Hibiskus (Hibiscus)
Rund 300 Arten – vom Zimmerhibiskus bis zum winterharten Gartenstrauch. Ob er draußen überwintert, entscheidet die Art.
Kräuter, Stauden oder laubabwerfende Gehölze mit großen Blüten
- Standort: je nach Art im Freien, unter Glas oder in der Wohnung
- Höhe: 1–3 m
- Blütezeit: August–September
- Vermehrung: durch Aussaat, Stecklinge oder Veredelung
Rund 300 Arten der Gattung Eibisch (Hibiscus) aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) kommen überwiegend in den Tropen und Subtropen vor. Neben einigen tropischen Nutzarten (vor allem Hibiscus cannabinus und H. sabdariffa) gehören zur Gattung Hibiscus syriacus, ein in Mitteleuropa winterharter Strauch, H. rosa-sinensis und H. schizopetalus, zwei als Zimmerpflanzen kultivierte Straucharten, außerdem die Staude H. moscheutos und die einjährige H. trionum.
Anbau und Pflege
Der Zimmerhibiskus wird in beheizten Räumen oder im Gewächshaus kultiviert. Im Winter genügen ihm 12–14 °C. Die im Handel angebotenen Pflanzen sind häufig mit Wachstumsregulatoren behandelt und bleiben etwa ein Jahr niedrig, später strecken sie sich. Damit sie kompakt bleiben, kneift man die Triebe aus. Ältere Pflanzen schneidet man im Februar bis März kräftig zurück. Er braucht viel Licht, aber keine pralle Mittagssonne, dazu Wärme, frische Luft und wöchentliche Düngung.
Sumpf-Hibiskus (Hibiscus moscheutos)
Der Sumpf-Hibiskus – botanisch Sumpfeibisch, im Handel auch Staudenhibiskus oder Riesenhibiskus – ist eine etwa 1 m hohe Staude mit eiförmigen, lang zugespitzten, gesägten und unterseits graufilzigen Blättern. Im Spätsommer erscheinen an den Triebspitzen Blüten, die an Malven erinnern: 10–18 cm breit, weiß bis rosa und am Grund purpurn. Eine schöne, stattliche Uferstaude für feuchte, sonnige Plätze in milden Lagen. Diese Art stammt aus den Sumpfgebieten im Osten Nordamerikas.
Mehr über den feuchtigkeitsliebenden Sumpf-Hibiskus (Hibiscus moscheutos) lesen Sie im eigenen Artikel – Standort, Düngen und die Schönheit der großen Blüten


Chinesischer Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis)
In den Tropen wächst er als locker verzweigter, 3–5 m hoher Strauch. In Deutschland wird er nur im Topf kultiviert – als Zimmerhibiskus oder als Kübelpflanze, die den Sommer im Freien verbringt. Die Blätter stehen wechselständig, sind 6–10 cm lang, eiförmig bis elliptisch, stumpf oder scharf gezähnt, dünn und glänzend. Die Blüten sind 10–15 cm breit, bei der Wildform einfach und rosarot, bei den Sorten auch rot, orange, gelb oder weiß – einfach wie gefüllt. Aus den weit geöffneten, trichterförmigen Blüten ragt die auffällige Staubblattsäule heraus.
Korallenhibiskus (Hibiscus schizopetalus)
Ein Strauch aus dem tropischen Afrika mit überhängenden Zweigen, wegen der hängenden Blüten auch Japanische Laterne genannt. Er wächst unregelmäßiger als H. rosa-sinensis. Die Blätter sind eiförmig-elliptisch. Die Blüten sind rot oder orangerot, hängen an langen, gegliederten Stielen herab, die tief zerschlitzten Kronblätter sind zurückgebogen und die Staubblattsäule ragt weit heraus. Er braucht etwas mehr Wärme als H. rosa-sinensis, sonst ist die Pflege gleich.


