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Storchschnabel

Arten, Pflanzen und Pflege einer anspruchslosen Staude

Storchschnabel – leuchtende Blüten und einfache Pflege für eine ausdauernde Staude

Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum) mit dunklen Blüten

Der Storchschnabel, auch unter dem Namen Geranium bekannt, ist eine beliebte Staude, die häufig in Gärten und in Kübeln auf der Terrasse wächst. Mit seinen schönen Blüten und der unkomplizierten Pflege gehört er zu den beliebtesten Blühstauden bei Gärtnerinnen und Gärtnern. In diesem Artikel sehen wir uns Beschreibung, Eigenschaften und die Grundlagen zum Storchschnabel pflanzen an.

Der Storchschnabel (Geranium) ist eine Gattung aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Es gibt viele Storchschnabel-Arten, am häufigsten begegnet man Geranium sanguineum. Diese Pflanze ist eine ausdauernde Staude mit schönen Blüten in Farbtönen von Rosa über Violett bis Rot.

Der Storchschnabel ist an seinen handförmig gelappten Blättern zu erkennen, die an eine gespreizte Hand erinnern. Die Pflanze wird etwa 30–60 cm hoch, ihre Blüten erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer. Der Storchschnabel ist außerdem eine beliebte Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge.

Storchschnabel pflanzen und pflegen

Blühender Storchschnabel (Geranium) im Garten

Der Storchschnabel ist in der Pflege recht anspruchslos, was ihn zu einer beliebten Wahl für Beete und Hängegefäße auf der Terrasse macht. Hier einige Tipps zur Pflege:

  1. Standort: Der Storchschnabel bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Er verträgt aber auch Schatten, sodass er sich an Plätzen mit weniger Sonne kultivieren lässt.

  2. Boden: Der Storchschnabel bevorzugt gut durchlässigen Boden mit ausreichend Nährstoffen. Staunässe sollte vermieden werden, weil sie zu Wurzelfäule führen kann.

  3. Gießen: Regelmäßiges Gießen hält den Boden gleichmäßig feucht. Gießen Sie, wenn die obere Bodenschicht abgetrocknet ist, und vermeiden Sie Überwässerung.

  4. Düngen: Der Storchschnabel braucht nicht viel Dünger. Sie können einen Universaldünger für Blühpflanzen oder einen organischen Dünger nach Herstellerangabe verwenden.

  5. Schnitt: Wenn der Storchschnabel zu breit auseinanderfällt, können Sie ihn leicht zurückschneiden, damit er kompakt bleibt.

  6. Überwinterung: Manche Storchschnabel-Arten sind frosthart, andere empfindlicher. In kälteren Lagen empfiehlt es sich, die Pflanze vor Frost zu schützen oder sie an einen wärmeren Platz zu stellen.

Wiesen-Storchschnabel – Geranium pratense

Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense), Sorte Johnsons Blue

Der Wiesen-Storchschnabel, botanisch Geranium pratense, ist eine schöne Blühstaude, die Anmut und Farbe in den Garten bringt. Er zählt zu den beliebtesten Gartenblumen, weil er prächtig blüht und leicht zu kultivieren ist.

Der Wiesen-Storchschnabel ist eine ausdauernde Staude aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Er wird etwa 60–90 cm hoch und bildet aufrechte Stängel mit handförmig gelappten Blättern. Die Blüten sind groß, fünfzählig und zeigen sich in Violett-, Blau- oder Rosatönen. Sie erscheinen vom späten Frühjahr bis in den Sommer und locken häufig Bienen und Schmetterlinge an.

Blut-Storchschnabel – Geranium sanguineum

Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum) mit karminroten Blüten

Der Blut-Storchschnabel, botanisch Geranium sanguineum, ist eine ausdauernde Blühstaude, die sich in Gärten weltweit großer Beliebtheit erfreut. Er gehört zu den beliebtesten Storchschnabel-Arten, weil er auffällig blüht und selbst unter ungünstigen Bedingungen wächst.

