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Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris var. altissima)

Eine Rübenform mit dicker und süßer Wurzel, Feldfrucht zur Zuckerproduktion
  • Standort: tiefer, nährstoffreicher und humusreicher Boden mit ausreichend Feuchtigkeit
  • Pflanzabstand: 40 x 50 cm
  • Aussaatzeit: März–April
  • Erntezeit: September–Oktober
Aus der Futterrübe (Runkelrübe), die in der Wurzel 1,3–3 % Zucker enthält, wurde im 19. Jahrhundert eine Form mit 20 % Zucker gezüchtet, die zur Grundlage der Rübenzuckerproduktion in Gebieten mit gemäßigtem Klima wurde.
Die zweijährige Pflanze aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) sammelt im ersten Wachstumsjahr Nährstoffreserven in der verdickten, tief reichenden Wurzel (bis zu 2 m) und nutzt diese im zweiten Wachstumsjahr für die Entwicklung des 1,4–2 m hohen Blütenstandes.
Werden die Wurzeln im Herbst des ersten Jahres geerntet, lässt sich der enthaltene Zucker verwerten. Bei der einfachsten Gewinnungsmethode wird der Saft aus frisch geernteten und gereinigten Rüben gepresst und zu Sirupkonsistenz eingekocht.
Die entstandene Melasse stellt den unraffinierten Zuckersaft dar.
Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris var. altissima)
Blätter und oberer Teil der Zuckerrübe (Beta vulgaris ssp. vulgaris var. altissima).

Anbau

Obwohl die Zuckerrübe in Gärten nur selten vorkommt, beschreiben wir hier kurz ihren Anbau:

Werden Knäuel mit mehreren Samen ausgesät, wachsen dicht nebeneinander mehrere Keimlinge, die vereinzelt werden müssen. Es ist jedoch auch Einkeimlingssaatgut erhältlich, nach dessen Aussaat kein Vereinzeln notwendig ist. Im Abstand von 50 cm voneinander werden 2 cm tiefe Saatrillen gezogen, in die die „Samen“ dann im Abstand von 40 cm ausgesät werden.

Während der gesamten Wachstumszeit der Rübe, d. h. bis August, soll der Boden gleichmäßig feucht sein. Bei der Wurzelreifung fördert ausreichend Sonneneinstrahlung und Wärme bis Ende September die Zuckerbildung. Während der gesamten Anbauzeit ist eine vorsichtige Hacke zur Auflockerung des Bodens und zur Vernichtung von Unkraut zwischen den Pflanzen erforderlich.

Besonders in der ersten Hälfte der Wachstumsperiode, bevor sich der Bestand geschlossen hat, sollte auf der Bodenoberfläche keine harte Kruste entstehen.