Staudenknöterich (Fallopia)
Schnellwachsende invasive Pflanze mit hohen Stängeln und dichtem Bewuchs
- Standort: feucht, sonnig bis halbschattig
- Höhe: 1,5–3 m
- Blütezeit: August–September
- Vermehrung: Ableger, ausnahmsweise durch Samen
Staudenknöterich (Fallopia spp.) ist eine Gattung ausdauernder Kräuter aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Sie umfasst mehrere Arten, die vor allem für ihre aggressive Ausbreitungsfähigkeit und die Verdrängung der ursprünglichen Vegetation bekannt sind. Am häufigsten kommen vor: Sachalin-Staudenknöterich (Fallopia sachalinensis), Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) sowie deren Hybride Fallopia × bohemica.
Die Pflanze bildet kräftige, bambusähnliche Stängel, die schnell wachsen und in kurzer Zeit eine Höhe von bis zu 3 Metern erreichen. Die Blätter sind wechselständig, breit eiförmig, die Blüten klein, weißlich bis grünlich, in Rispen angeordnet. Die unterirdischen Rhizome breiten sich über große Entfernungen aus und bilden ausgedehnte, dichte Bestände.
Der Staudenknöterich tritt häufig auf Brachflächen, entlang von Wegen, Bahngleisen und Gewässern auf, wo er die Umgebung rasch überwuchert. Er ist sehr widerstandsfähig gegenüber mechanischer Beschädigung, Mahd und herkömmlichen Herbiziden, und seine Bekämpfung ist oft aufwendig. Er vermehrt sich hauptsächlich vegetativ – selbst ein kleines Stück Rhizom kann anwurzeln und eine neue Pflanze bilden.
In einigen Ländern gilt er als invasive Art mit negativen Auswirkungen auf die Biodiversität und die Ökosysteme. Dennoch wird der Staudenknöterich ausnahmsweise in der Landschaftsgestaltung oder als Trachtpflanze genutzt.
