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Zinnien

Anbau, Sorten und Pflege von Zinnien im Beet und im Kübel

Zinnien: bunte Sommerblumen, die bis zum Frost blühen

Zinnien (Zinnia elegans) sind einjährige Sommerblumen, die zu den dankbarsten Pflanzen im Garten gehören. Sie blühen von Juni bis zum ersten Frost, vertragen Trockenheit und Hitze und kommen mit gewöhnlicher Gartenerde aus. Genau deshalb gelingen sie auch Anfängern.

Anziehen lassen sie sich leicht aus Samen — durch Direktsaat ins Beet oder durch Vorziehen der Jungpflanzen. Je nach Sorte werden sie 20 cm bis 1 Meter hoch und eignen sich damit fürs Beet, für den Balkonkasten und für die Vase.

  • Zinnien sind pflegeleichte, lang blühende Sommerblumen für sonnige Lagen.
  • Sie brauchen regelmäßige Wassergaben — allerdings ohne Staunässe.
  • Vermehrt werden sie einfach über Samen, die im Frühjahr ins Beet oder ins Gewächshaus ausgesät werden.

Was ist die Zinnie (Zinnia elegans)?

Strauß geschnittener Zinnien in Rosa- und Aprikosentönen auf weißem Hintergrund

Zinnien sind Blumen mit einer langen Geschichte und einer großen Artenvielfalt, zu der auch die beliebte Zinnia elegans gehört. Dieser Abschnitt geht auf Herkunft und Verbreitung ein.

Woher die Zinnie stammt

Zinnien stammen aus den warmen Regionen Nord- und Südamerikas. Die Gattung Zinnia gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und umfasst mehrere Arten, darunter Zinnia elegans, Zinnia angustifolia und Zinnia haageana. Zinnia elegans, die Elegante Zinnie, kam im 18. Jahrhundert nach Europa und verbreitete sich von dort in Gärten weltweit. Ihren Gattungsnamen verdankt sie übrigens dem Göttinger Botaniker Johann Gottfried Zinn.

Im Laufe der Jahre wurden viele Sorten von Zinnien gezüchtet — von den klassischen großblumigen wie ‚California Giant‘ und ‚Dahlia Flowered‘ bis zu den kompakteren ‚Profusion‘ und ‚Pinwheel‘. Jede Sorte setzt durch ihre Farb- und Formenvielfalt einen eigenen Akzent im Beet. Zinnien lassen sich leicht über Samen vermehren und sind unkompliziert im Anbau — deshalb sind sie als Beetblume so beliebt.

Zinnien-Arten und -Sorten

Zu den verbreitetsten Arten gehören die Schmalblättrige Zinnie (Zinnia angustifolia), bekannt für ihre kleinen, aber zahlreichen Blüten, und die Elegante Zinnie (Zinnia elegans), beliebt wegen ihrer großen, farbenfrohen Blüten. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich in Form und Farbe der Blüten — von einfach bis gefüllt.

Wichtig für den Anbau sind viel Licht und ein gut drainierter Boden. Wählen Sie einen sonnigen Standort und gießen Sie regelmäßig, aber maßvoll, damit die Wurzeln nicht in Nässe stehen. Ausgesät wird im Frühjahr, der genaue Termin richtet sich nach dem Klima.

  • Schmalblättrige Zinnie:
    • Wird 30–40 cm hoch.
    • Bevorzugt volle Sonne.
    • Der Boden sollte locker und durchlässig sein.
  • Elegante Zinnie:
    • Größere Pflanze, die bis zu 1 m hoch werden kann.
    • Große Blüten in vielen Farben und Formen.
    • Beim Anbau ist ein ausreichender Pflanzabstand wichtig, damit die Luft gut zirkuliert und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird.

Beide Arten sind unkompliziert, wenn Sie ihnen den passenden Standort, regelmäßige Bodenpflege und ein wachsames Auge auf die Pflanzengesundheit gönnen.

Zinnien anbauen Schritt für Schritt

Zinnien anzubauen gelingt auch Anfängern. Entscheidend sind die richtige Wahl von Standort und Boden, die passende Pflege von Aussaat und Jungpflanzen, regelmäßiges Gießen und Düngen sowie das laufende Ausputzen und Schneiden.

Wo Zinnien gepflanzt werden

Der Standort für Zinnien sollte sonnig und windgeschützt sein. Die Pflanzen lieben zwar die Sonne, doch starker Wind kann Blüten und Stängel beschädigen. Ein idealer Boden ist gut durchlässig, reich an Nährstoffen, mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert. Das Substrat lässt sich mit Kompost anreichern, damit es genügend Nährstoffe liefert.

Zinnien säen: wann und wie

Für eine reichere Blüte lohnt es sich, Zinnien aus Samen zu ziehen, die in ein geeignetes Substrat ab dem späten Frühjahr ausgesät werden, wenn keine Fröste mehr drohen. Die Samen etwa 0,5 cm tief einarbeiten und für ausreichend Licht und Wärme zum Keimen sorgen.

Gießen und Düngen

Zinnien brauchen regelmäßige und gleichmäßige Wassergaben, vor allem in Trockenperioden. Der Boden soll feucht sein, aber nie staunass. Während der Vegetationszeit lohnt es sich, zusätzlich Nährstoffe in Form von Dünger zu geben — das sorgt für kräftigere Pflanzen und reicheren Flor.

Pflege in der Saison und Entspitzen

Zur Pflege der Zinnien gehören das Entfernen von Unkraut, ein sauberes Umfeld und das regelmäßige Ausschneiden verblühter Blüten, das die weitere Blüte anregt. Auch das Entfernen alter Blütenblätter und Blätter hält die Pflanzen gesund und beugt Krankheiten vor. Für die Vase schneidet man die Blüten am besten morgens, wenn die Blüten prall mit Wasser gefüllt sind.

