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Zyperngras (Cyperus): Pflege, Arten und Papyrus als Zimmerpflanze

Eine Sumpfpflanze mit schirmförmigen Blattschöpfen, die im Topf ebenso wächst wie im flachen Wasser des Gartenteichs. Wie Sie sie gießen, wann Sie umtopfen, worin sich Papyrus vom Cyperus alternifolius unterscheidet und was Cyperus zumula ist.

Zyperngras (Cyperus): was für eine Pflanze ist das

Horst des Zyperngrases (Cyperus alternifolius) am Ufer eines Gartenteichs

Üppig wachsende Zimmer- oder Kübelpflanzen mit grasartigen Blättern.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Höhe: bis zu 2 m
  • Blütezeit: je nach Art von April bis September
  • Vermehrung: Stecklinge und Teilung

Zyperngras aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) wächst wild in den Sumpfgebieten Afrikas und vor allem auf Madagaskar. Auch die im Topf gezogenen Zyperngräser bleiben Sumpfpflanzen, deren untere Wurzelteile im Wasser stehen müssen. Ansonsten sind sie völlig anspruchslos. Probleme machen Katzen im Haus, die gern an Blättern und Halmen fressen.

Alle Zyperngräser haben lange dünne Halme, die in schirmförmig angeordneten, grasartigen Hochblättern enden. Sie wirken sehr anmutig, brauchen um sich herum aber genügend Platz (vor allem die hohen Arten). Im Sommer lässt sich das Zyperngras in die flache Sumpfzone eines Gartenteichs stellen.

Zyperngräser sind vor allem wegen ihrer Blätter dekorativ, sie blühen aber auch: kleine weißlich grüne Blüten bilden Ährchen im Blattschopf.

Zyperngras pflegen: Gießen, Standort, Umtopfen und Zyperngras draußen

Zyperngras (Cyperus alternifolius) im Korbübertopf als Zimmerpflanze
Zyperngras (Cyperus alternifolius)

Ideal ist ein Fenster nach Osten oder Westen, die Pflanze verträgt Sonne ebenso wie leichten Schatten. Im Winter ist ein etwas kühlerer Standort günstiger. Bleibt die Pflanze im warmen, geheizten Raum, tut ihr häufiges Besprühen gut.

Wasser im Untersetzer unter dem Topf darf nie fehlen und das Substrat darf nicht austrocknen. Von April bis September wird die Pflanze alle zwei Wochen gedüngt und jedes Frühjahr in handelsübliche Erde für Zimmerpflanzen umgetopft.

Beim Umtopfen werden abgestorbene Teile entfernt, und ist die Pflanze kräftig genug, kann sie geteilt werden. Ansonsten lässt sich Zyperngras über abgeschnittene Blattschöpfe mit einem kurzen Stück Halm vermehren, die im Wasserglas gut bewurzeln (der Steckling wird mit dem Halm nach oben gedreht).

Ursache für die häufig braun werdenden Blattspitzen ist zu trockene Luft. Beschädigte Blätter können abgeschnitten werden, aber nicht bis ins gesunde Gewebe – etwa 1 mm des abgestorbenen Blattteils soll stehen bleiben.

Zyperngras draußen und am Teich

Ab Mitte Mai, wenn die späten Fröste vorbei sind, gehört das Zyperngras nach draußen. Am besten gedeiht es direkt in der flachen Sumpfzone des Teichs, sodass der Topfrand etwa 5 bis 10 cm unter der Wasseroberfläche liegt; in einem Gefäß ohne Abzugsloch auf der schattierten Terrasse genügt es, im Untersetzer ständig Wasser zu halten. Draußen wächst es schneller und färbt sich kräftiger als in der Wohnung.

Weder Cyperus alternifolius noch Papyrus überwintern bei uns im Freien. Bevor die ersten Fröste kommen, etwa Mitte September, kommt die Pflanze zurück in einen hellen Raum mit etwa 10 bis 15 °C, wo weniger gegossen und nicht gedüngt wird.

Zyperngras düngen

Von April bis September wird alle zwei Wochen gedüngt, über den Winter gar nicht. Weil das Zyperngras im Wasser steht, lösen sich die Nährstoffe schnell und die Pflanze verbraucht sie ebenso schnell — deshalb lieber eine schwächere Gabe häufiger als eine starke. Ihm bekommt organischer Universaldünger, der die Nährstoffe nach und nach freisetzt und das Substrat nicht versalzt; ungefähre Mengen finden Sie in der Tabelle Dosierung. Eine Pflanze mit genügend Nährstoffen treibt den ganzen Sommer über neue Halme und die älteren Schöpfe vergilben nicht.

Die bekanntesten Zyperngras-Arten: Cyperus alternifolius, Papyrus und Cyperus zumula

Blühender Papyrus (Cyperus papyrus) mit fadenfeinen Blättern in Schöpfen
Papyrus (Cyperus papyrus)

Das bekannteste Zyperngras für die Wohnung ist das Wechselblättrige Zyperngras (Cyperus alternifolius). Die fast 1 m hohe Pflanze hat schmale grüne Blättchen. Eine niedrigere Pflanze mit breiteren Blättern ist das Ausgebreitete Zyperngras (Cyperus diffusus).

Bei der wenig bekannten Art Cyperus fertilis wächst aus jedem Blattschopf ein neuer Halm.

Der echte Papyrus, die Papyrusstaude (Cyperus papyrus), braucht höhere Luftfeuchtigkeit und mehr Licht, deshalb gedeiht er am besten in einem hohen Wintergarten. Er wird mehrere Meter hoch und trägt Schöpfe aus fadenfeinen Blättern.