Der Blut-Storchschnabel ist kompakt und niedrig; er wird etwa 20–30 cm hoch. Er bildet dichte, polsterartige Horste mit handförmig geteilten, sattgrünen Blättern. Die Blüten sind klein, aber sehr auffällig. Sie haben ein intensives Karminrot bis Dunkelrosa und erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer. Sie sind eine geschätzte Nektarquelle für Bienen und Schmetterlinge im Garten.

Stinkender Storchschnabel – Geranium robertianum

Der Stinkende Storchschnabel, botanisch Geranium robertianum, ist ein wild wachsendes Kraut, das durch seine markanten Eigenschaften und sein ansprechendes Aussehen auffällt. Die Pflanze gilt vielen als Unkraut, wird aber für ihre eigenwilligen Blüten und ihre historische Verwendung in der Volksheilkunde geschätzt.

Der Stinkende Storchschnabel ist eine kleine, ein- bis zweijährige Pflanze, die 10–50 cm hoch wird. Kennzeichnend sind die Blätter, die beim Zerreiben einen eigentümlichen Geruch freisetzen, dem die Pflanze ihren ungewöhnlichen Namen verdankt. Die Blätter sind handförmig gelappt und fein gesägt. Die Blüten sind klein, fünfzählig und reichen farblich von Hellrosa bis Kräftigrot. Sie erscheinen vom Frühjahr bis in den Herbst und locken häufig Bienen und Schmetterlinge an.

Der Stinkende Storchschnabel hat eine interessante Geschichte in der Volksheilkunde. In Kräutermischungen wurde er wegen der ihm traditionell zugeschriebenen entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung verwendet. Die Blätter wurden getrocknet und Kräutermischungen beigegeben oder als Tee aufgebrüht. Überliefert ist außerdem die Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen sowie als harntreibendes Mittel.

Der Stinkende Storchschnabel gilt als Unkraut, das sich leicht über Samen ausbreitet und schnell große Bestände bildet. Wenn Sie ihn im Garten kultivieren, sollten Sie sein Wachstum im Blick behalten und ihn in Schach halten.

Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) in der Natur

Sumpf-Storchschnabel – Geranium palustre

Sumpf-Storchschnabel (Geranium palustre) in Nahaufnahme

Der Sumpf-Storchschnabel, botanisch Geranium palustre, ist eine reizvolle Blühstaude, die von Natur aus an feuchten Standorten und in Feuchtgebieten wächst. Bei Gärtnern und Freunden naturnaher Gärten ist er beliebt, weil er prächtig blüht und dort gedeiht, wo Bedingungen herrschen, die anderen Pflanzen zu schaffen machen.

Der Sumpf-Storchschnabel ist eine ausdauernde Staude, die etwa 30–60 cm hoch wird. Er ist an feuchte Standorte angepasst und hat ein kräftiges Wurzelsystem, das ihm erlaubt, auch bei hoher Bodenfeuchte zu gedeihen. Die Blätter sind wechselständig, handförmig geteilt und frischgrün. Die Blüten sind klein, aber sehr wirkungsvoll. Sie sind rosa bis violett gefärbt und bilden Büschel an den Stängelspitzen. Die Blüten erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.

Der Sumpf-Storchschnabel braucht besondere Bedingungen, um sich gut zu entwickeln.

Balkan-Storchschnabel – Geranium macrorrhizum

Blätter des Balkan-Storchschnabels (Geranium macrorrhizum)

Der Balkan-Storchschnabel, botanisch Geranium macrorrhizum, ist eine ausdauernde Staude, die in Gärten wegen ihrer Langlebigkeit, ihrer hübschen Blüten und der aromatischen Blätter sehr geschätzt wird. Die robuste Pflanze eignet sich hervorragend für Staudenbeete, Steingärten und Wegränder.

