Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum)

Das Großblütige Sonnenröschen (Helianthemum grandiflorum) ist eine Art aus der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und ein beliebter Zierhalbstrauch in Gärten. 

So sieht das Großblütige Sonnenröschen aus:

  • Das Großblütige Sonnenröschen ist ein immergrüner Halbstrauch mit einer Höhe von etwa 30 bis 50 cm. Er wächst dicht und stark verzweigt.
  • Die Blätter sind klein, schmal, länglich und dunkelgrün.
  • Die Blüten sind die größten aller Sonnenröschen-Arten. Sie sind farbenfroh und reichen von Gelb über Orange bis Rot. Die Blüten fallen auf, sitzen auf kurzen Stielen und bilden dichte Blütenstände an den Triebspitzen.

So wird diese Sonnenröschen-Art kultiviert:

  • Standort: Das Großblütige Sonnenröschen bevorzugt einen sonnigen Platz mit viel Licht. In der Sonne öffnen sich die Blüten besser. Es mag Stellen, die vor starkem Wind geschützt sind.
  • Boden: Die Pflanze braucht einen gut durchlässigen Boden. Am besten wächst sie auf sandigem oder steinigem Untergrund mit ausreichend Humus.
  • Gießen: Junge Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser, bis sie eingewurzelt sind. Ausgewachsene Pflanzen kommen mit Trockenheit recht gut zurecht und überstehen auch längere trockene Phasen.
  • Düngen: Sonnenröschen brauchen wenig Dünger. Sie können sie aber einmal im Jahr im Frühjahr mit einem organischen Dünger versorgen, der reich an Phosphor und Kalium ist, damit die Blüte gefördert wird.
  • Schnitt: Nach der Blüte können Sie leicht zurückschneiden. Das fördert den kompakten Wuchs und kann im Lauf des Sommers zu einer zweiten Blüte führen.
  • Überwinterung: Das Großblütige Sonnenröschen ist frosthart und verträgt milde Wintertemperaturen gut. Bei strengeren Wintern können Sie die Pflanze leicht abdecken.

Das Großblütige Sonnenröschen ist eine attraktive Pflanze, die vom Frühjahr bis in den Sommer blüht und dem Garten Farbe und Leben gibt. Seine bunten Blüten sind ein echter Blickfang. Bei richtiger Pflege werden Sie lange Freude an den schönen Blüten haben.

Freiland- und Zierpflanzen düngen

  • Sie können den Dünger in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Häufige Fragen

Wie lange hält eine Blüte des Sonnenröschens?

Die einzelne Blüte nur einen Tag – bis zum Abend fällt sie ab. Die Pflanze bildet jedoch ständig neue, sodass die Blütezeit insgesamt von Juni bis August dauert. Verblühtes müssen Sie nicht entfernen.

Warum verkahlt mein Sonnenröschen nach einigen Jahren von unten?

Das Sonnenröschen ist ein kurzlebiger Halbstrauch, der nach vier bis sechs Jahren von unten verholzt und licht wird. Ein regelmäßiger Schnitt nach der Blüte hilft, am Ende ist es aber einfacher, sich rechtzeitig Ersatz aus Stecklingen heranzuziehen. Die zweite Ursache ist Winternässe in schwerem Boden.

Wann schneidet man Sonnenröschen?

Direkt nach der Blüte, in der zweiten Sommerhälfte, um etwa ein Drittel. Schneiden Sie nie ins alte, blattlose Holz – daraus treibt das Sonnenröschen nicht mehr aus.

Welchen Boden braucht das Sonnenröschen?

Einen leichten, sandigen und durchlässigen Boden in voller Sonne. Es verträgt auch kalkhaltige und magere Erde – in der Natur wächst es auf warmen Felshängen. Staunässe schadet ihm.

Wie vermehrt man Sonnenröschen?

Am sichersten über halbreife Stecklinge im Juli oder August, die in drei bis vier Wochen bewurzeln. Aussaat funktioniert ebenfalls, bei Sorten bleibt die Blütenfarbe aus Samen aber nicht erhalten.

Womit düngt man Sonnenröschen?

Fast gar nicht. Eine schwache Gabe organischen Düngers im Frühjahr reicht; nach zu viel Stickstoff treibt das Sonnenröschen ins Laub, wird licht und überwintert schlechter.