Ficus: Arten, Pflege und Düngen – Gummibaum, Ginseng und Birkenfeige
Gummibaum, Ficus Ginseng und Birkenfeige — wie Sie sie erkennen, pflegen und düngen
Gummibaum oder Kautschukbaum – Ficus elastica

Zimmerpflanzen sind aus unseren Wohnräumen nicht mehr wegzudenken — sie bringen nicht nur Schönheit ins Haus, sondern auch bessere Luft und eine angenehme Atmosphäre. Eine der interessantesten und ungewöhnlichsten unter ihnen ist der Gummibaum, wissenschaftlich bekannt als Ficus elastica. Sein einzigartiges Aussehen und die relativ einfache Pflege machen ihn zu einer beliebten Wahl unter Gärtnern und Anfängern.
Der Gummibaum stammt ursprünglich aus den tropischen Wäldern Südostasiens, wo er als ausgewachsener Baum mit hohen Stämmen und robusten Blättern wächst. Die Pflanze gehört zur großen Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) und ist eng verwandt mit Arten wie der Echten Feige (Ficus carica).
Was den Gummibaum so interessant macht, sind seine Blätter. Sie sind derb, glänzend und dunkelgrün, oft mit markanten Blattadern und auffälligen roten oder braunen Tönen. Diese Blätter können bis zu 20 cm groß werden und haben eine unverwechselbare Form. Das verleiht der Pflanze einen exotischen Eindruck, der leicht Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Lorbeerfeige oder Chinesische Feige – Ficus microcarpa (Ficus Ginseng)
Zimmerpflanzen schmücken nicht nur unsere Wohnräume, sie lassen uns auch einen Blick in die Schönheit der Natur werfen. Zu diesen Schätzen der Natur gehört auch die Lorbeerfeige, wissenschaftlich bekannt als Ficus microcarpa. Ihr unverwechselbarer Charakter und die Fähigkeit, in Bonsai-Stile geformt zu werden, machen sie zu einer der meistbewunderten Zimmerpflanzen unter Bonsai-Liebhabern und Gartenfreunden.
Die Lorbeerfeige ist eine Ficus-Art aus Asien, aus der Region Südchina und Taiwan. Ihr baumartiger Wuchs und die kleinen, runden Früchte sind ihre auffälligsten Merkmale. Als Bonsai gezogen erreicht sie Größen von einigen Dutzend Zentimetern bis zu mehreren Metern, je nach Stil und Alter.
Eine der charakteristischen Eigenschaften der Lorbeerfeige sind ihre glänzenden, dunkelgrünen Blätter mit ovaler oder eiförmiger Form. Die Früchte der Lorbeerfeige sind sehr klein, was sie besonders für Bonsai geeignet macht, wo die Proportionen wichtig sind.
Im Handel heißt genau diese Art Ficus Ginseng — ein niedriger Bonsai mit auffällig verdickten, seitlich auslaufenden Wurzeln, die an eine Ginsengwurzel erinnern.

Die Kultur als Bonsai:
Die Lorbeerfeige ist bei Bonsai-Züchtern sehr beliebt, weil ihr baumartiger Wuchs und ihre Formbarkeit sich hervorragend für verschiedene Bonsai-Stile eignen. Hier sind einige Grundsätze für die Kultur dieser Art als Bonsai:
1. Erde und Gefäß: Wählen Sie eine geeignete Bonsai-Erde, die für guten Wasserabzug sorgt. Das Gefäß sollte in der Größe zum Bonsai passen und Abzugslöcher haben.
2. Schnitt: Ein regelmäßiger Schnitt ist entscheidend, um die Form des Bonsai zu erhalten. Sie können ihn formen, Äste einkürzen und das Wachstum in die richtige Richtung lenken.
3. Gießen: Gießen Sie durchdringend, lassen Sie die Erde aber nicht dauerhaft in Staunässe stehen. Achten Sie darauf, dass der Bonsai nicht austrocknet.
4. Licht: Der Bonsai braucht viel Licht. Stellen Sie ihn hell auf, meiden Sie aber die pralle Sonne an heißen Sommertagen.
5. Pflege im Winter: Wenn Sie die Lorbeerfeige als Bonsai im Freien halten, müssen Sie sie im Winter unbedingt vor Frost schützen.
Birkenfeige oder Benjamini – Ficus benjamina (Ficus Benjamini)