Zinnien düngen: womit und wie oft

Gefüllte Zinnie mit rosa-weiß gestreiften Blütenblättern von oben

Für gesundes Wachstum und eine gute Nährstoffversorgung der Zinnien verwenden Sie den perfekten Naturdünger DÜNGEE.

Beim Düngen gehen Sie so vor:

  • Zinnien werden während der Vegetationszeit gedüngt, je nach Entwicklungsstadium der Pflanzen.
  • Vor dem Pflanzen empfiehlt sich ein Dünger, der die Wurzelbildung unterstützt.
  • Während des Wachstums sollte das Düngen wiederholt werden, idealerweise mit einem Dünger für Blühpflanzen.
  • In der Blütezeit passen Sie das Düngen so an, dass Blütenfülle und Farbkraft gefördert werden.

Zinnien als Schnittblumen

Kräftig rosa gefüllte Zinnie im Beet, dahinter orange und rote Blüten

Zinnien werden für ihre breite Farbpalette und die vielfältigen Blütenformen geschätzt — ideal für die Floristik. Sie bringen kräftige Farbe und Frische in den Garten wie in den Innenraum.

Wann Zinnien für die Vase geschnitten werden

Zinnien sind als Schnittblumen beliebt, weil sie lange in der Vase halten und in vielen Blütenformen und -größen zu haben sind. Nicht nur großblumige Sorten wirken opulent, auch zweifarbige Blüten sind ein natürlicher Schmuck. Diese Sommerblumen bringen dauerhafte Schönheit ins Beet und sind sehr beliebt zur Dekoration von Garten und Balkon.

Zinnien in Sträußen und Dekorationen

In floristischen Arrangements überzeugt die Zinnie durch ihre Farbenvielfalt und ausdrucksstarken Formen. Zinnien passen zu modernen wie klassischen Stilen und erlauben ein kreatives Spiel mit Farbe und Form bei Kompositionen, die jeden Innenraum beleben. Dank ihrer Ausstrahlung und Haltbarkeit sind sie auch für Arrangements zu besonderen Anlässen eine gute Wahl.

Zinnien vermehren und Hybridsorten

Zinnien sind unkompliziert, aber regelmäßige Nährstoffgaben zahlen sich in Zahl und Größe der Blüten aus. Wie Sie den passenden Dünger wählen und wie oft Sie nachdüngen, erklären wir im Artikel über Universaldünger.

Zinnien lassen sich leicht vermehren und es gibt zahlreiche Hybridsorten und Kultivare. In den folgenden Abschnitten geht es um die Vermehrung und um einige beliebte Hybridformen.

Wie Zinnien vermehrt werden

Samen: Die Vermehrung über Samen ist der häufigste und einfachste Weg. Samen von Zinnia elegans, Zinnia angustifolia und Zinnia haageana werden nach den letzten Frösten direkt ins Beet gesät, oder man zieht die Jungpflanzen ab Februar im Haus vor.

  • Jungpflanzen vorziehen: Säen Sie die Samen in Anzuchtschalen oder kleine Töpfe und stellen Sie diese warm und hell, damit sie gut keimen.
  • Direktsaat ins Beet: Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte 25–40 cm betragen, damit sie genug Platz zum Wachsen haben.

Teilung des Wurzelballens: Bei einigen Zinnien-Arten ist auch die Teilung des Wurzelballens älterer Pflanzen möglich, üblich ist das aber nicht.

Hybridsorten und Kultivare

Ziel der Zinnien-Züchtung sind Sorten und Kultivare mit besseren Eigenschaften — vielfältigeren Blütenfarben, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und längerer Blütezeit. Durch Kreuzung verschiedener Arten entstehen neue Eigenschaften und ein neues Erscheinungsbild. Zinnia elegans, bekannt für ihre großen Blüten, wird für die Züchtung neuer Variationen am häufigsten verwendet.

Hybridkultivare der Zinnie eignen sich für die Beetbepflanzung ebenso wie als Schnittblume — deshalb gehört die Zinnie zu den beliebtesten Sommerblumen.

Häufige Fragen

Wie werden Zinnien-Samen ausgesät?

Zinnien-Samen kommen an einem sonnigen Standort in feuchte Erde, im Abstand von etwa 20 bis 30 cm. Der Boden sollte gut durchlässig und mäßig nährstoffreich sein.

Wann ist die beste Zeit, Zinnien zu pflanzen?

Die beste Pflanzzeit ist das späte Frühjahr, wenn keine Fröste mehr drohen. In den meisten Klimalagen entspricht das dem Zeitraum von Mai bis Juni.

Welche Pflege brauchen Zinnien?

Zinnien brauchen regelmäßiges Gießen, vor allem in Trockenperioden, und das Ausputzen verblühter Blüten, das die weitere Blüte fördert. Wichtig sind außerdem regelmäßiges Jäten und bei Bedarf eine Düngergabe.

Kann man Zinnien im Balkonkasten ziehen?

Ja, Zinnien lassen sich im Balkonkasten ziehen, wenn sie genug Licht bekommen und die Erde nährstoffreich ist. Der Kasten muss einen guten Wasserabzug haben.

Woran erkenne ich reife Zinnien-Samen zum Ernten?

Reife Zinnien-Samen sind dunkel und trocken und sitzen unter den welken Blütenblättern. Warten Sie mit der Ernte, bis die Blüte ganz vertrocknet ist.

Sind manche Zinnien-Sorten für Haustiere giftig?

Manche Sorten können für Haustiere leicht giftig sein. Wenn Sie Tiere haben, die an der Pflanze knabbern könnten, prüfen Sie die Art lieber vor dem Pflanzen.