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Schädlicher Stengelälchen

Inhalt

Schädlicher Stengelälchen - Zwiebeln und Knoblauch in Gefahr

(Ditylenchus dipsaci)

Der schädliche Stengelälchen (Ditylenchus dipsaci) ist eine Nematodenart, die schwere Schäden an Pflanzen verursacht. Diese Nematodenart befällt hauptsächlich Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Rüben, Bohnen sowie viele Arten von Zierpflanzen und Gräsern.
Der schädliche Stengelälchen befällt die Wurzeln der Pflanzen und verursacht Wucherungen und Deformationen der Wurzeln und Rhizome, wodurch die Pflanzen geschwächt und ihr Ertrag gemindert werden kann. Bei Zwiebeln kommt es zum Aufplatzen des Bodenteils, bei Knoblauch fehlen am Bodenteil die Wurzelfasern. Die Weibchen des schädlichen Stengelälchens vermehren sich in den Wurzeln, indem sie Eier ablegen. Die Nematoden verbreiten sich dann über den Boden oder Wasser auf weitere Pflanzen und verursachen unabsehbare Schäden.
Gegen den schädlichen Stengelälchen gibt es verschiedene Schutzmaßnahmen, darunter die Verwendung resistenter Pflanzensorten, der Anbau von Pflanzen auf geeigneten Flächen, die Vorbeugung gegen die Ausbreitung über den Boden sowie der Einsatz chemischer Insektizide.
Stängelälchen - beschädigte Zwiebel

Schädlicher Stengelälchen Foto

Der Wurmnematode ist sehr klein, bis mikroskopisch. Er erreicht eine Größe von 1 x 0,1 mm, ist zudem durchsichtig und mit bloßem Auge nicht sichtbar. Auf den Fotos können Sie nur geschädigte Pflanzen sehen – Zwiebeln, Knoblauch, Karotten, Zierpflanzen. Bei Zwiebeln verursacht er das Aufplatzen des Bodenteils (unterer Teil mit Wurzeln), bei Knoblauch bewirkt er, dass die Wurzeln völlig fehlen. Die Pflanzen sind geschädigt, oft nicht mehr lebensfähig, werden von Infektionen befallen und sind nur sehr schlecht und kurz lagerbar. Der Boden ist zudem für mehrere Jahre verseucht, da der Nematode den Winter in sogenannter Anabiose (d. h. Reduzierung der Lebensäußerungen auf ein absolutes Minimum) im Boden sogar mehrere Jahre überdauern kann. In die Pflanzen dringen die Larven anschließend auch durch unversehrtes Gewebe ein.

Stengelälchen - Schäden an Knoblauch

Wurmnematode - elementarer Schwefel

Elementarer Schwefel ist ein Stoff, der in Wasser unlöslich ist und daher von Pflanzen weder über Blätter noch über Wurzeln aufgenommen werden kann. Damit er von den Pflanzen aufgenommen werden kann, muss er zunächst mikrobiell im Boden zu sogenannten Sulfaten oxidiert werden. Aufgrund seiner Komplexität und der für ihn charakteristischen langsamen Freisetzung handelt es sich um ein potenziell attraktives Düngemittel, das insbesondere in jenen Gebieten eingesetzt werden kann, in denen die Auswaschung anorganischer schwefelhaltiger Düngemittel ein Problem darstellen kann. Schwefel kann in Pulver-, Granulat- oder ähnlicher Form vorliegen. Mit fein gemahlenem elementarem Schwefel ist jedoch eine sehr schwierige Handhabung bzw. Ausbringung verbunden, da er Augen und Lungen reizt und zudem eine potenzielle Brand- und Explosionsgefahr darstellt. Dies lässt sich überwinden, indem elementarer Schwefel zu größeren Partikeln formuliert, in wässrigen Suspensionen eingesetzt oder in einer Mischung bzw. Beschichtung auf andere Materialien (mit Ton, Harnstoff) aufgebracht wird.

Der Vorteil von elementarem Schwefel besteht darin, dass er relativ wirksam gegen Nematoden ist, obwohl die bei weitem beste Methode, um die Ausbreitung von Nematoden in Ihrem Garten zu verhindern, die konsequente Fruchtfolge (mindestens alle 4 Jahre), die ausschließliche Verwendung von gesundem Pflanzgut sowie die Entfernung geschädigter Pflanzen (durch Verbrennen, in den Bioabfall, nicht in den Kompost, von wo aus Sie sie im ganzen Garten verbreiten würden) ist. Die Beizung von Knoblauch- und Zwiebelpflanzgut hat sich als unwirksam erwiesen.

Wurmnematode Behandlung

Mit zugelassenen Insektiziden können Sie den Wurmnematoden vom Frühjahr bis zum Sommer behandeln. Dazu gehören:

  • Dynamec – derzeit hauptsächlich für Zierpflanzen vorgesehen, für gelegentliche Anwender, nicht schädlich für nützliche Insektenarten,
  • Dazomet – ist für die Einarbeitung in den Boden vor der Pflanzung oder Aussaat vorgesehen, der Boden muss eine Temperatur von mindestens 10 °C haben.

Bedenken Sie beim Einsatz chemischer Mittel jedoch, dass diese potenziell schädlich für Menschen, Tiere und die umliegende Natur sein können.

Verwenden Sie stets Schutzausrüstung: Handschuhe, Schutzbrille, Schutzkleidung. Beim Sprühen oder Ausbringen chemischer Mittel nicht essen oder trinken.

Verwenden Sie Spritz- und sonstige chemische Mittel bei windstillem Wetter, damit sie nicht dorthin gelangen, wo sie nicht hingehören.

Quellen:

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