Tramete
Die Tramete, unter anderem als Schmetterlings-Tramete bekannt, ist ein holzzersetzender Pilz, der Weißfäule des Holzes verursacht. Erfahren Sie, wie Sie sie erkennen, wie sie Bäumen schadet und wie Sie Gehölze wirksam vor einem Befall schützen.
Tramete und Schmetterlings-Tramete (Trametes spp.)
Die Trameten gehören zu den holzzersetzenden Pilzen, die vor allem Laubgehölze befallen und Weißfäule des Holzes verursachen.
- Wirtsgehölze: zahlreiche Laubbaumarten
- Symptome: zahlreiche flache, rundliche Fruchtkörper, dicht übereinander angeordnet, eher dünnere Konsolen
Trameten sind an ihrem Erscheinungsbild gut zu erkennen: Sie bilden flache, fächerförmige Fruchtkörper, die in Schichten übereinander wachsen. Am häufigsten treten sie an Stämmen, Ästen oder Baumstümpfen auf, wo sie das Holz allmählich zersetzen. Dieser Vorgang führt zur sogenannten Weißfäule, bei der Lignin abgebaut wird und das Holz seine Festigkeit verliert.


Erreger:
Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)
Fruchtkörper oberseits dicht behaart bis borstig, deutlich gezont, häufig durch Algen grün gefärbt. Röhren weißlich bis cremefarben.
Schmetterlings-Tramete (Trametes versicolor)
Dünner als die Striegelige Tramete, Hüte deutlich gezont (sehr variabel), seidig glänzend, rundlich, flach, büschelig übereinander wachsend.
Buckeltramete (Trametes gibbosa)
Auf der Oberseite in der Mitte des Fruchtkörpers ein ausgeprägter Buckel, anfangs meist ganz weiß oder grauweiß, später durch Algen grün, nur schwach gezont, mit weißem, später braunem Rand.
Wie man Trameten am Baum erkennt
Eine Tramete erkennen Sie an den typischen konsolenförmigen Fruchtkörpern, die direkt aus dem Holz wachsen. Häufig sind sie in Schichten übereinander angeordnet und zeigen eine zonierte Färbung in Braun-, Grau- oder Grüntönen. Die Oberfläche kann je nach Art glatt, behaart oder glänzend sein.
Ein weiteres Merkmal ist, dass das befallene Holz allmählich weich wird, aufhellt und an Festigkeit verliert — typisch für Weißfäule.
Schädlichkeit der Trameten
In erster Linie frühe Besiedler abgestorbener Laubhölzer, einzelne Arten sind Wundparasiten. Weißfäule an stehenden wie an gefällten Stämmen und Ästen.
Trameten gehören zu den Pilzen, die häufig bereits geschwächte oder absterbende Gehölze befallen; einige Arten dringen jedoch auch über Rindenverletzungen in lebende Bäume ein. Das Holz wird nach und nach abgebaut, was zu einer verringerten Standfestigkeit des Baumes und zur Gefahr des Umsturzes führen kann.
Wie man einen holzzerstörenden Pilz loswird

Eine Tramete zu entfernen ist nicht einfach, denn der Pilz dringt tief ins Holz ein. Entscheidend sind vor allem Vorbeugung und eine fachgerechte Pflege der Gehölze.
- Entfernen befallener Baumteile
- Versorgung von Schnittwunden
- Erhaltung der Bäume in gutem Zustand
Wichtig ist, die Ausbreitung der Infektion zu verhindern: Sobald das Holz stark befallen ist, lässt sich der Pilz nicht mehr vollständig beseitigen.
Schutz gegen Trameten
- Stammverletzungen (vor allem an Buchen) und Sonnenbrand vermeiden, abgestorbene Äste entfernen
Vorbeugung ist entscheidend. Bäume sollten vor mechanischen Schäden geschützt und regelmäßig kontrolliert werden. Abgestorbene Äste entfernt man am besten rechtzeitig.
Verwechslungsmöglichkeiten
- mit ähnlichen konsolenförmigen Pilzen
Trameten lassen sich mit anderen holzzersetzenden Pilzen von ähnlicher Wuchsform verwechseln, etwa mit dem Schwefelporling oder dem Glänzenden Lackporling. Die Unterschiede liegen vor allem in der
Oberflächenstruktur, Färbung und Form der Fruchtkörper.
Weißfäule des Holzes – was das bedeutet
Weißfäule ist eine Form des Holzabbaus durch holzzersetzende Pilze, bei der Lignin abgebaut wird. Das Holz wird hell, faserig und verliert nach und nach seine Festigkeit. Dieser Vorgang beeinflusst die Standfestigkeit des Baumes und seine Lebensdauer erheblich.
