🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Wundklee

Inhalt

Gemeiner Wundklee

(Anthyllis vulneraria)

Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze mit kriechendem Wuchs und grünen, wechselständigen Blättern, die aus mehreren Paaren von Blättchen zusammengesetzt sind. Die Blüten des Wundklees sind durch ihre Form und Farbe charakteristisch. Sie sind in endständigen Blütenständen angeordnet, die einer Ähre ähneln. Jede Blüte besitzt eine Krone, die aus einem oberen Blütenblatt (Fahne) und einem unteren Blütenblatt besteht, die in der Regel leuchtend gelb bis orange gefärbt sind.

Der Gemeine Wundklee ist eine typische Pflanze für trockene Grasfluren, Hänge, niedrige Berge und ähnliche Biotope. Die Pflanze ist in der Lage, mithilfe symbiotischer Bakterien in den Wurzeln Stickstoff aus der Atmosphäre zu binden, was sie zu einer nützlichen Pflanze für die Boden- und ökologische Renaturierung macht.

Es handelt sich um eine wertvolle Pflanze, insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Biodiversität, weshalb sie in vielen Ländern geschützt ist. Die Blüten des Gemeinen Wundklees sind eine beliebte Nahrungsquelle für verschiedene Insektenarten, insbesondere Schmetterlinge. Daher ist sie eine beliebte Pflanze für den Garten und das Steingartenbeet.

Hauhechel

Wie man Gemeinen Wundklee anbaut

Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine Pflanze, die häufig in der Natur vorkommt. Der Anbau von Wundklee im Garten oder auf einem Steingarten ist durchaus möglich und ist eine der Möglichkeiten, die Biodiversität und Schönheit Ihres Gartens zu fördern.

Wahl des Standorts: Wundklee bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte mit gut durchlässigem Boden. Die Pflanze ist widerstandsfähig gegenüber trockeneren Bedingungen, blüht jedoch bei Wassermangel wenig.

Bodenvorbereitung: Bereiten Sie den Boden im Beet vor der Pflanzung des Wundklees vor, indem Sie die Erde umgraben und gegebenenfalls mit Kompost mischen, um die Bodenstruktur zu verbessern und damit der Boden Feuchtigkeit besser speichern kann.

Setzlinge oder Samen: Wundklee kann aus Setzlingen, die in einer Gärtnerei gekauft wurden, oder aus Samen gezogen werden. Samen sollten am besten im Herbst ausgesät werden, damit sie ausreichend Zeit zur Stratifikation (Kälteschock) haben, was die Keimung fördert. Wenn Sie Setzlinge pflanzen, setzen Sie diese im Frühjahr, sobald kein Bodenfrost mehr zu erwarten ist.

Pflanzung: Setzen Sie die Setzlinge oder Sämlinge in den vorbereiteten Boden mit ausreichendem Abstand zwischen den Pflanzen (ca. 20-30 cm). Stellen Sie sicher, dass die Setzlinge gut gewässert sind.

Bewässerung: Gießen Sie anfangs regelmäßig, damit sich die Pflanzen gut einwurzeln können. Später können Sie nur bei längeren Trockenperioden gießen.

Schutz vor unerwünschten Arten: Kontrollieren Sie das Beet regelmäßig auf eventuell aufkommende unerwünschte Pflanzen (Unkräuter), damit diese dem Wundklee keine Nährstoffe entziehen.

Mulchen: Beim Anbau von Wundklee können Sie den Boden zwischen den Pflanzen mit Mulch abdecken, was dazu beiträgt, die Feuchtigkeit zu erhalten und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken.

Rückschnitt: Nach der Blüte können Sie die verblühten Blütenstände zurückschneiden, was eine weitere Blüte fördern oder zumindest das Erscheinungsbild der Pflanze verbessern kann.

Selbstausbreitung: Wundklee kann selbstständig neue Pflanzen mithilfe von Rhizomen bilden. Wenn Sie dies nicht möchten, behalten Sie diese Eigenschaft im Hinterkopf und kontrollieren Sie regelmäßig das Ausbreiten der Pflanze.

Winterschutz: Wundklee ist winterhart, aber wenn Sie Sorten anbauen, die aus wärmeren Klimabedingungen stammen, kann ein Winterschutz durch Mulchen oder Abdecken mit Reisig sinnvoll sein.