Der Balkan-Storchschnabel ist eine niedrige, ausdauernde Staude, die dichte Horste bildet. Er wird etwa 20–30 cm hoch. Bekannt ist er für seine aromatischen Blätter mit ausgeprägtem Duft, die zu seinem attraktiven Erscheinungsbild beitragen. Die Blätter sind sattgrün, behaart und handförmig mit tief gelappten Rändern. Die Blüten sind klein, rosa bis violett und bilden Büschel an den Triebspitzen. Die Blüten erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.

Kleiner Storchschnabel – Geranium pusillum

Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum)

Der Kleine Storchschnabel, botanisch Geranium pusillum, ist eine zierliche, anspruchslose Pflanze, der man in Gärten ebenso begegnet wie auf Ruderalflächen. Auffällig sind sein kompakter Wuchs, sein leichtes Wachstum und die zierlichen Blüten.

Der Kleine Storchschnabel ist ein einjähriges Kraut und erreicht eine Höhe von 10–30 cm. Er bildet kompakte Blattrosetten und flächige Bestände. Die Blätter sind klein, sattgrün und handförmig. Die Blüten sind zierlich, aber wirkungsvoll und reichen farblich von Weiß bis Hellviolett. Die Blüten erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.

Wald-Storchschnabel – Geranium sylvaticum

Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) mit violetten Blüten

Der Wald-Storchschnabel, botanisch Geranium sylvaticum, ist eine reizvolle Blühstaude, die vor allem in Wäldern und an feuchten Standorten wächst. Bei Gärtnern, die ein Stück Natur in den Garten holen wollen, ist er sehr beliebt. Der Wald-Storchschnabel besticht durch prächtige Blüten und attraktives Laub.

Der Wald-Storchschnabel ist eine ausdauernde Staude und wird etwa 30–60 cm hoch. Er hat verzweigte Stängel und sattgrüne, handförmig geteilte Blätter. Die Blüten sind groß und auffällig und zeigen sich in Rosa-, Violett- und Blautönen. Sie erscheinen an den Triebspitzen und ziehen Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an. Der Wald-Storchschnabel blüht meist vom Frühjahr bis in den Sommer.

Weicher Storchschnabel – Geranium molle

Weicher Storchschnabel (Geranium molle) mit dunkelrosa Blüten

Der Weiche Storchschnabel, botanisch Geranium molle, ist ein blühendes Kraut, das in vielen Teilen der Welt vorkommt. Kennzeichnend sind die weichen Blätter und die zierlichen Blüten, die eine feine Schönheit in die Beete bringen. Geschätzt wird er dafür, dass er auf sehr unterschiedlichen Böden und unter wechselnden Bedingungen wächst.

Der Weiche Storchschnabel ist ein einjähriges Kraut und wird etwa 10–30 cm hoch. Die Stängel sind fein behaart, die Blätter wechselständig, handförmig geteilt und am Rand fein gezähnt. Die Blüten sind zierlich und meist hellrosa bis violett; sie stehen in Büscheln an den Triebspitzen. Sie erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer und locken Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an.

Pyrenäen-Storchschnabel – Geranium pyrenaicum

Wildbiene auf der Blüte des Pyrenäen-Storchschnabels (Geranium pyrenaicum)

Der Pyrenäen-Storchschnabel, botanisch Geranium pyrenaicum, ist eine attraktive, ausdauernde Staude aus den Gebirgen Europas. Bei Gärtnern ist er beliebt, weil er auffällig blüht und selbst unter ungünstigen Bedingungen leicht wächst. Der Pyrenäen-Storchschnabel passt in Staudenbeete, Steingärten und naturnahe Gärten.

Der Pyrenäen-Storchschnabel ist eine ausdauernde Staude und wird etwa 30–60 cm hoch. Er hat aufrechte Stängel und sattgrüne, handförmig geteilte Blätter. Die Blüten sind eher klein und hellviolett bis blauviolett gefärbt. Sie stehen in Büscheln an den Triebspitzen und erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer. Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge schätzen sie, und sie geben dem Garten ein reizvolles Bild.