Seine Zwergform heißt Cyperus haspan und wird nicht höher als 50 cm.

Papyrus (Cyperus papyrus): die echte Papyrus-Pflanze pflegen

Papyrus ist von der ganzen Gattung die anspruchsvollste, aber auch die eindrucksvollste Art. Er braucht den hellsten Platz, den Sie zu Hause finden, hohe Luftfeuchtigkeit und viel Raum — die Halme werden zwei und mehr Meter hoch und die Schöpfe aus fadenfeinen Blättern messen über 30 cm im Durchmesser. In einer normalen Wohnung fehlen ihm meist Licht und Feuchtigkeit, deshalb gedeiht er am besten im Wintergarten oder im beheizten Gewächshaus.

Das Gießen ist wie bei den übrigen Zyperngräsern, nur noch großzügiger: Der Topf darf dauerhaft in einem Gefäß mit Wasser stehen. Im Sommer verträgt Papyrus draußen die volle Sonne, im Winter braucht er Licht und Temperaturen über 12 °C. Für kleinere Räume gibt es die Zwergform Cyperus haspan, die 50 cm nicht überschreitet und sich genauso verhält.

Zyperngras für Katzen: Cyperus zumula und Katzengras

Cyperus zumula ist eine niedrige Sorte des Wechselblättrigen Zyperngrases, die in Gärtnereien unter dem Handelsnamen Katzengras verkauft wird. Sie wird 30 bis 40 cm hoch, bildet einen dichten Horst dünner Halme und wird genauso gepflegt wie das große Zyperngras — Licht, ständiges Wasser im Untersetzer, im Sommer ruhig nach draußen.

Katzen knabbern an den Halmen und die Pflanze verträgt das: Ein abgefressener Horst treibt wieder aus, wenn man ihn bodennah zurückschneidet und warm und im Wasser stehen lässt. Genau deswegen ist Zyperngras in einer Wohnung mit Katze eher ein Problem — einen jungen Horst schafft eine Katze schneller, als er nachwachsen kann. Es hilft, ihn außer Reichweite zu stellen und daneben eine Schale mit angekeimtem Getreide anzubieten.

Ob Zyperngras für Katzen geeignet ist, darüber sind sich die Quellen nicht einig. Es wird als Katzengras verkauft, ein Teil der ausländischen Zimmerpflanzen-Übersichten zählt die Gattung Cyperus jedoch zu den Arten, nach denen einer Katze übel werden kann. Wer sichergehen will, lässt für die Katze Hafer, Weizen oder Gerste keimen und zieht das Zyperngras als Zierpflanze.

Häufige Fragen zum Zyperngras

Wie oft muss man Zyperngras gießen?

Praktisch ständig. Zyperngras ist eine Sumpfpflanze, deshalb darf Wasser im Untersetzer unter dem Topf nie fehlen und das Substrat darf nicht austrocknen. Übergießen kann man es kaum — der untere Teil der Wurzeln soll im Wasser stehen.

Warum bekommt Zyperngras braune Blattspitzen?

Die Ursache ist zu trockene Luft, typischerweise im Winter im geheizten Raum. Es hilft häufiges Besprühen und ein kühleres Winterquartier. Beschädigte Blätter lassen sich abschneiden, aber nicht bis ins gesunde Gewebe — etwa 1 mm des abgestorbenen Teils soll bleiben, sonst trocknet die Spitze erneut ein.

Kann man Zyperngras draußen halten?

Im Sommer ja. Ab Mitte Mai, wenn die Fröste vorbei sind, kann der Topf auf eine schattierte Terrasse gestellt oder in die flache Sumpfzone eines Gartenteichs gesetzt werden. Weder Cyperus alternifolius noch Papyrus überwintern bei uns jedoch draußen — zum Winter müssen sie zurück in einen hellen Raum mit etwa 10–15 °C.

Ist Zyperngras für Katzen geeignet oder giftig?

Die niedrige Sorte Cyperus zumula wird unter dem Namen Katzengras verkauft und Katzen knabbern an den Halmen. Es ist aber eine Zierpflanze, kein Futter: Die Quellen bewerten Zyperngras für Katzen unterschiedlich und ein Teil der ausländischen Zimmerpflanzen-Listen zählt die Gattung Cyperus zu den Arten, nach denen einer Katze übel werden kann. Wenn Sie Gras direkt für die Katze suchen, bleiben angekeimter Hafer, Weizen oder Gerste die sichere Wahl; nehmen Sie Zyperngras als Pflanze, an der die Katze wahrscheinlich knabbert, nicht als Ersatz.

Wie vermehrt man Zyperngras?

Durch Teilung des Horstes beim Umtopfen im Frühjahr oder über Stecklinge aus Blattschöpfen mit einem kurzen Stück Halm. Der Steckling kommt umgedreht, mit dem Halm nach oben ins Wasserglas — aus dem Schopf wachsen dann Wurzeln und ein neuer Halm.

Was ist der Unterschied zwischen Cyperus alternifolius und Papyrus?

Das Wechselblättrige Zyperngras (Cyperus alternifolius) hat schmale flache Blättchen, wird etwa einen Meter hoch und verträgt normale Zimmerluft. Der echte Papyrus (Cyperus papyrus) trägt Schöpfe aus fadenfeinen Blättern, wird mehrere Meter hoch und braucht mehr Licht und Luftfeuchtigkeit — am besten gedeiht er in einem hohen Wintergarten.

Ist Zyperngras essbar?

Die Zier-Zyperngräser für die Wohnung nicht. Essbar ist eine andere Art derselben Gattung — die Erdmandel (Cyperus esculentus), auch Tigernuss genannt, die süße unterirdische Knöllchen bildet.

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