Wundklee = Gemeiner Wundklee

Manchmal wird der falsche Name „Wundklee medizinisch“ verwendet, aber es handelt sich eigentlich immer um den Wundklee (Anthyllis vulneraria), der seit jeher heilende Wirkungen besitzt, die die Menschen nutzten. Einige der potenziellen Heilwirkungen des Wundklees umfassen Folgendes:

  1. Wundbehandlung und Heilung: Die Blätter des Wundklees enthalten Tannine, die bei der Heilung von Wunden und Geschwüren helfen können. Der Wundklee wurde bereits in der frühen Geschichte zur Behandlung kleinerer Wunden, Schürfwunden und Verbrennungen verwendet.

  2. Entzündungshemmende Wirkungen: Der Wundklee kann milde entzündungshemmende Wirkungen haben. Dies wird bei der Behandlung kleinerer entzündlicher Hautzustände genutzt.

  3. Blutreinigung: In einigen traditionellen Heilpraktiken wurde der Wundklee für seine potenziellen Fähigkeiten zur Unterstützung des Blutkreislaufs und zur Reinigung des Blutes genutzt.

  4. Behandlung von Verdauungsbeschwerden: In der traditionellen Medizin wird der Wundklee manchmal zur Verbesserung des Verdauungstrakts eingesetzt, insbesondere bei leichten Verdauungsproblemen (Blähungen, Flatulenz, Appetitlosigkeit).

  5. Unterstützung der Heilung von Erfrierungen: Die Pflanze wird manchmal zur Unterstützung der Heilung von Erfrierungen verwendet – sie wird zerkleinert und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.

Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Heilwirkungen des Wundklees nicht fest durch wissenschaftliche Studien belegt sind und die meisten seiner Anwendungen auf traditionellen Praktiken basieren. Vor der Verwendung des Wundklees als Heilmittel empfiehlt es sich, einen qualifizierten Gesundheitsfachmann zu konsultieren. Ebenso ist zu beachten, dass manche Personen allergisch auf bestimmte Pflanzen reagieren können und auch auf den Wundklee allergische Reaktionen zeigen können. Daher empfiehlt es sich, die Pflanze zunächst an einer kleinen Hautstelle auszuprobieren.

Hummel fliegt zu einer gelben Wildblume auf einer Sommerwiese. Bestäubung und Sammeln von Honignektar

Bergwundklee

Bergwundklee (Anthyllis montana) ist eine weitere interessante Pflanzenart aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Es handelt sich um eine Staude, die in höheren Lagen sowie auf Bergwiesen und Berghängen vorkommt.

Wie der Bergwundklee aussieht

  • Blätter: Die Blätter des Bergwundklees bestehen aus mehreren Paaren kleiner, wechselständiger Blättchen. Die Blättchen sind grün gefärbt und haben eine längliche, schmale Form.
  • Blüten: Die Blüten sind durch ihre Form und Farbe charakteristisch. Sie haben in der Regel orange bis rot gefärbte Kronblätter, die zu kopfförmigen Blütenständen angeordnet sind. Die Blüten sind attraktiv für Insekten, insbesondere für Schmetterlinge.

Wie wird der Bergklee angebaut

  • Standort: Der Bergklee bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte. Die Pflanze ist typischerweise an Bedingungen in höheren Lagen angepasst, daher sollten Sie diese Umgebungen so gut wie möglich simulieren.
  • Boden: Am besten gedeiht er in gut durchlässigem Boden mit guter Bodenstruktur. Wenn der Boden zu schwer ist, können Sie ihn durch Zugabe von Sand oder Perlit verbessern.
  • Bewässerung: Der Bergklee ist an trockenere Bedingungen angepasst, aber besonders während der Wachstumsperiode nach der Pflanzung ist es wichtig, für ausreichend Wasser zu sorgen.
  • Vermehrung: Sie können versuchen, den Bergklee aus Samen zu vermehren, die Sie aus reifen Blütenständen gewinnen können. Es ist auch möglich, Horste zu teilen oder Stecklinge zu nehmen.
  • Pflege: Die Pflanze benötigt keine besonders intensive Pflege. Nach der Blüte können Sie verblühte Blüten zurückschneiden, was die weitere Blütenbildung fördert.
Berg-Wundklee (Anthyllis montana)

Düngung von Kräutern und Gewürzen

Quellen: