Strahlensame
Strahlensame (Heliosperma) – zarte Polsterstauden für Steingarten, Alpinum und Trockenmauer. So pflanzen und pflegen Sie den Kleinen und den Alpen-Strahlensamen.
Inhalt
Strahlensame – zarte Staude für den Steingarten

(Heliosperma)
Strahlensame (Heliosperma) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae), zu der mehrere niedrige und meist ausdauernde Kräuter gehören. Diese Pflanzen sind für ihre kleinen Blüten bekannt und ähneln im Aussehen Gattungen wie der Nelke (Dianthus).
So sehen Strahlensamen aus:
Die Blätter des Strahlensamens sind meist einfach, gegenständig und können schmal oder breit sein. Sie sind ganzrandig oder fein gezähnt. Die Blüten sind klein und haben eine fünfzählige Krone. Sie sind weiß oder rosa gefärbt und stehen in Blütenständen wie Trauben oder Rispen. Die Pflanzen bleiben in der Regel niedrig und bilden lockere Polster. Sie werden wenige Zentimeter bis einige Dezimeter hoch.
Verbreitung und Standort:
Strahlensamen wachsen vor allem in Gebirgslagen, in Felsspalten, auf alpinen Rasen und an steinigen Hängen. Diese Pflanzen können für einzelne Gebiete endemisch sein und stellen dort besondere Ansprüche an den Standort.
Strahlensame pflanzen und im Garten verwenden

Strahlensamen stellen keine hohen Ansprüche an Standort, Boden oder Pflege, denn sie sind aus ihrer Heimat auch magere Bedingungen gewohnt. Sie passen deshalb gut in den Steingarten, in Trockenmauern und in trockene Beete.
Welche Bedingungen Sie beim Anbau einhalten sollten:
Standort: Sonnige bis halbschattige Lagen sagen ihnen zu. In der Sonne blühen sie reicher.
Boden: Sie bevorzugen gut durchlässige, magere Böden. Günstig sind sandige, steinige oder sandig-lehmige Substrate.
Gießen: Strahlensamen brauchen meist wenig Wasser und vertragen auch kurze Trockenheit. Trockenheit ist für sie in jedem Fall besser als ein vernässter Boden.
Vermehrung: Sie können die Pflanzen aus Samen oder durch Teilung der Horste vermehren. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt ins Beet, manchmal säen sich Strahlensamen auch selbst aus. Die Horste teilen Sie im Frühjahr oder im Herbst; ältere Pflanzen trennen Sie vorsichtig, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden.
Wofür sich Strahlensamen im Garten eignen
Strahlensamen sind beliebt im Alpinum, im Steingarten und in trockenen Beeten. Blüten und Blätter lassen sich auch als Schmuck in Blumengestecken verwenden.
Einzelne Arten eignen sich außerdem für Staudenbeete oder blühende Beeteinfassungen.
Insgesamt sind Strahlensamen reizvolle Pflanzen, die zarte, aber wirkungsvolle Blüten in Gartenbilder bringen. Wichtig ist, die Ansprüche der jeweiligen Art an Standort und Pflege zu berücksichtigen.
Kleiner Strahlensame
Der Kleine Strahlensame (Heliosperma pusillum, Syn. Silene pusilla) ist ein zierliches Kraut aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Kennzeichnend sind die kleinen, meist weißen Blüten mit vier bis sechs Zähnchen an den Kronblättern und der niedrige Wuchs.
Welchen Standort er braucht
Der Kleine Strahlensame bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen. An sonnigen Plätzen blüht er reicher, im Halbschatten braucht er weniger Wasser; in den Bergen wächst er gern an kühlen, sickerfeuchten Felsen.
Welchen Boden er braucht
Der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffarm und neutral bis leicht sauer sein. Geeignet sind sandige, lehmige und steinige Böden, denen Sie für einen niedrigeren pH-Wert etwas Torf beimischen können.
Gießen
Der Kleine Strahlensame braucht nur selten Wasser. Er verträgt trockenere Bedingungen, die Wurzeln sollten aber nicht völlig austrocknen. Ebenso schadet ihm ein vernässter Boden, der zu Wurzelfäule führen kann.
Aussaat und Jungpflanzen
Sie können die Pflanze aus Samen ziehen oder Jungpflanzen kaufen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr. Die Samen können in Töpfe oder direkt an den Standort gesät werden. Die Pflanzen lassen sich in Töpfen vorziehen und danach ins Freie pflanzen. Die Jungpflanzen setzen Sie mit ausreichendem Abstand an den vorgesehenen Platz. Pflanzzeit ist das Frühjahr oder der Herbst.
Welche Pflege er sonst braucht
Nach dem Pflanzen gießen Sie die frisch gesetzten Jungpflanzen regelmäßig, bis sie eingewurzelt sind. Die Pflanzen sollten vor konkurrierenden Beikräutern geschützt werden, regelmäßiges Jäten und Lockern des Beetes ist also wichtig. In der Regel brauchen sie keine regelmäßige Düngung, denn sie bevorzugen magere Böden.
Vermehrung
Den Kleinen Strahlensamen können Sie auch durch Teilung der Horste im Frühjahr oder im Herbst vermehren. Ältere Horste lassen sich teilen, um die Pflanze zu erhalten und zu verjüngen.
Alpen-Strahlensame

Der Alpen-Strahlensame (Heliosperma alpestre, Syn. Silene alpestris) ist eine niedrige Staude aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Wie der Name sagt, stammt die Pflanze aus den Alpen und fällt durch ihre leuchtend weißen Blüten und den niedrigen Wuchs auf.
Wie der Alpen-Strahlensame aussieht
Die Blätter des Alpen-Strahlensamens sind gegenständig, schmal, graugrün und länglich. Sie sind meist ganzrandig und fein behaart. Die Blüten sind weiß oder zart rosa und haben eine fünfzählige Krone mit gezähnten Kronblättern. Sie stehen in lockeren Trugdolden oder Rispen. Der Alpen-Strahlensame bleibt niedrig und wird meist 10–20 cm hoch. Er bildet dichte, teppichartige Polster.
Wie Sie diesen Strahlensamen anbauen
Standort: Der Alpen-Strahlensame bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen.
Boden: Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffarm sein. Die Pflanze bevorzugt sandige oder steinige Substrate.
Gießen: Der Alpen-Strahlensame braucht in der Regel kein regelmäßiges Gießen. Er ist gegenüber trockeneren Bedingungen widerstandsfähig.
Vermehrung: Sie können die Pflanze aus Samen oder durch Teilung der Horste vermehren.
Wofür sich der Alpen-Strahlensame eignet
Alpinum: Der Alpen-Strahlensame ist eine beliebte Pflanze für Alpengärten und Felsbeete.
Steingarten: Er eignet sich für den Steingarten und für Trockenmauern.
Niedrige Beete: Durch seinen flachen Wuchs passt der Alpen-Strahlensame gut in niedrige Beete und Einfassungen.
Steinige Hänge: Die Pflanze ist robust und lässt sich auch an steinigen Hängen pflanzen.
Der Alpen-Strahlensame ist ideal für Gärten, die natürliche alpine Bedingungen nachbilden möchten. Sein flacher Wuchs und die zarten Blüten machen ihn für Steingärten und trockene Standorte attraktiv. Beim Anbau sollten Sie seine Ansprüche an Boden und Standort berücksichtigen.
Düngung von Freiland- und Zierpflanzen
- Sie können es in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen ausstreuen.
- Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
