Sumpfdotterblume
Gelbe Blüten über nassem Boden schon im März. Heimische Staude für den Teichrand und den schlammigen Uferbereich.
Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) ist eine heimische, ausdauernde Blütenstaude, die sich für flaches Wasser und nassen Boden eignet.
Eigenschaften:
- Standort: sonnig bis hell.
- Höhe: 20–40 cm.
- Blütezeit: März bis Mai.
- Vermehrung: durch Teilung und Aussaat.
Typisch für die Sumpfdotterblume sind die schalenförmigen, leuchtend gelben Blüten, die auf langen Stielen hoch über den herzförmigen Blättern mit leicht gekerbtem Rand stehen. Aus der heimischen Art dieses Hahnenfußgewächses (Ranunculaceae) wurden Sorten wie ‚Monstrosa‘ und ‚Multiplex‘ gezüchtet. Die letztgenannte Sorte blüht sehr früh, verträgt aber keine dauerhaft im Wasser stehenden Wurzeln.
Interessante Sorten der Sumpfdotterblume


Anbau und Vermehrung
Die Sumpfdotterblume wird am häufigsten durch Teilung nach der Blüte vermehrt; die Teilstücke müssen sofort in feuchten Boden gesetzt werden. Die Vermehrung über Samen dauert lange, ist aber ebenfalls möglich.
Die Sumpfdotterblume ist giftig
🚨 Die ganze Sumpfdotterblume ist giftig. Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute reizt — nach dem Verzehr kommt es zu Brennen im Mund, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, der Saft kann auf der Haut Rötungen und Blasen hervorrufen. Zur Blütezeit ist der Gehalt am höchsten.
Früher wurden die noch geschlossenen Blütenknospen als Kapernersatz eingelegt, allerdings erst nach dem Abkochen und Einlegen in Essig, wobei sich das Protoanemonin zersetzt. Ohne Erhitzen wird die Sumpfdotterblume nicht gegessen — und an einen Teich, an dem kleine Kinder spielen, pflanzt man sie besser nicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie tief pflanzt man die Sumpfdotterblume?
Ins flache Wasser mit etwa 10 cm Wassertiefe über den Wurzeln oder in dauerhaft nassen, schlammigen Boden am Ufer. In tieferes Wasser gehört sie nicht.
Wann blüht die Sumpfdotterblume?
Von März bis Mai, damit gehört sie zu den ersten Pflanzen am Teich. Nach der Blüte zieht sie oft ein und im Sommer bleibt fast nichts von ihr übrig — das ist normal, im Frühjahr treibt sie wieder aus.
Warum ist die Sumpfdotterblume im Sommer verschwunden?
Nach der Blüte zieht sie ein, vor allem wenn der Standort im Sommer austrocknet. Sie ist nicht eingegangen; bleibt es dauerhaft nass, halten die Blätter länger durch.
Wie vermehrt man die Sumpfdotterblume?
Durch Teilung des Horstes direkt nach der Blüte oder durch Aussaat frischer Samen. Die Samen verlieren schnell ihre Keimfähigkeit, deshalb sät man sie sofort nach der Reife in nasses Substrat.
Ist die Sumpfdotterblume giftig?
Ja, die ganze Pflanze. Sie enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute reizt; nach dem Verzehr verursacht es Brennen im Mund, Erbrechen und Durchfall.
Düngt man die Sumpfdotterblume?
Nein. In den Teich gehört kein Dünger — er würde die Algen anschieben. Der Sumpfdotterblume genügt der nährstoffreiche Schlamm, in dem sie steht.