Brauner Storchschnabel – Geranium phaeum

Brauner Storchschnabel (Geranium phaeum) mit dunklen Blüten

Der Braune Storchschnabel, botanisch Geranium phaeum, ist eine attraktive, ausdauernde Staude, die für ihre dunklen Blüten und ihre Fähigkeit geschätzt wird, in schattigen Gartenbereichen zu wachsen. Sie eignet sich für Staudenbeete, Wegränder und die Unterpflanzung von Gehölzen.

Der Braune Storchschnabel ist eine ausdauernde Staude und wird etwa 30–60 cm hoch. Er hat aufrechte Stängel und sattgrüne, gelappte Blätter. Kennzeichnend sind die dunkel gefärbten Blütenblätter, die braun, violett bis fast schwarz sein können. Die Blüten stehen in Büscheln an den Triebspitzen und erscheinen vom Frühjahr bis in den Sommer. Der Braune Storchschnabel ist bei Bestäubern beliebt – etwa bei Bienen und Schmetterlingen.

Storchschnabel 'Rozanne' – Geranium 'Rozanne'

Storchschnabel 'Rozanne' (Geranium 'Rozanne') im Sommergarten

Der Storchschnabel ‚Rozanne‘, botanisch Geranium ‚Rozanne‘, ist eine ausdauernde Blühstaude, die für ihre lange und reiche Blüte geschätzt wird. Diese Sorte gehört zu den beliebtesten überhaupt – wegen ihrer prächtigen blauvioletten Blüten, der langen Blütezeit und der einfachen Kultur.

Der Storchschnabel ‚Rozanne‘ ist eine ausdauernde Staude und wird etwa 30–60 cm hoch. Er hat aufrechte Stängel und sattgrüne, handförmig geteilte Blätter. Die Blüten sind groß, fünfzählig und leuchten in kräftigem Blauviolett mit dunkleren Adern. Sie erscheinen vom Sommer bis in den Herbst und bilden reiche Büschel an den Triebspitzen. Bekannt ist ‚Rozanne‘ für ihre lange Blütezeit und dafür, dass sie Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anzieht.

Häufige Fragen: Storchschnabel

Welche Storchschnabel-Arten pflanzt man im Garten?

Am häufigsten Balkan-, Blut-, Wiesen- und Braunen Storchschnabel, bei den Sorten die unermüdlich blühende ‚Rozanne‘. Sie unterscheiden sich in Höhe und Ansprüchen — von niedrigen Bodendeckern bis zu kräftigen Stauden für gemischte Beete.

Ist Storchschnabel giftig?

Garten-Storchschnabel (Geranium) gilt nicht als giftig und wird auch in Gärten mit Kindern und Haustieren gepflanzt. Verwechseln Sie ihn nicht mit Pelargonien (Pelargonium) — das ist eine andere Gattung.

Wann blüht der Storchschnabel?

Die meisten Arten blühen von Mai oder Juni bis in den Spätsommer. Nach der Blüte lohnt sich ein Rückschnitt — oft treibt die Pflanze neu aus und blüht bis in den Herbst.

Wohin pflanzt man Storchschnabel?

Er mag Sonne und Halbschatten sowie durchlässigen Boden. Wald- und Sumpf-Storchschnabel vertragen feuchtere, schattigere Plätze, Blut- und Pyrenäen-Storchschnabel dagegen trockenere und sonnige.

Ist Storchschnabel pflegeleicht?

Er gehört zu den pflegeleichtesten Stauden — eingewachsen kommt er mit einem Minimum an Pflege aus, ist selten von Krankheiten betroffen und bildet nach und nach dichte Bestände, die Unkraut unterdrücken.

Womit düngt man Storchschnabel?

Im Frühjahr genügt eine Gabe eines langsam wirkenden Naturdüngers. Zu viel Stickstoff führt zu üppigem Laub auf Kosten der Blüten.