Die Birkenfeige (Ficus benjamina) ist ein Baum aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae) und stammt aus Südostasien und Australien. Bekannt ist sie für ihre eleganten, glänzenden und kleinen Blätter, die dunkelgrün bis fast weiß oder gelb sein können. Deshalb gehört sie zu den beliebten Zimmerpflanzen und wird in wärmeren Klimazonen auch im Freien kultiviert.
Der Name „Feige“ ist irreführend, denn Ficus benjamina ist keine echte Feige, die essbare Früchte trägt. Sie hat aber eine ähnliche Wuchs- und Verzweigungsform. Ihre Zweige sind dünn und aufrecht bis schräg und bilden eine dichte, kugelige oder säulenförmige Krone.
Ficus Pflege: Licht, Gießen, Düngen und Schnitt

Licht: Der Ficus bevorzugt helles, indirektes Licht. Meiden Sie einen Platz in der prallen Sonne, das kann zu Blattverbrennungen führen. Stellen Sie die Pflanze in Fensternähe mit hellem, gefiltertem Licht oder an einen Platz mit Streulicht.
Temperatur: Diese Pflanze bevorzugt Temperaturen zwischen 18-24 °C. Vermeiden Sie plötzliche Temperaturwechsel und Zugluft.
Gießen: Halten Sie die Erde leicht feucht, gießen Sie aber nicht zu viel. Lassen Sie die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen. Im Winter gießen Sie sparsamer.
Luftfeuchtigkeit: Der Ficus bevorzugt eine höhere Luftfeuchtigkeit. Sie können die Pflanze auf eine Schale mit Wasser stellen oder einen Luftbefeuchter nutzen, vor allem im Winter, wenn die Heizungsluft trocken ist.
Düngen: Während der Wachstumszeit (Frühjahr und Sommer) düngen Sie den Ficus alle 2-4 Wochen mit Dünger für Zimmerpflanzen. Im Winter reduzieren Sie die Düngung oder setzen sie aus.
Umtopfen: Junge Ficus-Pflanzen topfen Sie alle 1-2 Jahre um, ältere seltener. Topfen Sie im Frühjahr um und verwenden Sie gut durchlässige Erde.
Schnitt: Der Ficus verträgt (je nach Sorte) einen Formschnitt. Sie können trockene oder zu lange Triebe entfernen. Schneiden Sie im Frühjahr.
Probleme: Die Pflanze kann anfällig für Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge sein. Kontrollieren Sie die Blätter regelmäßig und ergreifen Sie bei Bedarf geeignete Maßnahmen.
Ficus-Pflanzen wachsen das ganze Jahr über und erschöpfen in der immer gleichen Topferde schnell den Nährstoffvorrat. Von Frühjahr bis Spätsommer tut ihnen deshalb eine regelmäßige Gabe organischen Universaldüngers — DÜNGEE wird ins Gießwasser eingerührt, sodass sich die Gabe gleichmäßig im gesamten Wurzelballen verteilt. Die empfohlenen Verhältnisse finden Sie unter Dosierung.
Häufige Fragen zum Ficus
Ist der Ficus giftig?
Alle Ficus-Arten enthalten in Blättern und Trieben einen weißen Milchsaft, der Haut und Schleimhäute reizt und für Katzen und Hunde giftig ist. Arbeiten Sie beim Schnitt deshalb mit Handschuhen und stellen Sie die Pflanze außer Reichweite von Kindern und Haustieren.
Wie oft muss man einen Ficus gießen?
Im Sommer etwa einmal pro Woche, im Winter ungefähr alle zwei bis drei Wochen. Richten Sie sich eher nach der Erde als nach dem Kalender: Gießen Sie erst, wenn die oberen zwei Zentimeter des Substrats abgetrocknet sind. Dauerhaft nasse Erde schadet dem Ficus mehr als kurzes Austrocknen.
Darf der Ficus nach draußen?
Im Sommer ja — ein schattiger, windgeschützter Platz auf dem Balkon oder der Terrasse tut ihm gut. Sobald die Temperaturen unter 15 °C fallen, muss er zurück in die Wohnung; keiner der Zimmer-Ficus überwintert bei uns im Freien.
Warum verliert der Ficus Blätter?
Meist wegen eines Standortwechsels, Zugluft, Kälte oder zu viel Wasser. Die Birkenfeige reagiert auf einen Umzug fast immer mit Blattfall — lassen Sie sie an einem Platz stehen, passen Sie das Gießen an, und die neuen Blätter treiben meist innerhalb weniger Wochen nach.
Womit düngt man einen Ficus?
Mit einem ausgewogenen organischen Dünger mit vollem NPK von Frühjahr bis Spätsommer, alle zwei bis vier Wochen. Im Winter wird nicht gedüngt, weil die Pflanze kaum wächst.
