Zuckermais (Zea mays convar. saccharata)
- Pflanzentyp: einjähriges wärmeliebendes Gras
- Familie: Süßgräser (Poaceae)
- Herkunft: Mittelamerika
- Standort: warme, sonnige Lagen; humusreicher, lockerer und gut gedüngter Boden
- Pflanzabstand: 60–70 × 20 cm
- Pflanzzeit: Direktaussaat ab Mai oder Auspflanzen vorgezogener Pflanzen nach den Frösten
- Erntezeit: August bis Oktober (in der Milchreife der Körner)
- Vermehrung: durch Samen
Zuckermais (Zea mays convar. saccharata) ist ein einjähriges, bis zu 2 m hohes Gras. Die Pflanze ist einhäusig mit männlichen Blüten in einer endständigen Rispe. Die weiblichen Blüten bilden in den Blattachseln Kolben, die von Hüllblättern (Lieschen) umgeben sind. Aus diesen wachsen zur Blütezeit die Narben heraus, die durch den Wind bestäubt werden und heilende Eigenschaften besitzen.
Anbau
Mais gedeiht am besten an einem warmen und sonnigen Standort auf gut gedüngten, lockeren Böden mit ausreichender Bodenfeuchtigkeit. Die Direktaussaat sollte nicht vor Ende April erfolgen, da Mais frostempfindlich ist und das Saatgut erst bei einer Bodentemperatur von über 10 °C keimt. Ohne Folienabdeckung ist es besser, erst im Mai zu säen. Es ist möglich, junge Pflanzen in Töpfen vorzuziehen und sie erst nach den Eisheiligen ins Freie zu pflanzen. Der Reihenabstand beträgt mindestens 60 cm, innerhalb der Reihen etwa 20 cm, die Saattiefe 3–5 cm. Es ist auf einen ausreichenden Abstand zu Futter- oder Ziermais zu achten, da Zuckermais nach der Bestäubung durch andere Sorten seinen süßen Geschmack verliert. Besonders nach dem Zurückschlagen der Hüllblätter muss der Boden ausreichend feucht sein. Bei Wassermangel zeigt sich eine unzureichende Körnerausbildung, vor allem an der Kolbenspitze.
Ernte
Die Ernte erfolgt von August bis Oktober, je nach Aussaattermin und Sorte. Späte Sorten reifen oft nicht mehr vollständig aus. Ein äußeres Zeichen der Erntereife, etwa 3–4 Wochen nach dem Erscheinen der Narben, ist das Bräunen und Eintrocknen der Narben.
Beim Eindrücken mit dem Fingernagel sollte aus den Körnern noch Saft heraustreten. Dann befinden sie sich in der Milchreife. Kurz nach der Ernte ist der Zuckergehalt am höchsten; er sinkt danach sehr schnell, besonders bei hohen Temperaturen.
Zuckermais sollte kühl und nur kurze Zeit gelagert werden.
