Stippigkeit beim Apfel (Bittere Stippe)
Stippigkeit beim Apfel entsteht durch Kalziummangel in den Früchten. Erkennbar ist sie an eingesunkenen Flecken auf der Schale. So beugen Sie vor und lagern Äpfel ohne Verluste.
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Stippigkeit beim Apfel – Krankheit durch Kalziummangel

Die Stippigkeit beim Apfel (manchmal auch Bittere Stippe oder Ca-Mangel-Stippe genannt) ist eine Erkrankung der Apfelbäume bzw. ihrer Früchte, die nicht durch Viren oder andere Krankheitserreger übertragen wird, sondern vor allem durch einen Kalziummangel in den Früchten, begünstigt durch eine Überdüngung mit Stickstoff, Kalium und Magnesium.
An den Früchten zeigt sie sich ab der zweiten Hälfte der Vegetationszeit, oft aber erst beim Lagern: auf den Äpfeln bilden sich eingesunkene Flecken, unter denen das Fruchtfleisch braun und bitter ist, sodass die Früchte bitter und ungenießbar werden; Qualität und Lagerfähigkeit sinken rasch.
Der beste Schutz besteht darin, die Apfelbäume regelmäßig zu wässern und sie nicht mit Mineraldünger zu überdüngen – im Sommer hilft zusätzlich eine Blattdüngung mit kalziumhaltigen Mitteln (Kalziumchlorid).
Alles Wichtige über Kalzium — welche Pflanzen es brauchen, welche es nicht vertragen und wie es in den Boden kommt — finden Sie im Artikel Kalzium im Leben der Pflanzen.
Stippe an den Früchten: sichtbar beim Äpfel lagern

Da die Stippe erst im Lauf der Vegetation oder beim Lagern auftritt, wirken die Äpfel am Baum häufig völlig gesund. Erst bei der Ernte oder im Lager entdecken wir die Flecken, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch die Qualität der Äpfel verderben, sodass sie sich nicht mehr essen lassen. Ganz zu schweigen davon, dass sich solche Äpfel weder lagern noch verkaufen lassen usw. Schneiden Sie einen Apfel mit Stippe auf, sehen Sie im Schnitt braune und vor allem bitter schmeckende Flecken. Bei längerer Lagerung werden diese Flecken noch größer.
Physiologische Stippigkeit und anfällige Apfelsorten
Die Stippigkeit beim Apfel wird gelegentlich auch physiologische Fleckigkeit der Äpfel genannt, weil ihr eine physiologische Ursache zugrunde liegt – nämlich Kalziummangel bei gleichzeitigem Überschuss an Stickstoff, Kalium und Magnesium.
Manche Apfelsorten sind für diese Krankheit deutlich anfälliger, typisch etwa Jonathan.
Empfehlenswert ist es, widerstandsfähige Apfelsorten zu wählen und den Boden nicht mit chemischen Düngemitteln zu überdüngen.
