🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Zuckerrübe

Die Zuckerrübe ist eine zuckerreiche Feldfrucht. Erfahren Sie, wie Sie sie richtig anbauen, wann Sie säen und ernten und wie die Bodenpflege den Ertrag steigert.

Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris var. altissima)

Eine Form der Rübe mit dicker, süßer Wurzel – eine Feldfrucht für die Zuckergewinnung

  • Standort: tiefgründiger, nährstoff- und humusreicher Boden mit ausreichend Feuchtigkeit
  • Pflanzabstand: 40 x 50 cm
  • Aussaatzeit: März–April
  • Erntezeit: September–Oktober

Aus der Futterrübe (Runkelrübe), die in der Wurzel 1,3–3 % Zucker enthält, wurde im 19. Jahrhundert eine Form mit 20 % Zucker gezüchtet, die zur Grundlage der Rübenzuckergewinnung in Gebieten mit gemäßigtem Klima wurde.

Die zweijährige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae, früher Gänsefußgewächse) speichert im ersten Wachstumsjahr Nährstoffreserven in der verdickten, tief reichenden Wurzel (bis zu 2 m) und nutzt sie im zweiten Wachstumsjahr für die Entwicklung des 1,4–2 m hohen Blütenstandes.

Werden die Wurzeln im Herbst des ersten Jahres geerntet, lässt sich der enthaltene Zucker verwerten. Beim einfachsten Verfahren presst man den Saft aus frisch geernteten und gereinigten Rüben und kocht ihn zu Sirupdicke ein.

Die entstandene Melasse ist der unraffinierte Zuckersaft.

Anbau

Obwohl die Zuckerrübe in Gärten nur selten vorkommt, beschreiben wir hier kurz ihren Anbau:

Werden Knäuel mit mehreren Samen ausgesät, wachsen dicht nebeneinander mehrere Keimlinge, die vereinzelt werden müssen. Erhältlich ist jedoch auch monogermes (einkeimiges) Saatgut, nach dessen Aussaat kein Vereinzeln nötig ist. Im Abstand von 50 cm werden 2 cm tiefe Saatrillen gezogen, in die die „Samen“ dann im Abstand von 40 cm ausgesät werden.

Während der gesamten Wachstumszeit der Rübe, also bis in den August, soll der Boden gleichmäßig feucht sein. Bei der Reife der Wurzeln fördern ausreichend Sonneneinstrahlung und Wärme bis Ende September die Zuckerbildung. Während der gesamten Anbauzeit ist vorsichtiges Hacken zum Auflockern des Bodens und zum Entfernen von Unkraut zwischen den Pflanzen nötig.

Besonders in der ersten Hälfte der Wachstumsperiode, bevor sich der Bestand schließt, sollte sich auf der Bodenoberfläche keine harte Kruste bilden.