Garteneibisch (Hibiscus syriacus)
Ein laubabwerfender, aufrecht wachsender Strauch von 2–3 m Höhe, im Handel meist als Gartenhibiskus oder Straucheibisch. Ausreichend winterhart für Mitteleuropa. Die Blätter sind dreilappig bis eiförmig, 5–10 cm groß und grob gezähnt. Er blüht von August bis September, die Blüten sind 5–10 cm breit, bei der Wildart violett. Ein wertvoller, schöner und spät blühender Strauch für geschützte Plätze an einer Mauer oder Hauswand. Junge Pflanzen brauchen einen Winterschutz; beschädigte Triebe schneidet man im Frühjahr zurück, sonst ist ein Schnitt nicht nötig.
In den Gärten werden Zuchtsorten mit Blüten in einer breiten Farbpalette von Weiß bis Dunkelviolett kultiviert.
Sortenübersicht siehe Tabelle unten.
| Sorte | Blütenfarbe/-form | Anmerkungen |
|---|---|---|
| ‚Admiral Dewey‘ | reinweiß, gefüllt | blüht willig |
| ‚Ardens‘ | lila, dicht gefüllt | blüht früh |
| ‚Blue Bird‘ | blaulila, rotes Auge | Blüten bis 12 cm breit |
| ‚Boule de Feu‘ | kräftig rot, dicht gefüllt | |
| ‚Coelestis‘ | blauviolett mit dunkelroter Zeichnung, einfach | |
| ‚Diana‘ | weiß, einfach | Blüten bis 12 cm breit, am Rand gewellt |
| ‚Duc de Brabant‘ | dunkelrot, gefüllt | |
| ‚Hamabo‘ | blassrosa mit karminroter Fleckung, einfach | weiße Streifen auf den Kronblättern |
| ‚Jeanne d’Arc‘ | weiß, dicht gefüllt | gelbliche Knospen |
| ‚Lady Stanley‘ | weiß mit rosa Hauch, im Zentrum kräftig rot | Blüten halbgefüllt |
| ‚Monstrosus‘ | weiß, im Zentrum rot, einfach | sehr große Blüten |
| ‚Pink Giant‘ | rosa mit dunkelrotem Fleck am Grund, einfach | blüht früh und reich |
| ‚Puniceus Plenus‘ | rot, gefüllt | große Blüte, blüht früh |
| ‚Red Heart‘ | weiß, im Zentrum kräftig rot, einfach | zahlreiche große Blüten |
| ‚Roseus Plenus‘ | dunkel violettrosa, dicht gefüllt | verblasst beim Abblühen nicht |
| ‚Rubis‘ | rot, einfach | kleine Blüten |
| ‚Russian Violet‘ | malvenlila, einfach | viele Blüten |
| ‚Speciosus‘ | weiß, im Zentrum dunkelroter Fleck, gefüllt | |
| ‚William R. Smith‘ | reinweiß, einfach | Blüte groß und weit geöffnet |
| ‚Woodbridge‘ | rubinrot, einfach | sehr große Blüte |
Häufige Fragen: Hibiskus pflegen
Wann blüht der Hibiskus?
Der Garteneibisch (Hibiscus syriacus) blüht von Juli bis September, der Sumpf-Hibiskus im Spätsommer. Der Zimmerhibiskus (Chinesischer Roseneibisch) blüht bei guter Pflege fast das ganze Jahr.
Warum blüht der Hibiskus nicht oder wirft Knospen ab?
Meist wegen Lichtmangel, ausgetrocknetem Ballen oder einem Standortwechsel während der Knospenbildung. Der Zimmerhibiskus wirft Knospen auch bei Zugluft und plötzlichem Temperaturwechsel ab.
Womit düngt man Hibiskus?
Während der Blüte regelmäßig mit einem milden organischen Dünger – ein Aufguss aus DÜNGEE (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser) etwa alle 2 Wochen ins Gießwasser fördert die Blütenbildung und verbrennt die Wurzeln nicht.
